sie wurde „rachel, die dichterin“ genannt. rachel bluwstein gilt als gründungsmutter der modernen hebräischen frauenpoesie und ist auch auf dem aktuellen der 20-schekel-schein abgebildet. geboren am 20. september 1890 in saratow als tochter von isser bluwstein und sofia mandelshtam, studierte malerei in kiew, wanderte mit ihrer schwester mit 19 als pionierin nach palästina aus, arbeitete in einer landwirtschaftlichen frauenschule am kineret und nach dem ersten welkrieg im kibbutz degania. weil sie tuberkulose hatte, musste sie den kibbutz verlassen, lebte und arbeitete in jerusalem, tel aviv und gedera und schrieb nebenbei gedichte. in palästina/israel wurden ihre schnörkellosen verse in der zeitung „davar“ veröffentlicht, vielfach vertont und haben einige generationen dichter/innen beinflusst. sie starb 1931, mit 41 (naomi shemer wurde auf ihren eigenen wunsch neben rachel begraben). bluwsteins letztes gedicht, gefunden nach ihrem tod auf ihrem schreibtisch:
my dead
„the dead alone do not die“
j.k. –
they alone are left me, they are with me still,
In whom death’s sharp knife has nothing left to kill.
at the turn of highways, when the sun is low,
They come round in silence, going where I go.
our true covenant is one knot naught can sever.
only what i lose is what i have forever.
מתי
רחל
רק המתים לא ימותו
י.ש.ק –
הֵם בִּלְבַד נוֹתְרוּ לִי, רַק בָּהֶם בִּלְבַד
לֹא יִנְעַץ הַמָּוֶת סַכִּינוֹ הַחַד.
בְּמִפְנֵה הַדֶּרֶךְ, בַּעֲרֹב הַיּוֹם
יַקִּיפוּנִי חֶרֶשׁ, יְלַוּוּנִי דֹּם.
בְּרִית אֱמֶת הִיא לָנוּ, קֶשֶׁר לֹא נִפְרָד
רַק אֲשֶׁר אָבַד לִי – קִנְיָנִי לָעַד.

