Vater der modernen Chemie


10.9.1811 – der schwede jöns jakob berzelius (1779–1848) erfindet die symbolzeichen für die chemischen elemente. er bezeichnet die atome mit dem anfangsbuchstaben oder dem ersten plus einem anderen buchstaben aus dem lateinischen wort (wie fe für ferrum/eisen, pb für plumbum/blei oder hg für hydrargyrum/quecksilber); die chemische formel für einen stoff gibt er durch anfügen der atomanzahl nach dem atom an (zb. H2O) und kann damit auch chemische reaktionsgleichungen aufstellen. beides, die abkürzungen und die darstellung der summenformel sind bis heute gültig. berzelius (der nebenbei noch pharmazeut, mediziner und armenarzt war) gilt auch als vater der modernen chemie, weil er neben dieser „zeichensprache“ selbst einige elemente entdeckt hat (u.a. selen, tellur, silicium, titan), außerdem die „atomgewichtstabelle“ (in der die atommassen der damals bekannten elemente aufgelistet waren) und eine tabelle mit der zusammensetzung von oxiden entwickelt hat, mit denen er die zusammensetzung von mehr als 2000 substanzen bestimmen konnte und weil er arbeitsverfahren und geräte eingeführt hat, die grundlage der moderne chemische analyse wurden und in labors bis heute standard sind – so das filterpapier, das wasserbad, reagenzgläser, spritzflaschen und glastrichter. (hach, mein alter chemielehrer hätte mir jetzt vielleicht zum ersten mal ein „bienchen“ gegeben:)

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