dem herrn haben wir die marx brothers zur hälfte zu verdanken. er wurde am 23. oktober 1861 in mertzwiller im elsaß als samuel marks und sohn der fahrenden kaufleute simon und hannah marks (bzw. mordechai) geboren, nannte sich aber simon marx. marx wanderte nach amerika aus und traf in new york minnie schönberg – die andere hälfte, und eigentlich treibende kraft hinter dem karriestart der marx brothers. sie stammte aus dornum bei aurich. ihr vater levi war schirmmacher und bauchredner, ihre mutter – sophie salomons – harfenistin. die arme familie zog im planwagen über jahrmärkte, bis sie 1879 in die usa ging. 1884 heirateten minnie und sam, der zu der zeit in der lower east side als tanzlehrer jobbte. sie bekamen sechs söhne. der erste, manfred, starb im säuglingsalter, die anderen kennen wir: leonard (chico), geboren 1887, adolph (harpo) 1888, julius (groucho) 1890, milton (gummo) 1892, und herbert (zeppo) 1901. minnie marx treibt ihre jungs, denen sie die haare färbt, damit sie weniger jüdisch aussehen, zum showbusiness. sie tingeln erst in verschiedenen gesangstruppen durch die usa, bevor sich der erfolg einstellt. vater marx betätigte sich indes als schneider. laut groucho war er ein sehr schlechter schneider, was daran gelegen haben soll, dass er sich nicht die zeit nahm, seine kunden zu vermessen, sondern ihre größe erriet. trotzdem habe er ein paar leute gefunden, die dumm genug waren, seine anzüge zu kaufen und ansonsten gut gekocht und damit den hausbesitzer vertröstet, wenn er die miete nicht zahlen konnte. minnie starb 1929, sam 1933. im film „monkey business“ von 1931 kann man vater marx sehen, er sitzt hinter seinen söhnen auf dem pier auf einem gepäckhaufen. https://youtu.be/N76MIzbsdwg

