Warum ist dieser Donnerstag grün?

Gründonnerstag – warum heißt der im Deutschen so?  Dazu gibt’s mehrere Thesen:   _als direkte Übertragung des lateinischen „dies viridium“ – „Tag der Grünen“. Es sind nicht Habeck & Co. gemeint, sondern die „Erneuerten, Frischen, Sündenfreien“, nachdem sie am Tag des Kirchenbuß-Erlasses die Absolution für ihre Sünden bekommen haben. _als Ableitung des mittelhochdeutschen „gronan“ oder „grînan“ … Warum ist dieser Donnerstag grün? weiterlesen

Das Reden nimmt kein End

27. märz 1849: die frankfurter nationalversammlung beschließt nach beinahe einem jahr des verhandelns die erste ansatzweise demokratische deutsche verfassung, die wie die märzrevolution scheitert und nie verwirklicht wird. Das Reden nimmt kein EndZu Frankfurt an dem Main – sucht man der Weisen Stein;  Sie sind gar sehr in Nöten, Moses und Propheten,  Präsident und Sekretäre, … Das Reden nimmt kein End weiterlesen

Die Abenteuer des braven Soldaten Wojtek

Wie ein syrischer Braunbär mit „polnischer Seele“ zum Sieg der Alliierten beitrug  Nachdem ihr einstiger Bündnispartner Deutschland 1941 die Sowjetunion überfallen hatte, verließ die aus polnischen Kriegsgefangenen aufgestellte Armee von General Anders im Frühjahr 1942 die Sowjetunion in Richtung Iran, begleitet von Tausenden polnischen Zivilisten, die nach der sowjetischen Invasion in Polen 1939 ebenfalls nach … Die Abenteuer des braven Soldaten Wojtek weiterlesen

Fanny Lewald

fanny lewald *24.3.1811, deutsch-jüdische schriftstellerin, saloniere, revolutionssympathisantin, vorkämpferin für frauenrechte.  fanny lewald, geb. marcus, forderte u.a. das uneingeschränkte recht der frauen auf bildung und bezahlte arbeit, die abschaffung von zwangsverheiratung und scheidungsverbot für frauen und die solidarität von bürgerlichen frauen mit arbeiterfrauen. die „deutsche george sand“ war mit allen intellektuellen größen ihrer zeit im austausch. … Fanny Lewald weiterlesen

Dora Gerson

Dora Gerson *23.3.1899 Berlin – 14.2.1943 Auschwitz Max und Johanna Gerson wurden noch in einer pommerschen bzw. schlesischen Kleinstadt geboren, ihre Töchter Erna und Dorothea schon in Berlin. Erna starb jung, Dorothea wurde „Dora“ und Schauspielerin.Sie besuchte Max Reinhardts Schauspielschule am deutschen Theater, mimte dann in Karl-May-Stummfilmen (u. a. „Die Todeskarawane) mit, heiratete ihren Theaterkollegen … Dora Gerson weiterlesen

Zaren-Sterben

am 23. märz 1801 wird zar paul I. in st. petersburg in der als hochsicherheitsgebäude eingerichteten (heutigen) michaelsburg, die er nach sechs jahren bauzeit kurz vorher erst bezogen hatte, von adligen offizieren in seinem eigenen schlafzimmer mit seiner eigenen schärpe erdrosselt. am nächsten tag steigt sein sohn alexander auf den thron, der in das mordkomplott … Zaren-Sterben weiterlesen

Emmy Noether, Mutter der modernen Algebra

Emmy Noether, geboren am 23. März 1882, war die Tochter des Erlanger Mathematik-Professors Max Noether und seiner Frau Ida Kaufmann aus Köln und die Schwester des Mathematikers Fritz Noether (der floh 1934 als Jude und Linker in die Sowjetunion und lehrte in Tomsk, bis er wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Propaganda verurteilt und 1941 in … Emmy Noether, Mutter der modernen Algebra weiterlesen

Non omnis moriar

Das letzte Gedicht der als Sara Polina Gincburg am 22. März 1917 in Kyiv geborenen Ausnahme-Lyrikerin Zuzanna Ginczanka, die vor den Deutschen aus Warschau nach Lemberg floh, von ihren Nachbarn verraten wieder fliehen musste, nach erneuter Denunziation von der Gestapo verhaftet, gefoltert und 1944 erschossen wurde. „Non omnis moriar“ (Nicht alles von mir wird sterben … Non omnis moriar weiterlesen

Ovid und der Liebeskummer

publius ovidius naso, *20. märz 43 v.u.z., hat „wehret den anfängen!“ verkündet, nur nicht als politische bedenkformel, sondern als guten rat bei liebeskummer. bei beziehungen im anfangsstadium emphielt der römische dichter allen verschmähten, ihre gefühle „im keim zu ersticken“, eben: „principiis obsta!“ - „wehret den anfängen!“. um von fortgeschrittenen beziehungen loszukommen, solle man/frau sich am anderen übersättigen … Ovid und der Liebeskummer weiterlesen

Hälfte des Lebens

Friedrich Hölderlin *20. März 1770 Hälfte des LebensMit gelben Birnen hängetUnd voll mit wilden RosenDas Land in den See,Ihr holden Schwäne,Und trunken von KüssenTunkt ihr das HauptIns heilignüchterne Wasser.Weh mir, wo nehm ich, wennEs Winter ist, die Blumen, und woDen Sonnenschein,Und Schatten der Erde?Die Mauern stehnSprachlos und kalt, im WindeKlirren die Fahnen.