André Breton *19.2.1896 Jemand, der sich kein Pferd vorstellen kann, das auf einer Tomate galoppiert, ist ein Idiot. (L’homme qui ne peut pas voir un cheval galopant sur une tomate est un idiot.) Die einfachste surrealistische Handlung besteht darin, mit Revolvern in den Fäusten auf die Straße zu gehen und blindlings soviel wie möglich in … Un cheval galopant sur une tomate weiterlesen
Autor: Yu
Erdbeermund 1.0
paul zech * 19.2.1881 Eine verliebte Ballade für Yssabeau d’Außigny Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,ich schrie mir schon die Lungen wundnach deinem weißen Leib, du Weib.Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,da blüht ein schöner Zeitvertreibmit deinem Leib die lange Nacht.Da will ich sein im tiefen Taldein Nachtgebet und auch dein … Erdbeermund 1.0 weiterlesen
Hedwig Courths-Mahler – braune Schnulzenqueen
Über Hedwig Courths-Mahler, *18.2.1867, muss man nicht viele Worte verlieren. Dank ihrer Liebesschnulzen ist sie die bis heute weltweit erfolgreichste deutsche Autorin. Vielleicht resultiert ihre Heile-Welt-Ader aus einer miesen Kindheit, die sie bei gewalttätigen Pflegeeltern und einer Mutter hatte, die ihre vier Kinder von vier Männern mit ihrem Verdienst als Prostituierte durchbringen musste, die Hedwigs … Hedwig Courths-Mahler – braune Schnulzenqueen weiterlesen
Giordano Bruno wird verbrannt
17. februar 1600: der ex-mönch, philosoph und astronom giordano bruno (52) wird nach acht jahren haft auf dem campo de fiori in rom als ketzer verbrannt. „Mit größerer Furcht wohl sprecht Ihr mir das Urteil, als ich es empfange.«„Wer zu philosophieren sucht, muss zuerst alle Dinge bezweifeln. Er darf nicht Stellung beziehen in einer Debatte, bevor … Giordano Bruno wird verbrannt weiterlesen
Molières Abgang
17. Februar 1673. Der Komödiendichter Jean-Baptiste Poquelin alias Molière stirbt – ausgerechnet bei einer Aufführung seiner Komödie „Der eingebildete Kranke“. Das Publikum hält es für einen Bühnen-Gag. „Geistreich soll niemand sein als wir und unsere Freunde.“ (Les femmes savantes, 1672)
Aus der Matratzengruft
Wo wird einst des Wandermüden / Letzte Ruhestätte seyn? / Unter Palmen in dem Süden? / Unter Linden an dem Rhein? / Werd ich wo in einer Wüste / Eingescharrt von fremder Hand? / Oder ruh ich an der Küste / Eines Meeres in dem Sand. / Immerhin mich wird umgeben / Gotteshimmel, dort wie … Aus der Matratzengruft weiterlesen
Jussuf Abbo – der Galiläer
Bin an diesem Gesicht hängen geblieben. Dachte, wow, wer ist das denn! Also: Jussuf Abbo, ein Lasker-Schüler-Freund. ein Landarbeitersohn, am 14.Februar 1888 in Zfat im damaligen Palästina geboren, kam 1911 nach Berlin und studierte an der Charlottenburger Kunsthochschule Bildhauerei und Malerei. Er war bekannt wie ein bunter Hund in der Szene und Flechtheim einer seiner … Jussuf Abbo – der Galiläer weiterlesen
Schaljapin
fjodor schaljapin *13. februar 1873 – ob mit volksliedern, kirchengesängen, als boris godunow, iwan der schreckliche, mephisto oder don quixote – der russe beherrschte mit seinem tiefen bass, dramatischen talent und einer imposanten 1,97-m-gestalt zu seiner zeit die bühnen der welt und galt nach caruso als die bedeutendste figur der opernwelt. „sogar wenn er den … Schaljapin weiterlesen
Fabelhafte Fabeln
Iwan Krylow *13. Februar 1769 - russischer Fabeldichter DER GROSSE HERR UND DER PHILOSOPH Ein großer Herr, der einst in müß‘ger Stundemit einem Weisen allerlei besprach,sagt‹ ihm: »Du kennst die Welt doch aus dem Grunde,und dir liegt alles offen wie der Tag.So gib mir Kunde,wie‹s kommt, daß, was wir immer gründen,Akademien, Tribunale, Kunstverbände,sofort, wenn trocken kaum … Fabelhafte Fabeln weiterlesen
Elses Blauer Reiter
Else Lasker-Schüler *11.2.1868 Malik, 6. Brief, für Franz Marc, 1919: Blauer Reiter, ich bin alleine fromm in der fremden Stadt. Kein Mensch kommt hier in den Himmel. Bitte gehe einmal über den Kurfürstendamm, bieg in die Tauentzienstraße ein, kannst' Du Dir vorstellen, daß ein Dirbegegnender in den Himmel kommt? Sag' mir, blauer Reiter, komm ich … Elses Blauer Reiter weiterlesen










