„Du kennst das Volk, das man die Juden nennt, Das außer seinem Gott nie einen Herrn erkennt.Du gabst ihm Raum und Ruh, sich weit und breit zu mehrenUnd sich nach seiner Art in deinem Land zu nähren; Du wurdest selbst ihr Gott, als ihrer sie verstießUnd Stadt- und Tempelspracht in Flammen schwinden ließ: (…)Laß sie … „Fack ju Göhte“ weiterlesen
Autor: Yu
Offenbacher Haggada
die „offenbacher haggada“, 1927 für siegfried guggenheim gestaltet und in 300 exemplaren in seinem privatverlag gedrucktder aus worms stammende kunstmäzen siegfried guggenheim - weltkriegsteilnehmer, promovierter jurist und lange jahre vorsitzender der jüdischen gemeinde offenbachs – wollte eigentlich seine kinder motivieren, sich für die jüdischen feiertage zu interessieren. er sammelte legenden, gleichnisse, sprüche und lieder, die … Offenbacher Haggada weiterlesen
Avantgardistin
lyubov popova (1889–1924) – eine pionierin der russischen avantgarde, die auf dem höhepunkt ihres schaffens als malerin, kostümbildnerin und textildesignerin mit nur 35 jahren starb, zwei tage nach ihrem sohn, bei dem sie sich mit scharlach angesteckt hatte.
Julians Lokomotive
julian tuwim 1894–1953, polnisch-jüdischer lyriker mit feinem humor. ein gedicht für kinder: LokomotiveDie große Lok ist heiß.Ihr Öl tropft auf das Gleis.Und Öl ist, wie man weiß, Lokomotivenschweiß. Der Heizer, der füllt ihr mit Kohle den Bauch. Drum keucht sie und jammert und stöhnt unterm Rauch:UCH, ist das heiß!HUH, so viel Schweiß!PUH, welche Glut!DAS tut … Julians Lokomotive weiterlesen
Nadia Boulanger
nadia boulanger – die wohl herausragendeste musikpädagogin des letzten jahrhundertssie wird 1887 in eine musikerfamilie hineingeboren, der vater, ernest boulanger, ist professor am conservatoire de paris, die mutter, raïssa mychetsky, eine aus russland stammende prinzessin und ex-studentin ihres mannes. von der mutter streng erzogen, beschließt nadia mit 6, musikerin zu werden, wird mit 9 im … Nadia Boulanger weiterlesen
Izchak Katzenelson – in memoriam
izchak katzenelson, geboren 1.7.1886 in kareliczi, vergast 1.5.1944 in auschwitz Ich hatte einen Traum Ich hatte einen schrecklichen Traum. Meine Leute sind nicht mehr, meine Leute sind weg. Ich sprang mit einem Schrei auf: Ah! Ah! Was ich geträumt habe, ist mir passiert! Gott in den Höhen! Ich rufe zitternd an: Im Namen dessen, was und warum mein Volk gestorben ist? Im Namen dessen, was ist er … Izchak Katzenelson – in memoriam weiterlesen
Niagara-Fälle und Orangenschale
der zirkusartist bobby leach, 1858 in cornwell geboren, gelangte zu weltruhm, als er sich 1911 in einem selbstgebautem stahlfass als zweiter mensch nach annie edson taylor die niagara-fälle hinunterstürzte und überlebte. nachdem er sich von seinen schweren verletzungen erholt hatte, tingelte er um die welt, um von seinen halsbrecherischen stunts zu berichten und wurde gefeiert … Niagara-Fälle und Orangenschale weiterlesen
Watschenkonzert
am schnapszahltag 31.3.1913 dirigiert arnold schönberg im wiener musikvereinssaal seine kammersymphonie sowie orchesterlieder nach maeterlinck-gedichten von alexander von zemlinsky, orchesterlieder nach altenbergs ansichtskartentexten von alban berg und sechs stücke für orchester, op. 6 von anton von webern. auch gustav mahlers kindertotenlieder stehen auf dem programm. doch zu denen kommt’s nicht mehr...ein zeitungsbericht vom folgenden tag: … Watschenkonzert weiterlesen
Girls in the windows
1960, east 58th street, manhattan. osmond gigli, damals 35 und als fotograf noch recht unbekannt, hatte sein studio gegenüber einem block mit klassischen new yorker häusern, die nun abgerissen werden sollten. er liebte diese alten häuser, wollte sie noch verewigen, bevor sie verschwunden sein würden und hatte die idee, frauen in den nun toten fenstern … Girls in the windows weiterlesen
Taxifahrerin und „stille Heldin“
Kläre Bloch *1908 wuchs in schmargendorf und halensee auf, wo ihre eltern, der kraftdroschkenkutscher friedrich begall und seine frau emma ein kleines taxiunternehmen hatten. sie war ein „sandwich-kind“ mit einer älteren schwester und einem jüngeren bruder, ging auf die handelsschule, machte 1930 die fahrerlaubnis, und wurde mit 22 jahren die (nach elli blarr) zweite taxifahrerin … Taxifahrerin und „stille Heldin“ weiterlesen










