Glinkas Straße

und warum heißt die glinkastraße glinkastraße? vermutlich, weil der komponist 1857 hier um die ecke, französische straße 8, gestorben ist und den ddr-straßen-benennern 1951 (auf das andere „väterchen“ schielend) ein „vater der russischen musik“ gut in die parteilinie gepasst hat. schließlich war michail glinka mit seiner vor russischem nationalismus triefenden oper „iwan sussanin“ (auf wunsch … Glinkas Straße weiterlesen

Lebendiger Leib

fronleichnam hat doch nichts mit erfreuten verblichenen zu tun, wie jeder weiß und ich erst jetzt. im jahre 1209 hatte die nonne juliane von lüttich nämlich eine vision. da hat sie den mond mit einem dunklen fleck drin gesehen und christus hat ihr erklärt, dass der mond das kirchenjahr sei und der fleck bedeute, dass … Lebendiger Leib weiterlesen

Totenbretter

totenbretter habe ich zum ersten mal in bayern auf den Dörfern gesehen. hab verschiedene leute gefragt, was das denn sei. die haben erzählt, dass man die verstorbenen früher zu hause auf ein sogenanntes sterbebrett oder totenbrett gelegt hat (irgendein brett, was halt vorhanden war), bis der tischler den sarg fertig hatte bzw. bis nach drei … Totenbretter weiterlesen

Tretbilder

絵踏み „efumi“, das bild-treten war in japan seit dem beginn des 17. jahrhunderts eine methode, anhänger des christentums ausfindig zu machen. leute, die verdächtigt wurden, christen zu sein, dies aber abstritten oder denen man nicht abnahm, dass sie, wie sie behaupteten, dem christlichen glauben abgeschworen hatten, mussten zum beweis vor beamten auf einem bild mit … Tretbilder weiterlesen

Hausmarken

diese runenartigen zeichen gibt es seit etwa dem 13. jh. auf hiddensee. die insulaner, die ja früher meist analphabeten waren, markierten damit ihr eigentum: fang-, haushalts- und landwirtschaftsgeräte (von netzen, reusen, booten oder pflügen bis hin zu besteck und wäscheklammern), ihre wiesen und ihr vieh (schafe zb. bekamen ein kleines stück leinen mit dem zeichen … Hausmarken weiterlesen

Kupferhäuser  aus dem Messingwerk

die aus halberstadt stammenden brüder joseph und gustav hirsch hatten in heegermühle (heute finow/eberswalde) 1863 vom preußischen staat ein messingwerk gekauft und es zu einem der größten industriebetriebe der region entwickelt. um das werk herum entstand ein dorf, das nach der fabrik »messingwerk« genannt wurde. die oberschicht des dorfes bestand, bis auf eine christliche familie, … Kupferhäuser  aus dem Messingwerk weiterlesen

„Master“ Edward

aha, eltern, die unbedingt witzig sein wollen, gab‘s früher schon – dachte ich erst. war aber dann doch anders: kein kleiner junge, den man als qualmendes mädchen verkleidet hat (kleider trugen damals eh alle kleinkinder), sondern ein teenager, der ein kleinkind spielt. „master" edward garratt war kleinwüchsig und 14 jahre alt, als diese reklamefotos entstanden. … „Master“ Edward weiterlesen

Der „Zwerg“ Seneb…

der „zwerg" seneb und seine frau seneti mit tochter auib-en-chufu und sohn anch-ima-radjedef. kleinwüchsigkeit wurde im alten ägypten als besondere gabe und „göttliche manifestation" betrachtet. kleinwüchsige menschen genossen hohes ansehen und man verehrte etliche kleinwüchsige götter wie den gott bes. darstellungen und grabmäler kleiner menschen findet man ab der 1. dynastie, oft tragen sie teure … Der „Zwerg“ Seneb… weiterlesen

Kaffeelokomotiven

espresso. viele können sich einen (guten) morgen ohne ihn gar nicht vorstellen. dabei gibt's den kleinen muntermacher samt seinem namen noch gar nicht so lange. der "espresso" geht auf die mitte des 19. jh. hergestellten sog. „kaffeelokomotiven" zurück, eine wortschöpfung, die auf die damals dampfbetriebenen schnellzüge anspielte - weil der kaffee zu der zeit ausschließlich … Kaffeelokomotiven weiterlesen