Die Dachau-Messe

„musik im kz“ ist ein großer themenkomplex. dazu gehört auch die „dachau-messe“ - am 24. september 1944 heimlich uraufgeführt im „priesterblock“ des konzentrationslagers dachau. geschrieben und einstudiert hatte sie der katholische benedektinerpater gregor schwake. schwake war promovierter musikwissenschaftler, organist, dozent für kirchenmusik, komponist, dichter und nazi-gegner - ein charismatischer, lebensfroher rheinländer, der selbst noch im … Die Dachau-Messe weiterlesen

NABUs braunes Mütterlein

emilie karoline hähnle aus sulz am neckar (*3. februar 1851) gründete 1899 in stuttgart den „bund für vogelschutz“, den vorläufer des „naturschutzbundes deutschland“ (nabu)… die naturschutzbewegung – die idee von freund- und partnerschaft zwischen mensch und tier, deren wahrnehmung als leidensfähige subjekte und der zugang zur natur für alle bevölkerungsschichten als soziale frage - entstand … NABUs braunes Mütterlein weiterlesen

Neujahrsfeier 1945

am 7. september 1945 versammelten sich in einem seitenflügel der stark beschädigten synagoge am kreuzberger kottbusser ufer (heute fraenkelufer) bei sonnenuntergang die überlebenden etwa 400 mitglieder der berliner jüdischen gemeinde sowie jüdische angehörige der roten und der us-armee zur ersten rosch-haschana-feier nach der befreiung. der berühmte kriegsfotograf robert capa verewigte den besonderen moment in einer … Neujahrsfeier 1945 weiterlesen

Synagoge Oranienburger Straße

5. september 1866: am jüdischen neujahrstag (25. elul 5626) wird die „neue synagoge“ in der oranienburger straße in berlin eingeweiht. ehrengast ist der preußische ministerpräsident otto von bismarck. mit 3200 plätzen ist das orientalisch gehaltene prunkstück des baumeisters eduard knobloch die größte synagoge deutschlands. in der pogromnacht 1938 läßt der couragierte reviervorsteher vom hackenschen markt, … Synagoge Oranienburger Straße weiterlesen

Izchak Katzenelson – in memoriam

izchak katzenelson, geboren 1.7.1886 in kareliczi, vergast 1.5.1944 in auschwitz Ich hatte einen Traum Ich hatte einen schrecklichen Traum. Meine Leute sind nicht mehr, meine Leute sind weg. Ich sprang mit einem Schrei auf: Ah! Ah! Was ich geträumt habe, ist mir passiert! Gott in den Höhen! Ich rufe zitternd an: Im Namen dessen, was und warum mein Volk gestorben ist? Im Namen dessen, was ist er … Izchak Katzenelson – in memoriam weiterlesen

Taxifahrerin und „stille Heldin“

Kläre Bloch *1908 wuchs in schmargendorf und halensee auf, wo ihre eltern, der kraftdroschkenkutscher friedrich begall und seine frau emma ein kleines taxiunternehmen hatten. sie war ein „sandwich-kind“ mit einer älteren schwester und einem jüngeren bruder, ging auf die handelsschule, machte 1930 die fahrerlaubnis, und wurde mit 22 jahren die (nach elli blarr) zweite taxifahrerin … Taxifahrerin und „stille Heldin“ weiterlesen

Rubrik Lieblingsbilder: II

Anlässlich von Purim haben Holocaust-Überlebende im  Displaced Persons Camp Landsberg  ein Scheingrabstein für Haman und Hitler angelegt: „Hier liegen die Verfolger der Juden Haman Ben Hamdata Adolf Hitler … die Söhne der Biester/ mögen sie in der Hölle ruhen / Mögen ihre Namen für immer ausgelöscht werden“

Ein Foto in Sachsenhausen

Bei einem Besuch in der gedenkstätte sachsenhausen hat es mir dieses foto besonders angetan: befreite häftlinge bei einem demonstrativen spaziergang im sommer 1945 auf dem noblen berliner kurfürstendamm bzw. tauentziennachgelesen: arnold „nol“ blitz, 1922 in rotterdam geboren, war im sommer 1942 untergetaucht, während seine eltern isaac und theodora im november direkt nach ihrer ankunft in … Ein Foto in Sachsenhausen weiterlesen