Der im Alleingang den Krieg aufhalten wollte

Der schmächtige Lockenkopf ist beliebt, wegen seines soliden Fleißes und seiner freundlich-gutmütigen Art. Musikliebend und verwurzelt in seiner schwäbischen Heimat, spricht er Mundart, spielt Flöte und Zither und ist Mitglied im Trachten- und im Zitherverein, bei den Naturfreunden und im Abstinenzlerklub. Der Schreiner Johann Georg Elser ist aber auch der Mann, der als erster und … Der im Alleingang den Krieg aufhalten wollte weiterlesen

Shoah and Pin-Ups

„Ich bin hier sitzen geblieben wegen der Kunst“, sagt Boris Lurie, 1924 in Leningrad geboren und in Riga aufgewachsen, bis die Deutschen seine Jugend beendeten. Seit über 60 Jahren, länger als an jedem anderen Ort, lebt Lurie in New York. Aber noch immer ist er „Borja“, liebt litauisches Brot und „Homemade bacon, polish style“ aus … Shoah and Pin-Ups weiterlesen

Helfer, Täter, Opfer? 

Eine Biografie über die facettenreiche Persönlicheit Berthold Storfers (1880 – 1944), der durch illegale Schiffstransporte nach Palästina mehr Juden als Oskar Schindler rettete, aber fast unbekannt geblieben ist Arno Lustiger verstarb wenige Tage vor dem Erscheinen von Gabriele Anderls akribisch recherchierter Biographie »9096 Leben« über den »unbekannten Judenretter« Berthold Storfer, dem »die größte maritime Rettungsaktion … Helfer, Täter, Opfer?  weiterlesen

„Wenn ich tot bin, wird mein Name schweben eine kleine Weile ob der Welt…“

Am 27./28. Februar 1943 wurden Tausende jüdische Zwangsarbeiter an ihren Arbeitsstätten verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Auch die Berliner Dichterin Gertrud Kolmar fiel dieser sogenannten »Fabrik-Aktion« zum Opfer… Gertrud Kolmar gilt heute als „eine der größten Lyrikerinnen“ (Nelly Sachs) der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1894 in Berlin als Tochter des Anwaltes und späteren Justizrates … „Wenn ich tot bin, wird mein Name schweben eine kleine Weile ob der Welt…“ weiterlesen

Die Überlebensgeschichte der Marie Simon Jalowicz

50 Jahre „danach“, am Ende ihres Lebens, hat Marie Simon, Altphilologin und Philosophiehistorikerin an der Humboldt-Universität, ihre Überlebensgeschichte „ausgeschüttet wie einen Eimer Wasser“, so ihr Sohn Hermann Simon, ehemaliger Direktor der Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“. Unmittelbar danach ist sie 1998 gestorben. Was für eine Hinterlassenschaft: 75 Stunden Erinnerung auf 77 Tonbändern, von einer Frau, … Die Überlebensgeschichte der Marie Simon Jalowicz weiterlesen

Größenwahn 

am 23. juni 1938 beginnen die arbeiten für die von albert speer nach einem entwurf hitlers konzipierte „große halle" der reichshauptstadt „germania“. die 50 km lange ost-west-achse sollte von wustermark über die heerstraße, den großen stern (die siegessäule war dazu vom königsplatz vor dem reichstag hierher versetzt worden), unter den linden und frankfurter allee verlaufen und … Größenwahn  weiterlesen

Juden im Karneval

max salomon *3.6.1886 - kabarettist, gründer und präsident des einzigen jüdischen karnevalsvereins der vor-nazi-zeit in köln… juden haben sich bereits seit 1823, seit es ihn gibt, am kölner karneval beteiligt. ein simon oppenheim, der aus einer angesehenen bankiersfamilie stammte, war hier schon 1824 die „prinzessin venetia“ (jungfrau) an der seite des „helden karneval" (prinz karneval). … Juden im Karneval weiterlesen

Vietnam 1972

8. juni 1972. während die us-airforce weiter massive angriffe auf städte und stellungen im norden fliegt, ist in südvietnam der abzug der us-truppen schon in vollem gange. für die verbliebenen fotoreporter und kameraleute sind hier kaum noch spektakuläre bilder zu holen. seit der osteroffensive des vietkong lichten sie jedes noch so kleine gefecht zwischen nord- … Vietnam 1972 weiterlesen