Wallachs Dirndl

#dirndl julie wallach wurde 1850 in störmede bei lippstadt als eine von drei töchtern des blaufärbers und händlers henoch zunsheim und seiner frau caroline guthrath jacobs-mansbacher geboren. sie heiratete den getreidehändler heinemann wallach aus wiedenbrück und gebar zehn kinder. ihr mann verwaltete zusätzlich zum getreidehandel in bielefeld auch noch ein vom vater else lasker-schülers übernommenes … Wallachs Dirndl weiterlesen

Wäschehaus Grünfeld

F.V. Grünfeld. Charlottenburg und Wilmersdorf waren in den 1920ern die Berliner Bezirke mit den meisten jüdischen Bewohnern. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die königliche Residenzstadt Ausflugsgebiet für die Berliner, zog aber bereits Industriebetriebe wie Siemens an, was der Stadt ein rasantes Wachstum bescherte. 1893 hatte Charlottenburg erstmals über 100 000 Einwohner, 1910 waren … Wäschehaus Grünfeld weiterlesen

Israelisches Grafidesign made in Germany

#pioniere gestern gelernt, dass es drei in berlin und leipzig ausgebildete buch- und schriftgestalter waren, die das grafikdesign israels geprägt haben.  • franziska baruch (1901–1989) schuf holzschnitte, aquarelle, druckschriften für den schocken-verlag, zwei der ersten modernen hebräischen schrifttypen, die „stam“ und die „schocken", gebäudeinschriften u.a. für erich mendelsohn, nach der emigration nach palästina aber auch den … Israelisches Grafidesign made in Germany weiterlesen

Benjamins Klasse

"schwerer ist es, das gedächtnis der namenlosen zu ehren als das der berühmten. dem gedächtnis der namenlosen ist die historische konstruktion geweiht“ - schreibt walter benjamin. ein buchtipp: momme brodersens "klassenbild mit walter benjamin", an dessen entstehung ich mich mit recherchen beteiligen durfte. momme ging von dem angehängten foto aus, benjamins abiturklasse 1912 an der … Benjamins Klasse weiterlesen

Zwölf Arten ein(e) Harlan zu sein

Es ist weder Goebbels‘ Lieblingsregisseur selbst noch seine dritte Ehefrau, die »Reichswasserleiche« Kristina Söderbaum, die Felix Moellers Film »Im Schatten von Jud Süss« (2008) bemerkenswert macht. Es ist die zerrissene Familie, die Veit Harlan hinterlassen hat und wie sie mit dem giftigen Erbe lebt(e). Zur Erinnerung: Veit Harlan (1899–1964) ist der Regisseur, der sich schon 1933 … Zwölf Arten ein(e) Harlan zu sein weiterlesen

Adolfs Clown

charlie rivel *23. april 1896 der spanier josep andreu i lasserre in cubelles war als artist und clown „charlie rivel“ nicht nur einer der großen seines fachs und seit den 1920er-jahren beklatschter dauergast in deutschen landen, er war auch ein glühender verehrer adolf hitlers. zumindest tat er so…noch 1943, nach stalingrad, als der reichskanzler, anders als … Adolfs Clown weiterlesen

„Anleitung zum Verbrechen“

am 21. april 1933 wird „das testament des dr. mabuse“ in budapest uraufgeführt; die ns-prüfstelle hatte fritz langs in berlin und umgebung gedrehten krimi unmittelbar nach seiner fertigstellung wegen „gefährdung der öffentlichen ordnung und sicherheit“ (d.h. den deutlichen politischen anspielungen darin) auf anweisung des herrn propagandaminister verboten; tagebuch goebbels: „sehr aufregend. aber kann nicht freigegeben … „Anleitung zum Verbrechen“ weiterlesen

„Epy“ Epstein

israel epstein 伊斯雷爾·愛潑斯坦 *20. april 1915 - ein kaum bekannter jüdischer journalist, bei dessen beerdigung fast die gesamte chinesische führungsriege anwesend war.israel epstein, spitzname „epy", in china unter dem namen „ai pei“ bekannt, wurde in warschau geboren. seine eltern stammten aus wilna, waren bundisten und überzeugte sozialisten, der vater hatte in zaristischen gefängnissen, die mutter in der … „Epy“ Epstein weiterlesen