shoichi yokoi wurde berühmt, weil er sich noch 28 jahre nach ende des krieges in einer höhle versteckt hielt und erst am 24. januar 1972 entdeckt wurde. der unteroffizier der kaiserlich japanischen armee war 1943 mit 20000 weiteren soldaten nach guam geschickt worden, um die pazifikinsel zu verteidigen. als die us-truppen sie 1944 zurückeroberten, floh … 28 Jahre als Höhlenmensch weiterlesen
Kategorie: Diktaturen
Bis zur letzten Patrone…
wollte mal nachsehen, was am 27.januar 1945, dem tag der befreiung des vernichtungslagers auschwitz, so in deutschen zeitungen geschrieben wurde. hab es nur die „leipziger neuesten nachrichten“ online gefunden. aber es reicht, um zu sehen, dass sie immer noch nicht genug hatten. auf s. 1:"gauleiter und reichsstatthalter martin mutschmann* besucht immer und immer wieder in den … Bis zur letzten Patrone… weiterlesen
Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig
erwin blumenfeld, am 26. januar 1897 in berlin geboren (papa betrieb die regenschirm- und spazierstockfirma „jordan & blumenfeld), gilt als einer der großen fotografen des 20. jahrhunderts, wenn auch im gering geachteten bereich der modefotografie. besonders lieb sind mir seine weniger bekannten, frühen, zwischen 1916 und 1933 entstandenen (dada-)montagen. in dieser zeit nutzte er den … Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig weiterlesen
Käte Frankenthal
käte frankenthal (1889–1976). „ich bin eine jüdische, intellektuelle sozialistin – dreifacher fluch!“, beginnen ihre lebenserinnungen. dr. käte frankenthal war eine der ersten frauen, die in deutschland eine approbation bekam und vermutlich die erste, die frontärztin war. da die kaiserliche armee keine frauen wollte und die österreichisch-ungarischen sie annahm, versorgte sie verwundete in einem frontlazarett auf … Käte Frankenthal weiterlesen
Hindas Schuh
hinda stellvertretend für die vielen, von denen nicht einmal ein foto geblieben ist. der lederschuh gehörte der zweijährigen hinda. sie wurde am 18. januar 1942 im ghetto kaunas geboren. ihre eltern hießen zipora und dow kagan. ende 1943 wurden die kagans und andere ghettoinsassen nach aleksota verschleppt, um dort an entkräftung gestorbene sowjetische kriegsgefangene beim … Hindas Schuh weiterlesen
General Langnase
羅生特 / 罗生特 „general luó“, spitzname da-bidze („langnase“), am 11. januar 1903 als jakob rosenfeld in lemberg geboren. langnase studierte medizin in wien, arbeitete im krankenhaus rudolfstiftung und eröffnete dann in der wiener neustadt eine gutgehende praxis für urologie und gynäkologie. sofort nach dem „anschluss“ 1938 wurde er in dachau und dann buchenwald inhaftiert und ein jahr später … General Langnase weiterlesen
Die erste „Fackel“
16.1.1969. erinnerung an jan palach, der sich aus protest gegen den warschauer-pakt-einmarsch und die niederschlagung des prager frühlings auf dem wenzelsplatz selbst angezündet hat. in dem brief, den er bei sich trug, hieß es: “da unser land davor steht, der hoffnungslosigkeit zu erliegen, haben wir uns dazu entschlossen, unserem protest auf diese weise ausdruck zu … Die erste „Fackel“ weiterlesen
Berliner Panzerknacker
disconto-gesellschaft kleiststraße 23, ecke wittenbergplatz. tatort des spektakulärsten banküberfalls der vorkriegszeit, ausgeführt von den sass-brüdern. franz (*1904) und erich (*1906) sass wuchsen mit zwei weiteren geschwistern bei ihren eltern (der vater schneider, die mutter wäscherin) in einer 1-zimmer-hinterhaus-wohnung in der lübecker/ecke birkenstraße in moabit auf. mitte der 20er jahre begann ihre karriere. zur tarnung betrieben … Berliner Panzerknacker weiterlesen
Teresa Ries‘ Hexe
teresa feodorowna ries, geboren am 30. januar (lt. ries 1878, lt. lexika 1874, lt. reisepass und diversen urkunden 1866) in moskau, erregte zu ihrer zeit großes aufsehen mit ihren skulpturen... ries, die aus einer begüterten jüdischen familie stammte und mit der tochter tolstois ein französisches pensionat in moskau besucht hatte, war wegen aufmüpfigkeit aus der … Teresa Ries‘ Hexe weiterlesen
Rosenfelders Taschentücher
wer papiertaschentücher meint, sagt hierzulande meist einfach „tempo“. am 29. januar 1929 haben oskar, emil und karl rosenfelder ihre erfindung als warenzeichen beim reichspatentamt angemeldet. die söhne des bamberger hopfenhändlers isaak rosenfelder und seiner frau adelheid hatten schon 1902 die „bamberger closetpapierfabrik“ gegründet und nach deren verkauf die „vereinigten papierwerke heroldsberg“, deren verwaltungssitz sich in nürnberg … Rosenfelders Taschentücher weiterlesen
