Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig

erwin blumenfeld, am 26. januar 1897 in berlin geboren (papa betrieb die regenschirm- und spazierstockfirma „jordan & blumenfeld), gilt als einer der großen fotografen des 20. jahrhunderts, wenn auch im gering geachteten bereich der modefotografie.  besonders lieb sind mir seine weniger bekannten, frühen, zwischen 1916 und 1933 entstandenen (dada-)montagen. in dieser zeit nutzte er den … Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig weiterlesen

Käte Frankenthal

käte frankenthal (1889–1976). „ich bin eine jüdische, intellektuelle sozialistin – dreifacher fluch!“, beginnen ihre lebenserinnungen. dr. käte frankenthal war eine der ersten frauen, die in deutschland eine approbation bekam und vermutlich die erste, die frontärztin war. da die kaiserliche armee keine frauen wollte und die österreichisch-ungarischen sie annahm, versorgte sie verwundete in einem frontlazarett auf … Käte Frankenthal weiterlesen

Hindas Schuh

hinda stellvertretend für die vielen, von denen nicht einmal ein foto geblieben ist. der lederschuh gehörte der zweijährigen hinda. sie wurde am 18. januar 1942 im ghetto kaunas geboren. ihre eltern hießen zipora und dow kagan. ende 1943 wurden die kagans und andere ghettoinsassen nach aleksota verschleppt, um dort an entkräftung gestorbene sowjetische kriegsgefangene beim … Hindas Schuh weiterlesen

General Langnase

羅生特 / 罗生特 „general luó“, spitzname da-bidze („langnase“), am 11. januar 1903 als jakob rosenfeld in lemberg geboren. langnase studierte medizin in wien, arbeitete im krankenhaus rudolfstiftung und eröffnete dann in der wiener neustadt eine gutgehende praxis für urologie und gynäkologie. sofort nach dem „anschluss“ 1938 wurde er in dachau und dann buchenwald inhaftiert und ein jahr später … General Langnase weiterlesen

Die erste „Fackel“

16.1.1969. erinnerung an jan palach, der sich aus protest gegen den warschauer-pakt-einmarsch und die niederschlagung des prager frühlings auf dem wenzelsplatz selbst angezündet hat. in dem brief, den er bei sich trug, hieß es:  “da unser land davor steht, der hoffnungslosigkeit zu erliegen, haben wir uns dazu entschlossen, unserem protest auf diese weise ausdruck zu … Die erste „Fackel“ weiterlesen

Berliner Panzerknacker

disconto-gesellschaft kleiststraße 23, ecke wittenbergplatz. tatort des spektakulärsten banküberfalls der vorkriegszeit, ausgeführt von den sass-brüdern. franz (*1904) und erich (*1906) sass wuchsen mit zwei weiteren geschwistern bei ihren eltern (der vater schneider, die mutter wäscherin) in einer 1-zimmer-hinterhaus-wohnung in der lübecker/ecke birkenstraße in moabit auf. mitte der 20er jahre begann ihre karriere. zur tarnung betrieben … Berliner Panzerknacker weiterlesen

Teresa Ries‘ Hexe

teresa feodorowna ries, geboren am 30. januar (lt. ries 1878, lt. lexika 1874, lt. reisepass und diversen urkunden 1866) in moskau, erregte zu ihrer zeit großes aufsehen mit ihren skulpturen...  ries, die aus einer begüterten jüdischen familie stammte und mit der tochter tolstois ein französisches pensionat in moskau besucht hatte, war wegen aufmüpfigkeit aus der … Teresa Ries‘ Hexe weiterlesen

Rosenfelders Taschentücher

wer papiertaschentücher meint, sagt hierzulande meist einfach „tempo“. am 29. januar 1929 haben oskar, emil und karl rosenfelder ihre erfindung als warenzeichen beim reichspatentamt angemeldet. die söhne des bamberger hopfenhändlers isaak rosenfelder und seiner frau adelheid hatten schon 1902 die „bamberger closetpapierfabrik“ gegründet und nach deren verkauf die „vereinigten papierwerke heroldsberg“, deren verwaltungssitz sich in nürnberg … Rosenfelders Taschentücher weiterlesen

Sieben Kinder…

als die rote armee am vormittag des 27. januar 1945 das lager auschwitz erreichte, waren dort und in den außenlagern nur noch etwa 8000 häftlinge am leben, darunter 600 kinder. das obere bild stammt aus einem film, den alexander worontsov an diesem tag gedreht hat. sieben der kinder konnten identifiziert werden.  2.v.r. (halb verdeckt): bracha … Sieben Kinder… weiterlesen