Mariposas 

am 25. november 1960 lässt der dominikanische diktator trijollo die schwestern mirabal ermorden die familie mirabal hatte einen großen bauernhof im dorf ojo de agua; die schwestern galten als teil der sozialen elite, besuchten die grundschule in ihrem dorf und anschließend das katholische internat in der stadt la vega. patria mercedes (*1924) war die älteste … Mariposas  weiterlesen

„Rassenschande“-Urteil

leo katzenberger, geboren am 25. november 1873, war schuhgroßhänder und zeitweise vorsitzender der orthodoxen gemeinde adas israel in nürnberg. 1942 wurde er auf grundlage einer einzelnen anzeige nach einem schauprozess wegen „rassenschande“ hingerichtet - es war das einzige todesurteil, das aufgrund der nürnberger gesetze gesprochen wurde (sein anwalt, seine frau und seine geschwister wurden deportiert … „Rassenschande“-Urteil weiterlesen

Mohamed Husen

Am 24. November 1944 stirbt Mohamed Husen im KZ Sachsenhausen Die deutschen kannten Mohamed Husen aus zwei Dutzend Filmen, in denen er an der Seite von Ufa-Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann und Hans Albers zu sehen war – immer dann, wenn ein „Schwarzer“ gebraucht wurde …mohamed husen, der eigentlich majub bin adam mohamed hussein … Mohamed Husen weiterlesen

Graugänse und Volkskörper

Konrad Lorenz * 7. November 1903 Wien – Zoologe, Verhaltensforscher, Medizin-Nobelpreisträger, NSDAP-Mitglied Nr. 6.170.554 „Ich war als Deutschdenkender und Naturwissenschaftler selbstverständlich immer Nationalsozialist und aus weltanschaulichen Gründen erbitterter Feind des schwarzen Regimes (nie gespendet oder geflaggt) und hatte wegen dieser auch aus meinen Arbeiten hervorgehenden Einstellung Schwierigkeiten mit der Erlangung der Dozentur. Ich habe unter Wissenschaftlern und vor allem Studenten eine wirklich erfolgreiche Werbetätigkeit entfaltet, schon lange vor … Graugänse und Volkskörper weiterlesen

»Winter ade, Hunger tut weh«

Ein Gedenkbuch für die in das Getto Litzmannstadt deportierten Berliner Juden»Der Mond bietet ein grauenhaftes Bild. Grosse Lastwägen sind vollgestopft mit Kindern und älteren Personen. Weinende und laut schreiende Menschen laufen um die Autos herum. Mütter und Väter strecken flehend die Arme nach ihren Kindern aus. Die Kinder schreien nach ihren Müttern…«»Ich muss Michael aufwecken, … »Winter ade, Hunger tut weh« weiterlesen

Rotes „+“ für Töten

Die Aktion T4 ist benannt nach der Tiergartenstraße 4 und der streng geheimen Organisationszentrale für systematischen Krankenmord, die sich hier befand. In den Jahren 1940/41 fielen dieser „Patienten-Euthanasie“ über 70000 behinderte und „sozial oder ras- sisch unerwünschte“ Menschen zum Opfer.Vorausgegangen war 1939 ein Geheimerlass Hitlers zur „Gewährung des Gnadentodes“ bei „unheilbar Kranken“, der bis 1945 die einzige „Rechtsgrundlage“ blieb, auf deren Basis der NS-Staat „Euthanasie“ praktizierte. Vor dem Ausbau der Zentrale in Berlin und der Gründung von weiteren Tarnorganisationen (u.a. die Gemeinnützige Krankentransport GmbH) waren bei der sogenannten „Kindereuthanasie“ 1939 bereits mindestens 5000 Kinder und Säuglinge ermordet worden.Bei der „Erwachseneneuthanasie“ nun wurde mit einem eigenen Meldebogenverfahren die Arbeitsfähigkeit aller Anstaltsinsassen … Rotes „+“ für Töten weiterlesen

Jazzklub und Mauthausen

Die Odyssee des jüdischen „Zigeuner“-Musikers Oskar Siebert (20. Juni 1923 – 28. Mai 2009) Der im Bayrischen Wald geborene und im Berliner Wedding aufgewachsene hübsche junge Musikstudent wird bei der Kriminalpolizei als „Zigeunermischling plus“ registriert, nachdem er im April 1941 mit seinem jüngeren Bruder Egon, Vater Erwin Siebert, einem Geigenbauer und deutschen „Zigeuner“ und Mutter Alexandra Gutkina, einer russischen Jüdin (die er 1918 als deutscher Kriegsgefangener in Moskau kennen gelernt hatte), verhaftet und zur Rassehygienischen Forschungsstelle in Dahlem gebracht wurde.Da ist Oskar Siebert 17 Jahre alt und spielt nachts Geige oder Gitarre in Bars und Klubs, seit die Rassegesetze … Jazzklub und Mauthausen weiterlesen

275 Stunden mit Adolf Eichmann

Avner Werner Less, 1916–1987 Bettina Stangneth wurde auf ihn aufmerksam, weil zwischen den 3 564 (!) Seiten Abschrift des Verhörs, das Avner Werner Less zwischen Mai 1960 und Januar 1961 mit Adolf Eichmann geführt hatte, ein Notizzettel steckte, der sie neugierig machte. »Lüge!!! alles Lüge!!!« stand darauf, weiter nichts. Wer war der Mensch hinter dem israelischen … 275 Stunden mit Adolf Eichmann weiterlesen

Stasi-Himmel

Die Odyssee eines jüdischen Kinderarztes durch die Gefängnisse der DDR 1968. Anatol Rosenbaum, der damals noch Held heißt, wird in Ost-Berlin verhaftet. Das Verbrechen des 29-jährigenKinderarztes besteht darin – schreibt er in seinen Erinnerungen – „zusammen mit meiner Familie das unfreie Land des roten Sozialismus verlassen zu wollen“. Verurteilt wird er letztlich als „zionistischer Agent“, derein Land verraten haben soll, „in dem sogar Juden Generäle werden können“, wie er einen seiner Vernehmer zitiert.Und … Stasi-Himmel weiterlesen

Kallmann & Coleman

Wie sich ein Geschwisterpaar nach 60 Jahren dank Internet wiederfand »Hören Sie, ich habe meine Schwester wiedergefunden. Wir sehen uns zum ersten Mal wieder, nach 60 Jahren! Ist das nichts für die Zeitung?«…  Das Telefonat fand Ende Dezember statt. Bereits einen Monat später sitzen die »wiedervereinigten« Geschwister, die seit Jahrzehnten schlappe 6500 Kilometer voneinander entfernt … Kallmann & Coleman weiterlesen