„Werfel“ im „Himmel“

der glückselige kleine mit seinen neuen schuhen, erstmals abgedruckt in LIFE magazin, dezember 1946, bildunterschrift: „werfel, ein 6-jähriger österreichischer waisenjunge, strahlt vor unbändiger freude, als er ein neues paar schuhe an sich drückt, das ihm das amerikanische rote kreuz geschenkt hat.“vermutlich hat ein deutsch-unkundiger redakteur oder setzer „werfel“ für einen vornamen gehalten; how eher. der … „Werfel“ im „Himmel“ weiterlesen

Hungerkosten-Erlass

30. november 1942: das bayrische innenministerium zeichnet den "hungerkosten-erlass" nach der einstellung der organisierten krankenmorde im rahmen der aktion T4 hatten die deutschen heil- und pflegeanstalten nach august 1941 keine effektiven mittel mehr, „unwerte" patient*innen loszuwerden. zudem hatten sie das problem, dass ihnen das personal (die männer wurden an die front geschickt) und die tötungsmedikamente … Hungerkosten-Erlass weiterlesen

Vergessene Sozialdemokratin

Sidonie Zippora Sender Toni Sender, *29. november 1888, heute kaum noch erinnert, war eine der bekanntesten Politikerinnen der Weimarer Republik, Gewerkschafterin und Journalistin … „Im neuen Staat, der deutschen Republik, ist die Frau wenigstens soweit aus früherer Rechtlosigkeit befreit, daß sie durch die sozialdemokratische Partei das Recht zu wählen bekam. Und wir Frauen sind die … Vergessene Sozialdemokratin weiterlesen

Stefan Zweig…

stefan samuel* zweig *28. november 1881 aus einem interview im pariser l’intransigeant vom 12.12.1933:[…] Es ist bekannt, dass die neue Regierung des Reichs die Bücher Stefan Zweigs aus den Bibliotheken entfernen und eine nicht geringe Anzahl von ihnen öffentlich verbrennen hat lassen. […]„Es war ein sehr harter Schlag für uns. Wenn man in einem Land … Stefan Zweig… weiterlesen

Der Pädagoge Otto Stamfort

„Mich versuchte er nie umzubiegen. Er respektierte, dass ich politisch auf einem anderen Dampfer war“, schrieb Helmut Kohl in seinen Lebenserinnerungen über den damaligen Gymnasiallehrer Otto Stamfort (1901–1981).Anders als Alt-Kanzler Kohl ist Otto Stamfort fast vergessen und bis auf Eckdaten auch nicht allzuviel über ihn bekannt. Er wurde am 26. November 1901 im niedersächsischen Stemmen (Lippe) als ältestes … Der Pädagoge Otto Stamfort weiterlesen

Mariposas 

am 25. november 1960 lässt der dominikanische diktator trijollo die schwestern mirabal ermorden die familie mirabal hatte einen großen bauernhof im dorf ojo de agua; die schwestern galten als teil der sozialen elite, besuchten die grundschule in ihrem dorf und anschließend das katholische internat in der stadt la vega. patria mercedes (*1924) war die älteste … Mariposas  weiterlesen

„Rassenschande“-Urteil

leo katzenberger, geboren am 25. november 1873, war schuhgroßhänder und zeitweise vorsitzender der orthodoxen gemeinde adas israel in nürnberg. 1942 wurde er auf grundlage einer einzelnen anzeige nach einem schauprozess wegen „rassenschande“ hingerichtet - es war das einzige todesurteil, das aufgrund der nürnberger gesetze gesprochen wurde (sein anwalt, seine frau und seine geschwister wurden deportiert … „Rassenschande“-Urteil weiterlesen

Mohamed Husen

Am 24. November 1944 stirbt Mohamed Husen im KZ Sachsenhausen Die deutschen kannten Mohamed Husen aus zwei Dutzend Filmen, in denen er an der Seite von Ufa-Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann und Hans Albers zu sehen war – immer dann, wenn ein „Schwarzer“ gebraucht wurde …mohamed husen, der eigentlich majub bin adam mohamed hussein … Mohamed Husen weiterlesen

Graugänse und Volkskörper

Konrad Lorenz * 7. November 1903 Wien – Zoologe, Verhaltensforscher, Medizin-Nobelpreisträger, NSDAP-Mitglied Nr. 6.170.554 „Ich war als Deutschdenkender und Naturwissenschaftler selbstverständlich immer Nationalsozialist und aus weltanschaulichen Gründen erbitterter Feind des schwarzen Regimes (nie gespendet oder geflaggt) und hatte wegen dieser auch aus meinen Arbeiten hervorgehenden Einstellung Schwierigkeiten mit der Erlangung der Dozentur. Ich habe unter Wissenschaftlern und vor allem Studenten eine wirklich erfolgreiche Werbetätigkeit entfaltet, schon lange vor … Graugänse und Volkskörper weiterlesen

»Winter ade, Hunger tut weh«

Ein Gedenkbuch für die in das Getto Litzmannstadt deportierten Berliner Juden»Der Mond bietet ein grauenhaftes Bild. Grosse Lastwägen sind vollgestopft mit Kindern und älteren Personen. Weinende und laut schreiende Menschen laufen um die Autos herum. Mütter und Väter strecken flehend die Arme nach ihren Kindern aus. Die Kinder schreien nach ihren Müttern…«»Ich muss Michael aufwecken, … »Winter ade, Hunger tut weh« weiterlesen