„Der krasse Fall aus meiner Verwandtschaft“

Nordeck, 3. März 1884. Der Mann schlägt Johanna W. (56) zweimal mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf; ihre Schädelknochen splittern, sie bricht blutend zusammen. Dann stürzt er sich auf Salomon W. (69) und würgt ihn. Der wehrt sich verzweifelt, bis ihn die Kraft verlässt, und er schließlich erstickt. Johanna und Salomon sind die Großeltern des Schriftstellers Friedrich Wolf…

Der letzte Tag im Leben von Mala (26) und Edek (20)

Ihre Liebe, Flucht und ihr Tod am 22. August 1944 wurden in der Geschichte des Lagers Auschwitz legendär.Edward Galiński, Edek, 1923 bei Jarosław geboren, war Schüler der Seefahrtsschule in Pińsk, als er mit 17 verhaftet, im Juni 1940 mit dem ersten Transport politischer Gefangener nach Auschwitz kam und zum Häftling nr. 531 wurde. Mala Zimetbaum … Der letzte Tag im Leben von Mala (26) und Edek (20) weiterlesen

Pogrom von Kielce

 Am 4. Juli 1946, über ein Jahr nach der deutschen Kapitulation und dem angenommenen Ende der Judenverfolgung, massakriert ein Mob im polnischen Kielce über 40 Juden und verletzt 80 weitere zum Teil lebensgefährlich.Auslöser war ein Gerücht. Am 1. Juli war ein 8-jähriger verschwunden und von seinem Vater als vermisst gemeldet worden. Zwei Tage später tauchte … Pogrom von Kielce weiterlesen

In memory of Ernst Toller

22. Mai 1939. Ernst Toller erhängt sich in seinem New Yorker Hotelzimmer, in dem er, der jüdische Autor („Masse Mensch“, „Hoppla, wir leben“) und Antifaschist nach der Flucht aus Nazi-Deutschland und geplagt von Depressionen seit einem Jahr lebt. Der „Völkische Beobachter“ höhnt „im Mayflower-Hotel baumelt ein Mann“, W.H. Auden schreibt ein Epitaph:In memory of Ernst … In memory of Ernst Toller weiterlesen

„Deshalb hoffte ich, im Frühling zu sterben“

Frauen in der Roten Armee. _Als „vertierte Flintenweiber“ hat sie die NS-Propaganda denunziert, als „Feldmatratzen“ wurden sie von den eigenen Landsleuten verhöhnt – weibliche Angehörige der sowjetischen Armee. Bis zu einer Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gedient. Obwohl die Rotarmistinnen ihrer Anzahl wie Tätigkeit nach historisch etwas völlig Neues waren, … „Deshalb hoffte ich, im Frühling zu sterben“ weiterlesen

„Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“

Marianne Grunthal 31.1.1896 – 2.5.1945 „gott sei dank, dann gibt es frieden!“ – für diesen leisen seufzer musste sie am 2. mai 1945 sterben, eine stunde vor ankunft der amerikanischen truppen in schwerinmarianne grunthal war eine unpolitische frau, die tochter eines metzgers aus zehdenick, die im ersten weltkrieg in berlin pädagogik studiert und an der … „Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“ weiterlesen