Dora Gerson

Dora Gerson 23.3.1899 Berlin – 14.2.1943 Auschwitz Max und Johanna Gerson wurden noch in einer pommerschen bzw. schlesischen Kleinstadt geboren, ihre Töchter Erna und Dorothea schon in Berlin. Erna starb jung, Dorothea wurde „Dora“ und Schauspielerin.Sie besuchte Max Reinhardts Schauspielschule am deutschen Theater, mimte dann in Karl-May-Stummfilmen (u. a. „Die Todeskarawane) mit, heiratete ihren Theaterkollegen … Dora Gerson weiterlesen

Der letzte Tango in Treblinka

Artur Gold war 1939 auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Geboren am 17. März 1897 in Warschau als Sohn von Michał Gold, dem Ersten Flötisten der Warschauer Oper (der während einer Aufführung hinter seinem Notenständer starb, als Artur fünf war) und von Helena Melodist, die aus einer Dynastie berühmten Klezmer-Musiker stammte, gehörte Artur Gold in der Zwischenkriegszeit zu … Der letzte Tango in Treblinka weiterlesen

Malerdichter

Max Jacob 12.7.1876 – 4.3.1944 der malerdichter stammte aus der bretagne, teilte sich mit picasso auf dem montmartre ein zimmer, war mit apollinaire und modigliani befreundet (und wurde von ihnen gemalt), konvertierte vom judentum zum katholizismus (picasso malte ihn daraufhin in seinem bild „die drei musikanten“ als mönch), wurde nach der deportation seiner familie im februar … Malerdichter weiterlesen

…so scharf auf Seele

„Sie sind zwar zum Tode verurteilt, mein Kind, aber weiss Gott, Sie hätten Talent gehabt, am Leben zu bleiben“ (Lili Grün) Elisabeth Grün, heute vor 112 Jahren, am 3. Februar 1904, in Wien als jüngstes von vier Kindern des aus dem ungarischen Élesd stammenden Schnurrbartbinden-und Haarnetz-Fabrikanten Hermann Grün und seiner Frau Regina Goldstein geboren, verlor mit … …so scharf auf Seele weiterlesen

„Man würde ja einem Verbrecher einen Eid geben …“

Franz Dionysius Reinisch *1. Februar 1903 – war der einzige Priester, der sich geweigert hat, den Fahneneid auf Hitler zu leisten, auch noch, als er damit sein Todesurteil hätte abwenden können …„Den Eid, den Soldateneid* auf die nationalsozialistische Fahne, auf den Führer, darf man nicht leisten. das ist sündhaft. Man würde ja einem Verbrecher einen Eid … „Man würde ja einem Verbrecher einen Eid geben …“ weiterlesen

Ungesühnter Mord

In memoriam Shlomo Levin und Frida Poeschke am 19. dezember 1980, klingelt ein unbekannter gegen 19 uhr an der tür des verlegers rabbiner shlomo levin und seiner lebensgefährtin frida poeschke in erlangen und tötet erst ihn, dann sie mit jeweils vier schüssen aus einer maschinenpistole. statt den hinweisen vor ort – u.a. eine zurückgelassene sonnenbrille … Ungesühnter Mord weiterlesen

Selma Mehrbaum, Dichterin

Selma Meerbaum 15.8.1924 Czernowitz – 16.12.1942 Arbeitslager MichailowkaDie Bäume sind von weichem Lichte übergossen,im Winde zitternd glitzert jedes Blatt.Der Himmel, seidig-blau und glatt,ist wie ein Tropfen Tau vom Morgenwind vergossen.Die Tannen sind in sanfte Röte eingeschlossenund beugen sich vor seiner Majestät, dem Wind.Hinter den Pappeln blickt der Mond aufs Kind,das ihm den Gruß schon zugelächelt … Selma Mehrbaum, Dichterin weiterlesen

Jura Soyfer

8.12.1912 charkow – 16.2.1939 kz buchenwald • Das Lied von der OrdnungDaß wir Hunger haben, ist nicht wichtig,Nebensache, daß wir betteln gehn,Unsere Klagen weist man ab als nichtig,Hauptsache: Die Ordnung bleibt bestehn!Wer‹s noch nicht gemerkt hat, mag‹s jetzt hören:Eine Ordnung gibt‹s auf dieser Welt,Sie ist da, damit wir sie nicht stören,Und wir halten sie, weil … Jura Soyfer weiterlesen