Freuds Schwestern

am 5. februar 1943 stirbt adolfine freud in theresienstadt. sie war eine der fünf schwestern sigmund freuds, von denen vier aus wien deportiert und umgebracht wurden. bis auf anna, die 1921 in die usa ausgewandert war, wurden vor adolfine („dolfi“) schon marie („mitzi“) und pauline („pauli“) in maly trostinez bei minsk ermordet, und nach ihr … Freuds Schwestern weiterlesen

Esther Grynszpan

esther. letztens bin ich in hannover zufällig über diese beiden steine gestolpert. bis dahin wußte ich weder, dass herschel grynszpan, den jeder kennt, weil er 1938 den deutschen diplomaten von rath in paris erschossen hat (die „legitimation“ für die novemberpogrome), aus hannover kam, noch dass er eine schwester hier hatte: esther. viel konnte ich über … Esther Grynszpan weiterlesen

Kekse von Mengele

dinah gottliebová-babbitt (1923–2009) überlebte auschwitz, weil sie zeichnen konnte und josef mengele ihre bilder gefielen. dinah studierte malerei und bildhauerei in brno und wurde mit 19 jahren mit ihrer mutter von prag aus erst nach theresienstadt, dann nach auschwitz verschleppt. hier traf sie ihren vater und dessen neue familie wieder, alle wurden vergast. und hier … Kekse von Mengele weiterlesen

Hindas Schuh

hinda stellvertretend für die vielen, von denen nicht einmal ein foto geblieben ist. der lederschuh gehörte der zweijährigen hinda. sie wurde am 18. januar 1942 im ghetto kaunas geboren. ihre eltern hießen zipora und dow kagan. ende 1943 wurden die kagans und andere ghettoinsassen nach aleksota verschleppt, um dort an entkräftung gestorbene sowjetische kriegsgefangene beim … Hindas Schuh weiterlesen

Die erste „Fackel“

16.1.1969. erinnerung an jan palach, der sich aus protest gegen den warschauer-pakt-einmarsch und die niederschlagung des prager frühlings auf dem wenzelsplatz selbst angezündet hat. in dem brief, den er bei sich trug, hieß es:  “da unser land davor steht, der hoffnungslosigkeit zu erliegen, haben wir uns dazu entschlossen, unserem protest auf diese weise ausdruck zu … Die erste „Fackel“ weiterlesen

Rosenfelders Taschentücher

wer papiertaschentücher meint, sagt hierzulande meist einfach „tempo“. am 29. januar 1929 haben oskar, emil und karl rosenfelder ihre erfindung als warenzeichen beim reichspatentamt angemeldet. die söhne des bamberger hopfenhändlers isaak rosenfelder und seiner frau adelheid hatten schon 1902 die „bamberger closetpapierfabrik“ gegründet und nach deren verkauf die „vereinigten papierwerke heroldsberg“, deren verwaltungssitz sich in nürnberg … Rosenfelders Taschentücher weiterlesen

Sieben Kinder…

als die rote armee am vormittag des 27. januar 1945 das lager auschwitz erreichte, waren dort und in den außenlagern nur noch etwa 8000 häftlinge am leben, darunter 600 kinder. das obere bild stammt aus einem film, den alexander worontsov an diesem tag gedreht hat. sieben der kinder konnten identifiziert werden.  2.v.r. (halb verdeckt): bracha … Sieben Kinder… weiterlesen