vera menchik *16.2.1906 war die erste schachweltmeisterin und konnte den titel 17 jahre lang verteidigen, bis sie - zusammen mit schwester und mutter - in london von deutschen bomben getötet wurde. vera und ihre schwester olga wurden in moskau geboren. der vater war tscheche, die mutter britin. beide mädchen lernten schon früh schach spielen. 1921 … Der „Vera Menchik Club“ weiterlesen
Kategorie: Gedenken
Herbert Baum
herbert baum *10.2.1912, wuchs in der berliner jüdischen jugendbewegung auf. er, seine spätere frau marianne, seine freunde martin und sala kochmann und die schwestern hella und alice hirsch bildeten den kern der widerstandsgruppierungen, die heute unter "herbert-baum-gruppe“ subsummiert werden. herbert lernte elektriker und besuchte abendkurse, weil er ingenieur werden wollte, wurde als jude jedoch 1935 … Herbert Baum weiterlesen
Justizmord
am 4. februar 1738 wurde joseph süß oppenheimer wurde vor 20000 schaulustigen erdrosselt. und sein leichnam anschließend in einem rot gestrichenen käfig sechs jahre lang in der residenzhauptstadt stuttgart öffentlich ausgestellt. die schrift, mit der der tübinger hofgerichtsadvokaten andreas michael mögling oppenheimer damals verteidigen wollte, ist erst vor zehn jahren aufgetaucht. ein später zusätzlicher beleg … Justizmord weiterlesen
Freuds Schwestern
am 5. februar 1943 stirbt adolfine freud in theresienstadt. sie war eine der fünf schwestern sigmund freuds, von denen vier aus wien deportiert und umgebracht wurden. bis auf anna, die 1921 in die usa ausgewandert war, wurden vor adolfine („dolfi“) schon marie („mitzi“) und pauline („pauli“) in maly trostinez bei minsk ermordet, und nach ihr … Freuds Schwestern weiterlesen
„Also lass es Janek sein“
15. Februar 1943: Rutka Laskier, 14 Jahre alt, schreibt in ihr Tagebuch:"Montag habe ich nicht geschrieben und es gab nichts zu schreiben. Vielleicht nur die Tatsache, dass die Deutschen sich von der Ostfront zurückgezogen haben, was das Ende des Krieges bedeuten könnte... Ich habe nur Angst, dass wir Juden früher erledigt sein werden... Aber wie … „Also lass es Janek sein“ weiterlesen
Esther Grynszpan
esther. letztens bin ich in hannover zufällig über diese beiden steine gestolpert. bis dahin wußte ich weder, dass herschel grynszpan, den jeder kennt, weil er 1938 den deutschen diplomaten von rath in paris erschossen hat (die „legitimation“ für die novemberpogrome), aus hannover kam, noch dass er eine schwester hier hatte: esther. viel konnte ich über … Esther Grynszpan weiterlesen
Kekse von Mengele
dinah gottliebová-babbitt (1923–2009) überlebte auschwitz, weil sie zeichnen konnte und josef mengele ihre bilder gefielen. dinah studierte malerei und bildhauerei in brno und wurde mit 19 jahren mit ihrer mutter von prag aus erst nach theresienstadt, dann nach auschwitz verschleppt. hier traf sie ihren vater und dessen neue familie wieder, alle wurden vergast. und hier … Kekse von Mengele weiterlesen
Hindas Schuh
hinda stellvertretend für die vielen, von denen nicht einmal ein foto geblieben ist. der lederschuh gehörte der zweijährigen hinda. sie wurde am 18. januar 1942 im ghetto kaunas geboren. ihre eltern hießen zipora und dow kagan. ende 1943 wurden die kagans und andere ghettoinsassen nach aleksota verschleppt, um dort an entkräftung gestorbene sowjetische kriegsgefangene beim … Hindas Schuh weiterlesen
Die erste „Fackel“
16.1.1969. erinnerung an jan palach, der sich aus protest gegen den warschauer-pakt-einmarsch und die niederschlagung des prager frühlings auf dem wenzelsplatz selbst angezündet hat. in dem brief, den er bei sich trug, hieß es: “da unser land davor steht, der hoffnungslosigkeit zu erliegen, haben wir uns dazu entschlossen, unserem protest auf diese weise ausdruck zu … Die erste „Fackel“ weiterlesen
Rosenfelders Taschentücher
wer papiertaschentücher meint, sagt hierzulande meist einfach „tempo“. am 29. januar 1929 haben oskar, emil und karl rosenfelder ihre erfindung als warenzeichen beim reichspatentamt angemeldet. die söhne des bamberger hopfenhändlers isaak rosenfelder und seiner frau adelheid hatten schon 1902 die „bamberger closetpapierfabrik“ gegründet und nach deren verkauf die „vereinigten papierwerke heroldsberg“, deren verwaltungssitz sich in nürnberg … Rosenfelders Taschentücher weiterlesen

