zum 30. jahrestag des untergangs der titanic am 15. april 1912 verfilmt die berliner tobis-filmkunst gmbh die katastrophe – als antibritisches propagandastück, mit einem budget von drei millionen reichsmark eine der teuersten filmproduktionen des dritten reichs. goebbels will britische schlamperei, korruption, skrupellosigkeit, verkommenen geldadel, verantwortungslose schiffseigner usw. vorführen und lässt sich ein passendes drehbuch stricken. … Titanic in Gotenhafen weiterlesen
Kategorie: Künstler:innen
Moses’ Enkelin
rebecka lejeune dirichlet 11.4.1811–1.12.1858die enkelin des aufklärers moses mendelssohn und kleine schwester von felix mendelssohn bartholdy und fanny hensel stand ihr leben lang im schatten ihrer geschwister. zu unrecht.„sie war weniger musikalisch als die ältesten geschwister, aber die schärfe ihres verstandes, ihr geist und ihr sprudelnder witz zeichneten sie vor allen aus“, schrieb sebastian hensel … Moses’ Enkelin weiterlesen
Die jüdische Primadonna aus Mainz
Karoline Stern *10. April 1800 Maximilian, der jüngste Bruder Heinrich Heines schrieb 1868 in seinen Erinnerungen: „In dem ‚Buche der Lieder‘ befindet sich ein Gedicht unter dem Titel: An eine Sängerin, als sie eine alte Romanze sang, mit dem Anfange „Ich denke noch der Zaubervollen, / Wie sie zuerst mein Auge sah.“ aus der frühesten … Die jüdische Primadonna aus Mainz weiterlesen
Hermine Moos und Kokoschkas Obsession
Die Puppenbauerin und ihr Fetzenbalg Als Hermine Moos im Sommer 1918 den Auftrag bekommt, für den Maler Oskar Kokoschka, eine lebensgroße Puppe zu bauen, die ihn von der Obsession für seine Ex-Gliebte Alma Mahler kurieren sollte, ist sie 30 Jahre alt und lebt sie mit ihren Eltern in der Kunigundenstraße 29 in Schwabing. Sie ist … Hermine Moos und Kokoschkas Obsession weiterlesen
Vincents Ohr
am 23. dezember 1888 schneidet sich vincent van gogh einen teil des linken ohrs ab, am 30. märz stirbt erdie in arles erscheinende zeitung forum républicain am 30.12.1888: „letzten sonntag um 23.30 uhr erschien eine gewisser vincent vangogh, maler, gebürtig aus holland, im bordell nr.1, verlangte nach einer gewissen rachel und hat ihr sein ohr … Vincents Ohr weiterlesen
Dora Gerson
Dora Gerson 23.3.1899 Berlin – 14.2.1943 Auschwitz Max und Johanna Gerson wurden noch in einer pommerschen bzw. schlesischen Kleinstadt geboren, ihre Töchter Erna und Dorothea schon in Berlin. Erna starb jung, Dorothea wurde „Dora“ und Schauspielerin.Sie besuchte Max Reinhardts Schauspielschule am deutschen Theater, mimte dann in Karl-May-Stummfilmen (u. a. „Die Todeskarawane) mit, heiratete ihren Theaterkollegen … Dora Gerson weiterlesen
Non omnis moriar
Das letzte Gedicht der als Sara Polina Gincburg am 22. März 1917 in Kyiv geborenen Ausnahme-Lyrikerin Zuzanna Ginczanka, die vor den Deutschen aus Warschau nach Lemberg floh, von ihren Nachbarn verraten wieder fliehen musste, nach erneuter Denunziation von der Gestapo verhaftet, gefoltert und 1944 erschossen wurde. „Non omnis moriar“ (Nicht alles von mir wird sterben … Non omnis moriar weiterlesen
Malerdichter
Max Jacob 12.7.1876 – 4.3.1944 der malerdichter stammte aus der bretagne, teilte sich mit picasso auf dem montmartre ein zimmer, war mit apollinaire und modigliani befreundet (und wurde von ihnen gemalt), konvertierte vom judentum zum katholizismus (picasso malte ihn daraufhin in seinem bild „die drei musikanten“ als mönch), wurde nach der deportation seiner familie im februar … Malerdichter weiterlesen
Jussuf Abbo – der Galiläer
Bin an diesem Gesicht hängen geblieben. Dachte, wow, wer ist das denn! Also: Jussuf Abbo, ein Lasker-Schüler-Freund. ein Landarbeitersohn, am 14.Februar 1888 in Zfat im damaligen Palästina geboren, kam 1911 nach Berlin und studierte an der Charlottenburger Kunsthochschule Bildhauerei und Malerei. Er war bekannt wie ein bunter Hund in der Szene und Flechtheim einer seiner … Jussuf Abbo – der Galiläer weiterlesen
Elses Blauer Reiter
Else Lasker-Schüler *11.2.1868 Malik, 6. Brief, für Franz Marc, 1919: Blauer Reiter, ich bin alleine fromm in der fremden Stadt. Kein Mensch kommt hier in den Himmel. Bitte gehe einmal über den Kurfürstendamm, bieg in die Tauentzienstraße ein, kannst' Du Dir vorstellen, daß ein Dirbegegnender in den Himmel kommt? Sag' mir, blauer Reiter, komm ich … Elses Blauer Reiter weiterlesen










