Heinrich Heine in der Bronx

zu seinem 100. geburtstag sollte heinrich heine in seiner heimatstadt düsseldorf, größtenteils finanziert von kaiserin „sissi“, ein denkmal errichtet werden. am 8. juli 1899 wurde es eingeweiht. aber nicht etwa in düsseldorf, sondern in der bronx… rückblende (für alle, die immer noch glauben, der judenhass und die dazu passende rhetorik seien 1933 entstanden und provinzpossen … Heinrich Heine in der Bronx weiterlesen

Hannah Szenes

hannah szenes wird 1921 in budapest geboren, emigriert nach palästina, schließt sich 1939 der britischen armee an, springt 1944 mit dem fallschirm hinter der feindlichen linie in jugoslawien ab, ist drei monate bei titos partisanen, überquert am 12. mai 1944 die ungarische grenze, wird einen tag später verhaftet, eingesperrt und gefoltert, ohne jemanden zu verraten, … Hannah Szenes weiterlesen

„Wenn ich tot bin, wird mein Name schweben eine kleine Weile ob der Welt…“

Am 27./28. Februar 1943 wurden Tausende jüdische Zwangsarbeiter an ihren Arbeitsstätten verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Auch die Berliner Dichterin Gertrud Kolmar fiel dieser sogenannten »Fabrik-Aktion« zum Opfer… Gertrud Kolmar gilt heute als „eine der größten Lyrikerinnen“ (Nelly Sachs) der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1894 in Berlin als Tochter des Anwaltes und späteren Justizrates … „Wenn ich tot bin, wird mein Name schweben eine kleine Weile ob der Welt…“ weiterlesen

Peinliche Pseudo-Tante

friederike kempner, die jüdische gutsherrentochter aus schlesien (1828–1904), war ihrer familie so peinlich, dass die versuchte, komplette auflagen ihrer gedichte aufzukaufen. selbst theaterkritiker alfred kempner, obwohl nur über hundert ecken mit ihr verwandt, änderte seinen namen in kerr* [Gehabt euch wohl:]Gehabt euch wohl, Gott segne euch, Euch alle im Sonnenlicht, Dich Vöglein, Röslein, Immergrün, Die Dornen und die – … Peinliche Pseudo-Tante weiterlesen

Nautilus

wo jules vernes kapitän nemo den namen für sein u-boot her hat:  am 3. juni 1801 führt der amerikaner robert fulton in le havre einer erstaunten marinekommission sein unterseeboot vor: die „nautilus“. es gab schon vorher versuche mit tauchbooten (von cornelius drebbel 1620, denis papin 1691 und david bushnell 1776), aber die waren allesamt aus … Nautilus weiterlesen

Petersburg im Jahr 1913

anna achmatova | aнна aхматова *23.6.1886 Petersburg im Jahr 1913. Ein lyrisches Intermezzo: die letzte Erinnerung an Zarskoje Selo. Halb gedenkend, halb prophezeiend murmelt der Wind:Heiße Brände an Weihnachtstagen, von den Brücken fielen die Wagen,und die Stadt trieb im Trauerkleidauf der Newa – dem Strom entgegen –auf unbestimmbaren Wegen –von den Toten ... In Dunkelheitdas Galernaja-Tor. … Petersburg im Jahr 1913 weiterlesen

Remarques Schwester

erich maria remarque *22. juni 1898, hat neben „im westen nichts neues“ über ein dutzend romane geschrieben, wie „der funke leben“ um den widerstand einer gruppe häftlinge in einem fiktiven kz. warum das buch 1952 in deutschland ohne die widmung im original erschien, ist nicht bekannt: „to the memory of my sister elfriede“…remarque, der nach … Remarques Schwester weiterlesen

Verbotene Bücher

14. juni 1966: die katholische kirche hebt ihren seit 1559 geführten „index librorum prohibitorum“ auf, das verzeichnis verbotener bücher. man wundert sich über gar nix mehr, wenn man liest, wer da alles mit einzelnen oder sämtlichen werken noch bis zuletzt drauf stand: u.a. balzac, descartes, diderot, heine, kant, beauvoir, sartre, casanova, dumas, maeterlinck, gide, voltaire, … Verbotene Bücher weiterlesen