Geigen-Primas

Dajos Béla, geboren am 19. Dezember 1897 in Kiew als Lew Golzmann, war ein ukrainisch-ungarisch-jüdischer Geiger und Tanzkapellenleiter _Eigentlich wollte er Anwalt werden, musste aber in Weltkrieg ziehen, und studierte anschließend kurz Jura, dann aber Violine und schloss das Kiewer Konservatorium im Juni 1918 mit dem höchsten Abschluss – „Freier Künstler“ – ab. In Moskau … Geigen-Primas weiterlesen

Tierisch gut

16.12.1921 – todestag camille saint-saëns der franzose hat über 600 stücke hinterlassen, aber ausgerechnet sein populärstes werk – „der karneval der tiere“  (youtu.be/k2RPKMJmSp0) – durfte zu seinen lebzeiten weder gedruckt noch öffentlich aufgeführt werden komponiert hat camille saint-saëns „le carnaval des animaux“ im januar 1886 in seinem rückzugsdorf in der nähe von prag, nachdem ihn … Tierisch gut weiterlesen

Moisei Beregovkys Erbe

Moisei Beregovsky – *15.12.1892 – ist der Mann, der die jiddische Musik der Ukraine und Galiziens quasi im Alleingang vor dem Vergessen bewahrt hat. 1892 als Sohn eines Cheder-Lehrers in Termachovka bei Kyiev geboren, studierte er Komposition und Cello, arbeitete als Stimmtrainer in jüdischen Waisenhäusern in Petrograd und Moskau, wurde 1928 Leiter der Abteilung musikalische … Moisei Beregovkys Erbe weiterlesen

Anton Rubinstein

anton rubinstein * 28. november 1829  „den juden bin ich ein christ, den christen ein jude, den russen ein deutscher, den deutschen ein russe, den pianisten ein komponist, den komponisten ein pianist, den klassikern ein futurist, den futuristen ein reaktionär. fazit: weder fisch noch fleisch, nur ein erbärmliches geschöpf.“ #демон (dafür mindestens 4x von ilja … Anton Rubinstein weiterlesen

Life Hack mit Smetana 

dass der aus rumänien stammende samuel cohen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen erfinder der neutronenbombe) 1880 beim komponieren der (heutigen) israelischen nationalhymne „hatikwa“ auf das moldawische volkslied „carul cu boi“ und auf bedřich smetanas „moldau“ aus dessen nationalem musikepos „mein vaterland“ zurückgegriffen hat oder haben soll (oder smetana zuvor bereits auf die volksliedquelle), kam … Life Hack mit Smetana  weiterlesen

Jazzklub und Mauthausen

Die Odyssee des jüdischen „Zigeuner“-Musikers Oskar Siebert (20. Juni 1923 – 28. Mai 2009) Der im Bayrischen Wald geborene und im Berliner Wedding aufgewachsene hübsche junge Musikstudent wird bei der Kriminalpolizei als „Zigeunermischling plus“ registriert, nachdem er im April 1941 mit seinem jüngeren Bruder Egon, Vater Erwin Siebert, einem Geigenbauer und deutschen „Zigeuner“ und Mutter Alexandra Gutkina, einer russischen Jüdin (die er 1918 als deutscher Kriegsgefangener in Moskau kennen gelernt hatte), verhaftet und zur Rassehygienischen Forschungsstelle in Dahlem gebracht wurde.Da ist Oskar Siebert 17 Jahre alt und spielt nachts Geige oder Gitarre in Bars und Klubs, seit die Rassegesetze … Jazzklub und Mauthausen weiterlesen

Synagogenmusik aus Süddeutschland

Beim Stichwort Süddeutschland fallen den meisten vermutlich eher Bier, Dirdl und Lederhosen als Juden und Synagogalmusik ein. Und doch haben sowohl Bier als auch Trachten eine jüdische Komponente und liegen in Süddeutschland die Wurzeln der modernen Synagogal- und Chormusik. Es war der Chasan, Sänger und Musikologe MAIER KOHN (1802–1875), der noch vor Louis Lewandowski 1839 die erste moderne Sammlung von Synagogengesängen herausgab. Diese sogenannten »Münchener Gesänge« waren eine Neubearbeitung … Synagogenmusik aus Süddeutschland weiterlesen