Hausgeschichten

Kirchstraße 33/34, Berlin Charlottenburg Neben der Schlossstraße ist die Kirchstraße (heute Gierkezeile) eine der ersten, die von Stadtbaumeister Eosander von Göthe rund um die Luisenkirche angelegt wurde und die das alte Charlottenburg bildeten; man findet sie schon auf einer Karte von 1719, während rundherum noch Äcker und Wälder zu sehen sind; die Einwohnerzahl des Städtchen … Hausgeschichten weiterlesen

Juden auf Hawaii

als hawaii im jahre 1900 zum „territorium“ der vereinigten staaten wurde, lebten drei- bis vierhundert juden in dem inselstaat…sie waren mit dem kalifornischen goldfieber und zumeist als händler gekommen. 1856 hatte eine jüdische zeitung in deutschland erstmals über die inseln berichtet. ein jüdischer offizier auf dem englischen schiff „marmion« schrieb: „am 8. april verließen wir … Juden auf Hawaii weiterlesen

Neujahrsfeier 1945

am 7. september 1945 versammelten sich in einem seitenflügel der stark beschädigten synagoge am kreuzberger kottbusser ufer (heute fraenkelufer) bei sonnenuntergang die überlebenden etwa 400 mitglieder der berliner jüdischen gemeinde sowie jüdische angehörige der roten und der us-armee zur ersten rosch-haschana-feier nach der befreiung. der berühmte kriegsfotograf robert capa verewigte den besonderen moment in einer … Neujahrsfeier 1945 weiterlesen

Synagoge Oranienburger Straße

5. september 1866: am jüdischen neujahrstag (25. elul 5626) wird die „neue synagoge“ in der oranienburger straße in berlin eingeweiht. ehrengast ist der preußische ministerpräsident otto von bismarck. mit 3200 plätzen ist das orientalisch gehaltene prunkstück des baumeisters eduard knobloch die größte synagoge deutschlands. in der pogromnacht 1938 läßt der couragierte reviervorsteher vom hackenschen markt, … Synagoge Oranienburger Straße weiterlesen

Planschen in Wilmersdorf

diese schicke xxl-badehose ist mir neulich im stadtmuseum ins auge gesprungen. hab mal nachgeschaut, was es mit dem „seebad wilmersdorf“ auf sich hatte:es gehörte otto schramm. der stammte aus einer landwirtefamilie und war im boomenden berlin in den 1870/80ern durch den verkauf von land zu einem millionenvermögen gekommen. in deutsch-wilmersdorf, damals noch ein ruhiges kaff … Planschen in Wilmersdorf weiterlesen

Der beste Liebesmarkt der Stadt

am 2. mai 1869 eröffnet das pariser varieté „folies bergère (anfangs als „folies trévise“, bis der duc de trévise gegen die verwendung seines namens für einen amüsierschuppen protestierte). wie man an den schönen plakaten sieht, gab es hier neben der hauptsparte – erotik und leicht bekleidete tänzerinnen – anfangs auch kuntschützen, „lebende bilder“, boxende kängurus, … Der beste Liebesmarkt der Stadt weiterlesen

Hoheit Amanullerich

Weimarer Republik, 22. Februar 1928: Der afghanische König Amanullah besucht als erstes Staatsoberhaupt nach dem Ersten Weltkrieg die deutsche Hauptstadt. Der Lehrter Bahnhof ist mit Fahnen, Tannengrün und roten Teppichen geschmückt, die Reichswehrkapelle intoniert „Preußens Gloria“, Reichspräsident Paul Hindenburg begrüßt den König und seine Gattin Suraya, die Berliner (die ihn „Amanullerich“ oder „Ullemulle“ nennnen) jubeln … Hoheit Amanullerich weiterlesen