Größenwahn 

am 23. juni 1938 beginnen die arbeiten für die von albert speer nach einem entwurf hitlers konzipierte „große halle" der reichshauptstadt „germania“. die 50 km lange ost-west-achse sollte von wustermark über die heerstraße, den großen stern (die siegessäule war dazu vom königsplatz vor dem reichstag hierher versetzt worden), unter den linden und frankfurter allee verlaufen und … Größenwahn  weiterlesen

Pferdetram

Juni 1865. pferdetram vor dem schloss charlottenburg.  nach den pferdeomnibussen von simon kremser ins umland (ab 1825) und denen von israel moses henoch innerhalb der stadt (ab 1840) bekam berlin endlich auch eine pferdestraßenbahn: ab juni 1865, vorher fehlte die finanzierung, pendeln die wagen der „berliner pferde-eisenbahn-gesellschaft e. besckow“ zwischen dem brandenburger tor und charlottenburg … Pferdetram weiterlesen

Birobidschan

am 7. mai 1934 ließ stalin am tuches haolam das „autonome jüdische gebiet“ offiziell ausrufen (jüdisches ansiedlungsgebiet vor allem für deportierte ukrainische juden war es schon seit 1928). ein 36000 quadratkilometer großes unwirtliches sumpftaigagebiet (michail kalinin: „eine perle in der taiga“) unweit der chinesischen grenze mit einer bevölkerungsdichte von unter 5 einwohner/km. trotz großer ziele … Birobidschan weiterlesen

„Auch ist Berlin ein ganz widerwärtiger Ort…“

ich liiebe diesen text (und berlin:) „Auch ist Berlin ein ganz widerwärtiger Ort; eine langweilige, große Stadt in einer unabsehbaren, sandigen Ebene. Viele Stunden herum ist kein guter Acker; Obst wächst der Kälte wegen nicht mehr; nichts als Fohren und etwas Buchen, deshalb ist hier alles arm, selbst die vornehmen Leute haben lange nicht so … „Auch ist Berlin ein ganz widerwärtiger Ort…“ weiterlesen

Grieneisen. Eine Berliner Institution

grieneisen. eine der ältesten berliner institutionen. 1830 vom sargtischler friedrich julius grieneisen in der mauerstraße 57 in mitte gegründet. 1869 tritt die neue preußische gewerbeordnung in kraft und das amt des "königlichen leichen-commissarius" wird abgeschafft. der neue gewerbezweig ist nicht konzessionspflichtig und grieneisen nutzt dies, um neben särgen und wäsche nun auch pferde und wagen … Grieneisen. Eine Berliner Institution weiterlesen

Gaslaternen

berlin hatte 1990 noch 440000 stück davon, damit über die hälfte der weltweit noch existierenden exemplare. der WMF hat sie auf seine watchlist gesetzt, denn sie sind bedroht, es werden immer mehr abgerissen oder auf LED umgestellt. aktuell gibt es noch um die 28000, davon 90% im westteil der stadt und unter 10% mit dem … Gaslaternen weiterlesen

Die Mellah von Essaouira

in marokko gibt es überall jüdische zeugnisse, gräber berühmter rabbiner, friedhöfe, synagogen. auch die einstigen jüdischen stadtviertel (mellah = salz), vor allem in essaouira, marrakesch und fes, sind noch original erhalten. wer das nicht weiß, wird die spuren vielleicht kaum bemerken. hier ein schmuckstück mit einem „chai“ oder eine ausparung für eine mesusa, ein verwitterter … Die Mellah von Essaouira weiterlesen

Die lachoudische Sprachinsel

Falsch Abfahren wird manchmal belohnt: »Scholem alechem und borech habo, kan in der kal medine bzw. »Grüß Gott und willkommen, hier in Schopfloch«... In diesem fränkischen Kaff benutzen die Bewohner bis heute Hebräismen ihrer einstigen jüdischen Nachbarn in der Umgangssprache. Sie nennen das Lachoudisch (von »leschon hakodesch« – heilige Sprache) - eine Mischung aus Hebräisch, … Die lachoudische Sprachinsel weiterlesen

Kaschubenjuden

um gdańsk herum, zwischen den historischen provinzen pommern und westpreußen, liegt die kaschubische schweiz, eine seen-, wälder-, und hügeldurchzogene landschaft, in der über jahrhunderte deutsche, polen und juden zusammen lebten. daran erinnert zb. ein ort namens palestyna und ein kaschubisches sprichwort: »w biedzie zid le je dobri« (»in der not ist nur ein jude gut«).  … Kaschubenjuden weiterlesen