Juden in Split

split (bzw. das nahgelegene römische salona) hatte schon im 5. jh. eine jüdische bevölkerung. die öllampen, münzen und steine mit eingravierter menora aus den kellergewölben des kaiserpalasts sind heute im örtlichen archäologischen museum zu sehen. wichtiger für die entwicklung splits aber werden am ende des 15. jh. aus portugal vertriebene juden. vor allem ein gewisser … Juden in Split weiterlesen

Kakadu-Bar

die kakadu-bar war ein legendärer amüsiertempel ecke joachimsthaler straße (nr. 10) und ku‘damm, dort, wo heute das gesichtslose allianz-hochhaus steht.  bis 1890 gab es auf dem noch leeren gelände tribünen für 10000 zuschauer, die hier zuletzt die wild west show von buffalo bill mit cowboys, indianern und pferden bestaunt hatten. dann wurde das areal bebaut … Kakadu-Bar weiterlesen

Ballhaus „Resi“

im ballhaus „resi“ = residenz-casino gab‘s die allerersten tischtelefone… 1908 hatte paul baatz seine „prachtsäle alt-berlin“ in der blumenstraße 10 (heute: singer-/ifflandstraße) neben dem residenztheater eröffnet. nach dem ersten weltkrieg ließ er sie zum ballhaus umbauen. das resi hatte eine tanzfläche für über tausend gäste, dazu salons, vier bars, einen biergarten, ein karussell und gute … Ballhaus „Resi“ weiterlesen

Wäschehaus Grünfeld

F.V. Grünfeld. Charlottenburg und Wilmersdorf waren in den 1920ern die Berliner Bezirke mit den meisten jüdischen Bewohnern. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die königliche Residenzstadt Ausflugsgebiet für die Berliner, zog aber bereits Industriebetriebe wie Siemens an, was der Stadt ein rasantes Wachstum bescherte. 1893 hatte Charlottenburg erstmals über 100 000 Einwohner, 1910 waren … Wäschehaus Grünfeld weiterlesen

Stühle im Wald

Es ist fast schon unheimlich, wie rasend schnell sich emotional besetzte Geschichten verbreiten, ohne hinterfragt zu werden. Die "Wahrheit" dieses zigtausendfach weltweit geteilten Foto geht so: Die Stühle sind 1939 in Polen für eine Hochzeit aufgestellt worden; als die Deutschen kamen, musste die Feier plötzlich abgebrochen werden. Die Stühle blieben die ganze Besatzungszeit hindurch dort … Stühle im Wald weiterlesen

Glinkas Straße

und warum heißt die glinkastraße glinkastraße? vermutlich, weil der komponist 1857 hier um die ecke, französische straße 8, gestorben ist und den ddr-straßen-benennern 1951 (auf das andere „väterchen“ schielend) ein „vater der russischen musik“ gut in die parteilinie gepasst hat. schließlich war michail glinka mit seiner vor russischem nationalismus triefenden oper „iwan sussanin“ (auf wunsch … Glinkas Straße weiterlesen

Kupferhäuser  aus dem Messingwerk

die aus halberstadt stammenden brüder joseph und gustav hirsch hatten in heegermühle (heute finow/eberswalde) 1863 vom preußischen staat ein messingwerk gekauft und es zu einem der größten industriebetriebe der region entwickelt. um das werk herum entstand ein dorf, das nach der fabrik »messingwerk« genannt wurde. die oberschicht des dorfes bestand, bis auf eine christliche familie, … Kupferhäuser  aus dem Messingwerk weiterlesen

Kiezhaus

das älteste erhaltene wohnhaus von charlottenburg. die stadt war 1705 von friedrich I. gegründet worden, der sich auch gleich zu ihrem bürgermeister deklarierte und schlossbaumeister eosander von göthe beauftragte, ein verbindliches muster für die zu errichtenden bürgerhäuser und einen bebauungsplan vorzulegen. weil ihm entwicklung der neuen stadt dann aber zu langsam voran ging, erließ friedrich … Kiezhaus weiterlesen

Moka Efti

weil mir der name und die lokalität in „babylon berlin“ so gut gefiel, hab ich nochmal nachgegraben: das echte „moka efti“ gehörte zwar nicht zu den verruchtesten schuppen (1930 waren 899 lokale mit tanzkonzession in berlin registriert), spektakulär war es aber auch: ein kaffeehaus auf 2800 m² – zur leipziger straße hin lag ein tanzsaal … Moka Efti weiterlesen