dachte erst an mittelalter-yoga. aber bei den gelenkigen herren handelt es sich um mono- bzw. skiapoden (ein- bzw. schattenfüßler) – fabelwesen mit einem riesigen bein, mit dem sie superschnell rennen und springen können. und da sie extrem blass und lichtempfindlich sind, legen sie sich mittags auf den rücken und nutzen ihren riesenfuß als sonnenschirm. die … Schattenfüßler weiterlesen
Kategorie: Wunderkammer
Das Rennpferd des kleinen Mannes
brieftauben. früher waren sie die einzige möglichkeit, nachrichten schneller als durch boten zu übermitteln (und unauffällig am feind vorbei, vorausgesetzt, man hatte sie zuvor hinter die frontlinie oder grenze gebracht, von wo sie dann mit ihrer botschaft nach hause fliegen konnten). wie die tauben zu ihrem nistplatz zurückfinden, ist immer noch nicht ganz klar. möglicherweise nutzen … Das Rennpferd des kleinen Mannes weiterlesen
Ziemlich „chick“…
war beim finden dieses fotos – 1910, berlin, linienstraße 34 – irritiert über das (für mich) frühe auftauchen von „chic“. bei j&w grimm nachgeschaut und erfahren, dass „chic“ gar nicht aus dem französischen, sondern aus dem deutschen stammt. „schick(e)lich“ (passend, geziehmend) ist seit dem 14. jahrhundert und „schick“ seit dem 15. jahrhundert im deutschen belegt … Ziemlich „chick“… weiterlesen
Le club des Hashischins
wegen des hübschen namens: „le club des hashischins“. 1844 von jacques-joseph moreau gegründet, der haschisch auf orientreisen kennengelernt hatte, am pariser hôpital de la salpêtrière damit experimentierte und einer der ersten psychiater überhaupt war, der pflanzliche pharmakologie zur behandlung psychisch erkrankter einsetzte. den „klub der haschischesser“ unterhielt er, weil er sich von seinen gebildeten freunden … Le club des Hashischins weiterlesen
Penisbäume
penisbäume kommen in vielen mittelalterlichen legenden vor. die angst vor zauberinnen und hexen, die penisse stehlen, war europaweit verbreitet (dafür gibt’s sogar einen eigenen kulturhistorischen begriff: „penispaniken“). der deutsche dominikaner heinrich kramer schreibt 1486 in „malleus maleficarum“: „hexen ... sammeln männliche organe in großer zahl … und legen sie in ein vogelnest oder schließen sie … Penisbäume weiterlesen
Lutschbeutel
habt ihr euch auch schon mal gefragt, was baby jesus auf dürers „madonna mit dem zeisig“ in der hand hat? genau: einen lutschbeutel...eltern haben schon zu allen zeiten nach abhilfe gesucht, wenn babys brüllten. einige archäologen meinen, dass die 4500 jahre alten kleinen tonfiguren mit löchern, die in ägypten gefunden wurden, mit honig gefüllte „saugtöpfe" … Lutschbeutel weiterlesen
Die erste Kindergärtnerin
ida seele *20.4.1825 der thüringer pädagoge friedrich wilhelm fröbel gilt als erfinder der institution „kindergarten“ und des berufs der „kindergärtnerin“. am 28. juni 1840 eröffnete er der ersten „kindergarten“ im thüringischen bad blankenburg – die vorgängereinrichtungn hießen (und waren) „kinderbewahranstalten“. fröbel wollte kinder spielerisch in einer anregenden umgebung mit musik, sport usw. auf das leben … Die erste Kindergärtnerin weiterlesen
Rongorongo
am 5. april 1722, es war ein ostersonntag, landete der niederländische seefahrer jakob roggeveen als erster europäer auf der insel rapa nui im südostpazifik und nannte sie (überraschung): osterinsel. seinen nachfolgern ist es zu verdanken, dass die polynesischen insulaner, die nach radiokarbon-messungen um 690 u.z. (± 130 jahre) die insel besiedelt hatten, durch grippe, syphilis, … Rongorongo weiterlesen
Hitler, Semjon
das ist hitler, semjon hitler. eigentlich wollt ich nur wissen, was marschall budjonny mit der budjonny-mütze zu tun hat. und bin auf ihn gestoßen: den jüdischen komsomolzen semjon konstantinowitsch hitler, jiddisch סעמיאָן היטלער, ukrainisch cемен гітлер. 1922 in orynyn (ukraine) geboren, wurde er nach dem schulabschluss 1940 zur roten armee eingezogen und war im juli 41 … Hitler, Semjon weiterlesen
Osterei und Schattenspiel
die einleuchtendste erklärung für die herkunft der ostereier liefert das bild. und noch ein paar andere: das heidnische fest zum frühjahrs- und aussaatbeginn war mit der germanischen frühlingsgöttin “ostara“ verbunden („eostre“ bei den angelsachsen), der wiederum der hase als heiliges tier zugeordnet war; weiter südlich wurde er mit der liebesgöttin aphrodite verknüpft. hier wie dort … Osterei und Schattenspiel weiterlesen


