max salomon *3.6.1886 - kabarettist, gründer und präsident des einzigen jüdischen karnevalsvereins der vor-nazi-zeit in köln… juden haben sich bereits seit 1823, seit es ihn gibt, am kölner karneval beteiligt. ein simon oppenheim, der aus einer angesehenen bankiersfamilie stammte, war hier schon 1824 die „prinzessin venetia“ (jungfrau) an der seite des „helden karneval" (prinz karneval). … Juden im Karneval weiterlesen
Kategorie: Wunderkammer
Ehrenrettungsversuch für Käptn Bligh
am 14. juni 1789 erreicht der ausgesetzte kapitän der „bounty“, william bligh mit 18 seiner getreuen nach 48 tagen und einer über 6000 km langen fahrt auf hoher see die pazifik-insel timor. wir kennen „die meuterei auf der bounty“ als roman oder den film mit trevor howard und marlon brando. doch weder war william bligh das … Ehrenrettungsversuch für Käptn Bligh weiterlesen
Courbet und der Ursprung der Welt
gustave courbet *10. juni 1819, rauft sich die haare. er gehört zu den malern, deren werke von ihren zeitgenossen gern mal demoliert, zerschnitten, verbrannt oder weggesperrt wurden - wegen „verstoßes gegen die religiöse moral“, genereller „anstößigkeit“ oder „skandalöser“ details. kaum vorstellbar, gäbe es nicht facebook & co, die beispielsweise seinen „ursprung der welt“ auch heute … Courbet und der Ursprung der Welt weiterlesen
Die Älteste, die jemals promoviert hat
am 9. juni 2015 wird ihr die promotionsurkunde mit „summa cum laude“ überreicht und die 102-jährige kinderärztin und forscherin ingeborg rapoport zum ältesten menschen, der jemals promoviert hat. geschrieben hatte inge, damals hieß sie noch syllm, ihre doktorarbeit bereits nach dem staatsexamen 1938, war aber wegen ihrer jüdischen herkunft nicht zur promotion zugelassen worden. nun … Die Älteste, die jemals promoviert hat weiterlesen
Ossietzky und die „Sexual-Kochbücher“
Carl von Ossietzky – nach Mißhandlungen im KZ am 4. Mai 1938 verstorben. Der Herausgeber der Weltbühne ist bis heute gut bekannt, v.a. wegen seines schrecklichen Endes und seiner pointierten Leitartikel, in denen der Pazifist gegen den Aufstieg der Nazis anschrieb. aber er hat sich klug und im selben süffisanten stil auch banalerer Dinge angenommen. … Ossietzky und die „Sexual-Kochbücher“ weiterlesen
„Indian Interpreter“ Meyer
links julius meyer, 18.5.1839 in bromberg/preußen geborener sohn von kaspar und rosalia meyer wanderte 1867 in den wilden westen aus. er nahm ersten kontakt mit indianern als händler auf und lernte sieben ihrer sprachen. die stämme vertrauten ihm. die lakota und oglala sioux nannten ihn box-ka-ra-sha-hash-ta-ka (lockiger weißer chef mit einer zunge) und er sich … „Indian Interpreter“ Meyer weiterlesen
Suppenkunst
justus von liebig (1803–1873) war schon mit 21 außerordentlicher professor für chemie an der uni gießen. ein nebenprodukt seiner wissenschaftlichen arbeit wurde die entwicklung eines verfahren für die herstellung von rindfleischextrakten, die er durch eindampfen gewann. ähnliches gab es zwar schon früher, in england wurde rindfleisch ausgekocht, zu einem gelee reduziert und anschließend getrocknet („portable … Suppenkunst weiterlesen
Josephine Myrtle Corbin
trotz dieser besonderheit ist es ihr gelungen, ein weitgehend normales leben zu führen: josephine myrtle corbin kam am 12. mai 1868 als drittes kind von nancy (34) und william (25) corbin in lincoln county, tennesse, zur welt. die geburt verlief ohne komplikationen, die tochter war gesund und wog schon nach drei wochen zehn pfund. nur … Josephine Myrtle Corbin weiterlesen
Das „schönste arische Baby“
hessy levinsons, dank des guten geschmacks von joseph goebbels 1935 zum „schönsten arischen baby“ gekürt. leider (zum glück für sie und ihre familie) haben die nazis die pointe nicht mitbekommen: ihre „reine“ arierin war „rein“ jüdisch. hessys eltern, jakob und pauline levinson, waren aus lettland nach berlin gekommen, um an der musikhochschule gesang zu studieren. … Das „schönste arische Baby“ weiterlesen
Ein allererstes Kinderkarussell
das allererste kinderkarussell wurde im osmanischen philippopolis (heute die bulgarische stadt plowdiw) betrieben. der englische reisende peter mundy schrieb am 17. mai 1620 in sein tagebuch: die kuriosität werde von menschenkraft angetrieben und bestehe „aus einem großen wagenrad, an dessen äußerer seite (acht) kleine sitze befestigt sind, worauf die kinder ihren platz einnehmen. dann wird … Ein allererstes Kinderkarussell weiterlesen

