1948 wird Eleke Sirewitz, eben noch zuständig für die Betreuung der NS-Opfer in Schwaben, verhaftet. Er soll kein Häftling, sondern der Leiter der KZ-Außenstelle „Lenta“ in Riga und ein Mörder gewesen sein. Durch die genüssliche Schlagzeile einer deutschen Zeitung erfährt auch Bertha Scherwitz von dem Fall. Sie outet den Angeklagten als ihren Ehemann Fritz, Vater … Schindler oder Schwindler? weiterlesen
Verbannt aus Leben und Erinnerungu: Lotte Rayß
Friedrich Wolf kennen die meisten – als Dramatikerin und als Vater des Regisseurs Konrad xxWolf und des DDR-Auslandspionagechefs Markus Wolf. Doch der schreibende Arzt hatte noch fünf weitere Kinder mit vier anderen Frauen. Eines davon war Lotte Rayß, eine Frau, die in der DDR-Heldenbiografie des Autors von „Cyankali“ und „Professor Mamlock“ nicht vorkommt. Heute ist … Verbannt aus Leben und Erinnerungu: Lotte Rayß weiterlesen
Der erste Hawaiianer in Preußen
Harry Maitey *23.4.1807 „hier ruht in gott der sandwichinsulaner maitey 1872“ steht auf dem steinkreuz auf dem friedhof nikolskoe in wannsee, auf dem früher alle bewohner der pfaueninsel bestattet wurden. im september 1824 war das hanseatische handelsschiff „mentor“ nach einer zweijährigen weltumrundung im auftrag der königlich preußischen seehandlungsgesellschaft wieder in stettin angekommen - mit an … Der erste Hawaiianer in Preußen weiterlesen
Marm Mandelbaum – Übermutter der Unterwelt
Gegen sie ist Frau Peachum aus der Dreigroschenoper ein kleines Licht: Friederika Mandelbaum aus Kassel war die unangefochtene Gaunerkönigin New Yorks und der Kopf der erfolgreichsten Verbrechersyndikats ihrer Zeit. New York City war in den 1860er-Jahren eine der korruptesten Metropolen der Welt und hatte bei einer Gesamtbevölkerung von 800.000 mehrheitlich elendig armen Einwohnern 30.000 Diebe, … Marm Mandelbaum – Übermutter der Unterwelt weiterlesen
»Der Jude Hirschburg hat Schmuckgegenstände abgeliefert.«
Am 13. April 1944 stirbt Eugen Burg in Theresienstadt. Er ist einer der Unzähligen, die das Kulturleben vor dem »Dritten Reich« prägten und sterben mussten, weil sie jüdischer Herkunft waren. Wer ist dieser einst gefeierte der Schauspieler, Regisseur und Autor, der heute nur noch als Nebenfigur auftaucht, wenn es um seine Tochter Hansi geht, die … »Der Jude Hirschburg hat Schmuckgegenstände abgeliefert.« weiterlesen
Bosmans & Belinfante
Sieben Jahre waren sie privat wie musikalisch ein Paar: die Pianistin und Komponistin Henriëtte Bosmans und die Cellistin und Dirigentin Frieda Belinfante. Zwei Musikerinnen aus Amsterdam, die Frauen lieben und sich mit Männern zusammentun, als Jüdinnen verfolgt und während der Besatzung »unsichtbar« werden. Die eine gibt illegale Konzerte und rettet ihre Mutter vor der Deportation, die andere geht in den Widerstand, fälscht Pässe und verkleidet sich als Mann…
Der Verweigerer
das bild ist tausendfach durch die sozialen netze gegangen. aber an den mann im kreis kann man nicht oft genug erinnern.hamburg, juni 1936. bei blohm + voss wird ein segelschulschiff vom stapel gelassen. es soll „horst wessel“ heißen. der „führer“ höchstpersönlich ist samt entourage angereist. hunderte werftangestellte werden zum jubeln heranzitiert und die presse ist … Der Verweigerer weiterlesen
Ein Nazi fährt nach Palästina
Als ich eine dieser Medaillen das erste Mal gesehen habe, dachte ich an einen makabren Scherz. Aber nein. Das NSDAP-Blatt „Der Angriff“ hat 1934 einen zwölfteiligen, bebilderten Reisebericht abgedruckt, der im Vorfeld mit Anzeigen in offiziellen Regime-Medien wie dem „Völkischen Beobachter“ und mit der abgebildeten Medaille beworben wurde, die alle Abonnenten des „Angriffs“ gratis bekamen. Diese Bronzemünzen mit … Ein Nazi fährt nach Palästina weiterlesen
Mein Saugroboter Kim
Ich wollte die freien Tage nutzen und meine Steuererklärung machen. Daraus wird wohl leider nix. Wegen meines neuen Mitbewohners. Erst wollte ich ihn Rommel nennen (weil er sich generalstabsmässig über den Wüstensand unterm Schreibtisch hergemacht hat). Dann dachte ich an Moshe Dayan (er hat auch nur ein Auge). Aber jetzt heißt er doch nur General … Mein Saugroboter Kim weiterlesen
Weihnukka-Allerlei
Bucharische Juden, Tel Aviv, 60er_Jahre Im Babylonischen Talmud, Schabbat 21b lesen wir: „Unsere Weisen lehrten: Am 25. Kislew – der entspricht in diesem Jahr dem 25. Dezember im bürgerlichen Kalender – beginnen die Tage des Chanukkafestes. Es sind ihrer acht, an denen man weder Trauerfeier abhalten noch fasten darf. Als nämlich die Griechen in den Tempel … Weihnukka-Allerlei weiterlesen










