pauline stephanie held *6. dezember 1871 - porträtierte in ihrem münchener atelier „veritas" seit 1899 prominente wie ludwig thoma oder ricarda huch, am liebsten jedoch die angesagtesten ausdruckstänzerinnen ihrer zeit. stephanie held, geb. edelstein, gesch. ludwig, starb am 16. januar 1943 im ghetto theresienstadt. es sind nur wenige ihrer bilder erhalten.
Auguste Comte
auguste comte *19. januar 1798 („voir pour prévoir“ – „sehen, um vorauszusehen“), mathematiker und philosoph, gründervater des positivismus, prägte den begriff „soziologie“ für eine noch namenlose wissenschaft, die er mitbegründet und zur höchsten und komplexesten wissenschaft erklärt hatte, und der eine entscheidende macht im staat zukommen sollte, da sie erkenntnisse liefere, die ein politisches handeln … Auguste Comte weiterlesen
Janusköpfiger Karikaturist
hergé (georges prosper remi), *22. mai 1907, hat seine figuren tim (tintin), struppi, käpt’n haddock & co mit viel phantasie, liebe zum detail und sympathie für einzelne völker ausgestattet. nur zu kongolesen und einer anderen nicht näher bezeichneten spezies fiel ihm nichts weiter ein, als die altbekannte unterste schublade zu plündern – die einen dumm, … Janusköpfiger Karikaturist weiterlesen
Das Narrenschiff
1. juni 1497: die moralsatire „das narrenschiff“ des humanisten sebastian brant erscheint in lateinischer übersetzung. sie macht das werk zum erfolgreichsten buch des mittelalters und den narren zu dessen beliebtester figur. die illustrationen stammen aus dem drei jahre zuvor erschienen deutschen original, in dem der holzschnitzer, möglicherweise der junge albrecht dürer, brants themen – wie … Das Narrenschiff weiterlesen
Die Frau und der berühmte Kuss
greta friedman *5. juni 1924 – die frau auf alfred eisenstaedts legendärem kuss-foto von 1945 greta friedman, als grete zimmer in wien geboren (2016 verstorben), war zusammen mit zwei schwestern im alter von 15 jahren in die usa gekommen, während ihre eltern max und ida in der schoa ermordet wurden. als das foto am 14. … Die Frau und der berühmte Kuss weiterlesen
Musik(er) und Krieg
als der erste weltkrieg begann, war maurice ravel (*7.3.1875) 39 jahre alt. sein drei jahre jüngerer bruder édouard war eingezogen worden, und auch maurice, den man als jungen mann wegen „schwäche“ (seiner körpergröße von 1,61 und untergewicht) für dienstuntauglich erklärt hatte, meldete sich zum kriegsdienst, wurde erst abgelehnt, landete aber 1915 doch noch als lkw-fahrer … Musik(er) und Krieg weiterlesen
Th.Th. Heine
thomas theodor heine *28. februar 1867 – geboren als david heine und sohn eines jüdischen gummiwarenfabrikaten, ist berühmt für seine beißenden karikaturen gegen spießer, kirche und bürokraten im „simplicissimus (und für seine süßen möpse). 1933 musste er aus deutschland fliehen. den roman „ich warte auf wunder“, den er 1944 im schwedischen exil beendet hat, kann … Th.Th. Heine weiterlesen
Herr Achtelnote
claude debussy *22. august 1862hier spricht sein alter ego, der antidilettant und musikkritiker „monsieur croche“ (herr achtelnote):Ich werde versuchen, in den Werken die vielfältigen Antriebe aufzudecken, aus denen sie entstanden sind, und das, was sie an innerem Leben besitzen; ist das nicht viel interessanter als das Spiel, sie auseinanderzunehmen wie eine kuriose Art von Taschenuhren? … Herr Achtelnote weiterlesen
„Listen, little man“
Wilhelm Reich *24. März 1897 – weltbekannt als einer der Pioniere der Psychoanalyse und Sexualforschung, der von Nazis, Stalinisten und Traditionalisten gleichermaßen verfolgt, über Skandinavien ins amerikanische Exil entkam, nur um dort elendig in einer Gefängniszelle zu enden… 1945 hat Reich ein reichlich verbittertes, für das Archiv des Orgoninstituts bestimmtes Essay über die Dummheit der … „Listen, little man“ weiterlesen
Der beste Liebesmarkt der Stadt
am 2. mai 1869 eröffnet das pariser varieté „folies bergère (anfangs als „folies trévise“, bis der duc de trévise gegen die verwendung seines namens für einen amüsierschuppen protestierte). wie man an den schönen plakaten sieht, gab es hier neben der hauptsparte – erotik und leicht bekleidete tänzerinnen – anfangs auch kuntschützen, „lebende bilder“, boxende kängurus, … Der beste Liebesmarkt der Stadt weiterlesen










