Heinrich Heine in der Bronx

zu seinem 100. geburtstag sollte heinrich heine in seiner heimatstadt düsseldorf, größtenteils finanziert von kaiserin „sissi“, ein denkmal errichtet werden. am 8. juli 1899 wurde es eingeweiht. aber nicht etwa in düsseldorf, sondern in der bronx… rückblende (für alle, die immer noch glauben, der judenhass und die dazu passende rhetorik seien 1933 entstanden und provinzpossen … Heinrich Heine in der Bronx weiterlesen

16:0

1. juli 1912: deutschland gewinnt 16:0 gegen russland - nie hat eine deutsche fußballnationalmannschaft höher gewonnen, nie eine russische höher verloren.es ist die trostrunde bei den olympischen spielen in stockholm. am abend zuvor war bei einem bankett aller mannschaften heftig gesoffen worden. doch ein deutscher scheint nicht mitgepichelt zu haben: der mittelstürmer gottfried fuchs, der … 16:0 weiterlesen

Ruth Galinski sel.A.

Ruth Weinberg wird am 19. Juli 1921 in Dresden als Tochter eines Kaufmanns aus Bialystok und einer Dresdnerin geboren. Sie geht in eine Volksschule und treibt leidenschaftlich gern Sport – Leichtathletik, Speerwerfen, Hochsprung, Handball. Wären die Nazis nicht gewesen, hätte Ruth Weinberg sicher als Leichtathletin Karriere gemacht. Seit sie fünf Jahre alt war, trainiert sie im dortigen SC Bar Kochba. „Der Sport hat mir viel bedeutet. Er bedeutete ja nicht nur Anstrengung, sondern auch Freundschaft, Geselligkeit und Freiheit.“ Und zwar … Ruth Galinski sel.A. weiterlesen

Artur „Atze“ Brauner sel.A.

Wie passt ein solches Leben in einen einzigen Text? Wenn einer quasi das 20. Jahrhundert ist – alles zusammen, die Schoa, die Hoffnung auf ein anderes Deutschland, das schlechte Gewissen und das ewige Missverstehen, das alte Westberlin und das deutsche Nachkriegskino. Eine Art Marcel Reich-Ranicki des (nicht nur Unterhaltungs-)Films, ein kleiner polnischer Jude, der den … Artur „Atze“ Brauner sel.A. weiterlesen

Hannah Szenes

hannah szenes wird 1921 in budapest geboren, emigriert nach palästina, schließt sich 1939 der britischen armee an, springt 1944 mit dem fallschirm hinter der feindlichen linie in jugoslawien ab, ist drei monate bei titos partisanen, überquert am 12. mai 1944 die ungarische grenze, wird einen tag später verhaftet, eingesperrt und gefoltert, ohne jemanden zu verraten, … Hannah Szenes weiterlesen

Der im Alleingang den Krieg aufhalten wollte

Der schmächtige Lockenkopf ist beliebt, wegen seines soliden Fleißes und seiner freundlich-gutmütigen Art. Musikliebend und verwurzelt in seiner schwäbischen Heimat, spricht er Mundart, spielt Flöte und Zither und ist Mitglied im Trachten- und im Zitherverein, bei den Naturfreunden und im Abstinenzlerklub. Der Schreiner Johann Georg Elser ist aber auch der Mann, der als erster und … Der im Alleingang den Krieg aufhalten wollte weiterlesen

„Der jüdische N*gerkantor“

Berlin. „Der einzige jüdische N*gerkantor Towie Hakohen von der New Yorker N*gersynagoge gibt am Sonntag, dem 2. November, Nachm. 4 Uhr, ein einmaliges Konzert in der Singakademie, am Festungsgraben 2. Es kommen synagogale und jüdische Volkslieder zum Vortrag, überall, wo dieser N*gerkantor aufgetreten ist, so in Warschau und anderen größeren Städten, erntete er großen Beifall. … „Der jüdische N*gerkantor“ weiterlesen

Shoah and Pin-Ups

„Ich bin hier sitzen geblieben wegen der Kunst“, sagt Boris Lurie, 1924 in Leningrad geboren und in Riga aufgewachsen, bis die Deutschen seine Jugend beendeten. Seit über 60 Jahren, länger als an jedem anderen Ort, lebt Lurie in New York. Aber noch immer ist er „Borja“, liebt litauisches Brot und „Homemade bacon, polish style“ aus … Shoah and Pin-Ups weiterlesen