Seine »Lausbubengeschichten« oder den »Münchener im Himmel« mochte ich. Bis ich eines Tages Artikel des späten Ludwig Thoma (*21. Januar 1867) aus einem bayrischen Provinzblatt in die Hände bekam. Thoma hat sich im Ersten Weltkrieg vom Simplicissimus-Autor und Satiriker, der Kirche und Spießertum auf‘s Korn genommen hatte, zu einem konservativen, deutschtümelnden Patrioten mit Juden-Obsession gewandelt. Die Berliner Volkszeitung nannte ihn den »Cato von Miesbach«, der seine Hetzartikel mit der Mistforke schreibe und daraus keinen Hehl mache. In der Tat:

