Before you commit suicide, ring me up

Chad Varah *12. November 1911 - Gründer der Telefonseelsorge die erste beerdigung, bei der chad varah 1935 noch als hilfspfarrer assistierte, war ein schlüsselerlebnis für den katholischen priester aus lincolnshire; es brachte ihn dazu, sich einen leben lang für suzidprävention und (sexual-)aufklärung zu engagieren: ein 14-jähriges mädchen hatte sich das leben genommen, weil es glaubte, … Before you commit suicide, ring me up weiterlesen

Karate King

船越義珍 funokoshi gichin *10.november 1868, vater des modernen karate seine 20 „shōtō nijūkun“, die leitsätze der ideale des karate: • Karate beginnt mit Höflichkeit und endet mit Höflichkeit. Karatedo wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto wo wasuruna. • Im Karate gibt es keinen [Erst-]Angriff [verteidigung ist gleich angriff]. Karate ni sente nashi. • … Karate King weiterlesen

Rubber Duckie

Am 10. November 1969 läuft im US-Fernsehen die erste Episode der „Sesame Street“. Von Anfang an mit dabei: Ernie und Bert, Oscar the Grouch, Kermit, Big Bird und das Krümelmonster, das schon in der ersten Folge den Buchstaben W, den Kermit gerade erklärt, auffrisst. Viele der Muppet-Charaktere hatten Designs oder Eigenschaften, die später geändert wurden. … Rubber Duckie weiterlesen

Doc Holliday

john henry „doc“ holliday (*14. august 1851), todestag heute, – profispieler, revolverheld und zahnarzt, dessen geschichte in zig filmen und büchern aufgegriffen wurde, u.a. weil er an unzählige schießereien und raubüberfällen beteiligt war und mehr als ein dutzend männer getötet haben soll. in der realität waren es ein gesichertes und zwei wahrscheinliche tötungsdelikte. der rest … Doc Holliday weiterlesen

Von »Mosaisten« und Einländern

Die deutsch-jüdische Beziehungsgeschichte seit dem Emanzipationsedikt von 1812 am Beispiel einer FamilieEs ist ein Glücksfall, dass die Historikerinnen Irene Diekmann und Bettina Götze mit den Lessers eine Familie gefunden haben, deren deutsch-jüdisch-(brandenburgisch-europäische) Geschichte, besser gesagt: die ihrer männlichen Mitglieder, so gut dokumentiert ist, dass sie fast 300 Jahre lang beinahe lückenlos zurückverfolgt werden kann. Die … Von »Mosaisten« und Einländern weiterlesen

Graugänse und Volkskörper

Konrad Lorenz * 7. November 1903 Wien – Zoologe, Verhaltensforscher, Medizin-Nobelpreisträger, NSDAP-Mitglied Nr. 6.170.554 „Ich war als Deutschdenkender und Naturwissenschaftler selbstverständlich immer Nationalsozialist und aus weltanschaulichen Gründen erbitterter Feind des schwarzen Regimes (nie gespendet oder geflaggt) und hatte wegen dieser auch aus meinen Arbeiten hervorgehenden Einstellung Schwierigkeiten mit der Erlangung der Dozentur. Ich habe unter Wissenschaftlern und vor allem Studenten eine wirklich erfolgreiche Werbetätigkeit entfaltet, schon lange vor … Graugänse und Volkskörper weiterlesen

»Winter ade, Hunger tut weh«

Ein Gedenkbuch für die in das Getto Litzmannstadt deportierten Berliner Juden»Der Mond bietet ein grauenhaftes Bild. Grosse Lastwägen sind vollgestopft mit Kindern und älteren Personen. Weinende und laut schreiende Menschen laufen um die Autos herum. Mütter und Väter strecken flehend die Arme nach ihren Kindern aus. Die Kinder schreien nach ihren Müttern…«»Ich muss Michael aufwecken, … »Winter ade, Hunger tut weh« weiterlesen

Rotes „+“ für Töten

Die Aktion T4 ist benannt nach der Tiergartenstraße 4 und der streng geheimen Organisationszentrale für systematischen Krankenmord, die sich hier befand. In den Jahren 1940/41 fielen dieser „Patienten-Euthanasie“ über 70000 behinderte und „sozial oder ras- sisch unerwünschte“ Menschen zum Opfer.Vorausgegangen war 1939 ein Geheimerlass Hitlers zur „Gewährung des Gnadentodes“ bei „unheilbar Kranken“, der bis 1945 die einzige „Rechtsgrundlage“ blieb, auf deren Basis der NS-Staat „Euthanasie“ praktizierte. Vor dem Ausbau der Zentrale in Berlin und der Gründung von weiteren Tarnorganisationen (u.a. die Gemeinnützige Krankentransport GmbH) waren bei der sogenannten „Kindereuthanasie“ 1939 bereits mindestens 5000 Kinder und Säuglinge ermordet worden.Bei der „Erwachseneneuthanasie“ nun wurde mit einem eigenen Meldebogenverfahren die Arbeitsfähigkeit aller Anstaltsinsassen … Rotes „+“ für Töten weiterlesen

Jazzklub und Mauthausen

Die Odyssee des jüdischen „Zigeuner“-Musikers Oskar Siebert (20. Juni 1923 – 28. Mai 2009) Der im Bayrischen Wald geborene und im Berliner Wedding aufgewachsene hübsche junge Musikstudent wird bei der Kriminalpolizei als „Zigeunermischling plus“ registriert, nachdem er im April 1941 mit seinem jüngeren Bruder Egon, Vater Erwin Siebert, einem Geigenbauer und deutschen „Zigeuner“ und Mutter Alexandra Gutkina, einer russischen Jüdin (die er 1918 als deutscher Kriegsgefangener in Moskau kennen gelernt hatte), verhaftet und zur Rassehygienischen Forschungsstelle in Dahlem gebracht wurde.Da ist Oskar Siebert 17 Jahre alt und spielt nachts Geige oder Gitarre in Bars und Klubs, seit die Rassegesetze … Jazzklub und Mauthausen weiterlesen