Er war vier, als die Amerikaner ihn befreiten

Józef Janek Szlajfsztajn, am 7. März 1941 in Sandomierz im Südosten von Polen geboren, war von seinen Eltern Izrael und Ester versteckt worden, während sie selbst nach der Auflösung des Ghettos von Sandomierz in verschiedenen Fabriken Zwangsarbeit leisten mussten. als die HASAG-Munitionsfabrik in Tschenstochau im Januar 1945 nach Deutschland verlegt wurde, deportierte man die drei … Er war vier, als die Amerikaner ihn befreiten weiterlesen

Knappe Buchtitel:)

Rituale nupturientium, oder: Beschreibung der Hochzeit-Gebräuche welche unter den bekantesten Völckern, Christen, Juden und Heyden, in allen Theilen der Welt, von alters her beobachtet worden, auch zum Theil noch üblich sind. Nebst beygefügter kurtzen Betrachtung von dem Ehestande und dessen Wirckungen; imgleichen von dem Laster des Ehebruchs, und wie derselbe von vielen Nationen wunderlich, jedoch meistens … Knappe Buchtitel:) weiterlesen

Dada-Baronin Elsa

Elsa von Freytag-Loringhoven, geboren am 12. Juli 1874 als Elsa Hildegard Plötz in Swinemünde, war die exzentrischste Malerin, Dichterin, Tänzerin, Modelfrau und Muse, die Dada zu bieten hatte.Immer pleite und immer sprühend vor provokanten Ideen, gekleidet in oder geschmückt mit gefundene(n) Objekte(n) mischte der Bürgerschreck um die Jahrhundertwende erst Berlin, dann München und in den … Dada-Baronin Elsa weiterlesen

Die Bakteriologin Rabinowitsch-Kempner

Lydia Rabinowitsch-Kempner *22. August 1871, die zweite Professorin in Preußen und erste in Berlin wies die Übertragung der Tuberkelbazillen durch infizierte Kuhmilch nach und wurde als Jüdin aus dem Amt gejagt.Sie stammt aus Kaunas (Kowno) in Litauen und ist eines von neun Kindern des jüdische Brauereibesitzers Leo Rabinowitsch und seiner Frau Minna Werblunski. Da Frauen … Die Bakteriologin Rabinowitsch-Kempner weiterlesen

„Lampenfest“ bei Heine

In der Denkschrift über seinen Intimfeind Ludwig Börne erwähnt Heinrich Heine 1827 (vermutlich zum einzigen mal) das Lampenfest, also Chanukka, in Frankfurt:»Als wir denselben Abend wieder durch die Judengasse gingen und das Gespräch über die Insassen derselben wieder anknüpften, sprudelte die Quelle des Börne'schen Geistes um so heiterer, da auch jene Straße, die am Tage einen … „Lampenfest“ bei Heine weiterlesen

Hoheit Amanullerich

Weimarer Republik, 22. Februar 1928: Der afghanische König Amanullah besucht als erstes Staatsoberhaupt nach dem Ersten Weltkrieg die deutsche Hauptstadt. Der Lehrter Bahnhof ist mit Fahnen, Tannengrün und roten Teppichen geschmückt, die Reichswehrkapelle intoniert „Preußens Gloria“, Reichspräsident Paul Hindenburg begrüßt den König und seine Gattin Suraya, die Berliner (die ihn „Amanullerich“ oder „Ullemulle“ nennnen) jubeln … Hoheit Amanullerich weiterlesen

Die vielleicht bedeutendste Feministin des 20. Jahrhunderts …

… von der man noch nie etwas gehört hat.als ich das erste mal von beate sirota (1923–2012) las, konnte ich jedenfalls kaum glauben, dass eine 22jährige wiener jüdin 1946 die neue japanische verfassung mit geschrieben und in ihr frauen- und gleichheitsrechte installiert haben sollte – fast eine revolution, wenn man bedenkt, wie konservativ und frauenfeindlich … Die vielleicht bedeutendste Feministin des 20. Jahrhunderts … weiterlesen