sir nicholas winton *19. mai 1909, organisierte die rettung von 669 jüdischen kindern 1988 wurde nicholas winton (damals noch ohne „sir“) unter einem vorwand in die bbc-fernsehsendung „that's life!“ gelockt. er wußte weder, dass er der ehrengast war, noch was und wer ihn dort erwartete. seither haben über 40 millionen menschen diesen kurzen ausschnitt angeklickt, … A mentsch: Sir Nicholas Winton weiterlesen
Kategorie: Diktaturen
Kaschubenjuden
um gdańsk herum, zwischen den historischen provinzen pommern und westpreußen, liegt die kaschubische schweiz, eine seen-, wälder-, und hügeldurchzogene landschaft, in der über jahrhunderte deutsche, polen und juden zusammen lebten. daran erinnert zb. ein ort namens palestyna und ein kaschubisches sprichwort: »w biedzie zid le je dobri« (»in der not ist nur ein jude gut«). … Kaschubenjuden weiterlesen
Zivilcourage
das bild ist tausendfach durch die sozialen netze gegangen. aber an den mann im kreis kann man nicht oft genug erinnern. hamburg, juni 1936. bei blohm + voss wird ein segelschulschiff vom stapel gelassen. es soll „horst wessel“ heißen. der „führer“ höchstpersönlich ist samt entourage angereist. hunderte werftangestellte werden zum jubeln heranzitiert und die presse … Zivilcourage weiterlesen
Wallachs Dirndl
#dirndl julie wallach wurde 1850 in störmede bei lippstadt als eine von drei töchtern des blaufärbers und händlers henoch zunsheim und seiner frau caroline guthrath jacobs-mansbacher geboren. sie heiratete den getreidehändler heinemann wallach aus wiedenbrück und gebar zehn kinder. ihr mann verwaltete zusätzlich zum getreidehandel in bielefeld auch noch ein vom vater else lasker-schülers übernommenes … Wallachs Dirndl weiterlesen
Anti-Kriegsmuseum
wußtet ihr, dass berlin schon in den 20er jahren ein anti-kriegsmuseum hatte? ich nicht. von 1923 bis 1933 in der parochialstraße 29 in mitte, um die ecke vom jüdenhof. es gehörte dem pazifisten ernst friedrich (1894-1967). er zeigte dort fotos vom grauen des (ersten welt)krieges, bilder von kollwitz und dix, texte von gorki und mühsam … Anti-Kriegsmuseum weiterlesen
Wäschehaus Grünfeld
F.V. Grünfeld. Charlottenburg und Wilmersdorf waren in den 1920ern die Berliner Bezirke mit den meisten jüdischen Bewohnern. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die königliche Residenzstadt Ausflugsgebiet für die Berliner, zog aber bereits Industriebetriebe wie Siemens an, was der Stadt ein rasantes Wachstum bescherte. 1893 hatte Charlottenburg erstmals über 100 000 Einwohner, 1910 waren … Wäschehaus Grünfeld weiterlesen
Israelisches Grafidesign made in Germany
#pioniere gestern gelernt, dass es drei in berlin und leipzig ausgebildete buch- und schriftgestalter waren, die das grafikdesign israels geprägt haben. • franziska baruch (1901–1989) schuf holzschnitte, aquarelle, druckschriften für den schocken-verlag, zwei der ersten modernen hebräischen schrifttypen, die „stam“ und die „schocken", gebäudeinschriften u.a. für erich mendelsohn, nach der emigration nach palästina aber auch den … Israelisches Grafidesign made in Germany weiterlesen
Benjamins Klasse
"schwerer ist es, das gedächtnis der namenlosen zu ehren als das der berühmten. dem gedächtnis der namenlosen ist die historische konstruktion geweiht“ - schreibt walter benjamin. ein buchtipp: momme brodersens "klassenbild mit walter benjamin", an dessen entstehung ich mich mit recherchen beteiligen durfte. momme ging von dem angehängten foto aus, benjamins abiturklasse 1912 an der … Benjamins Klasse weiterlesen
Zwölf Arten ein(e) Harlan zu sein
Es ist weder Goebbels‘ Lieblingsregisseur selbst noch seine dritte Ehefrau, die »Reichswasserleiche« Kristina Söderbaum, die Felix Moellers Film »Im Schatten von Jud Süss« (2008) bemerkenswert macht. Es ist die zerrissene Familie, die Veit Harlan hinterlassen hat und wie sie mit dem giftigen Erbe lebt(e). Zur Erinnerung: Veit Harlan (1899–1964) ist der Regisseur, der sich schon 1933 … Zwölf Arten ein(e) Harlan zu sein weiterlesen
Physiker mit Rückgrat
am 17.april 1933 legt der nobelpreisträger für physik, james franck, mit schreiben an den rektor der uni göttingen und das zuständige ministerium als erster deutscher akademiker sein amt als professor nieder. aus „innerer notwendigkeit“ – er wolle nicht einem staat dienen, der deutsche juden wie „fremde und feinde des vaterlandes“ behandele. zehn tage zuvor hatten … Physiker mit Rückgrat weiterlesen

