Esther Grynszpan

esther. letztens bin ich in hannover zufällig über diese beiden steine gestolpert. bis dahin wußte ich weder, dass herschel grynszpan, den jeder kennt, weil er 1938 den deutschen diplomaten von rath in paris erschossen hat (die „legitimation“ für die novemberpogrome), aus hannover kam, noch dass er eine schwester hier hatte: esther. viel konnte ich über … Esther Grynszpan weiterlesen

Kekse von Mengele

dinah gottliebová-babbitt (1923–2009) überlebte auschwitz, weil sie zeichnen konnte und josef mengele ihre bilder gefielen. dinah studierte malerei und bildhauerei in brno und wurde mit 19 jahren mit ihrer mutter von prag aus erst nach theresienstadt, dann nach auschwitz verschleppt. hier traf sie ihren vater und dessen neue familie wieder, alle wurden vergast. und hier … Kekse von Mengele weiterlesen

Bis zur letzten Patrone…

wollte mal nachsehen, was  am 27.januar 1945, dem tag der befreiung des vernichtungslagers auschwitz, so in deutschen zeitungen geschrieben wurde. hab es nur die „leipziger neuesten nachrichten“ online gefunden. aber es reicht, um zu sehen, dass sie immer noch nicht genug hatten. auf s. 1:"gauleiter und reichsstatthalter martin mutschmann* besucht immer und immer wieder in den … Bis zur letzten Patrone… weiterlesen

Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig

erwin blumenfeld, am 26. januar 1897 in berlin geboren (papa betrieb die regenschirm- und spazierstockfirma „jordan & blumenfeld), gilt als einer der großen fotografen des 20. jahrhunderts, wenn auch im gering geachteten bereich der modefotografie.  besonders lieb sind mir seine weniger bekannten, frühen, zwischen 1916 und 1933 entstandenen (dada-)montagen. in dieser zeit nutzte er den … Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig weiterlesen

Käte Frankenthal

käte frankenthal (1889–1976). „ich bin eine jüdische, intellektuelle sozialistin – dreifacher fluch!“, beginnen ihre lebenserinnungen. dr. käte frankenthal war eine der ersten frauen, die in deutschland eine approbation bekam und vermutlich die erste, die frontärztin war. da die kaiserliche armee keine frauen wollte und die österreichisch-ungarischen sie annahm, versorgte sie verwundete in einem frontlazarett auf … Käte Frankenthal weiterlesen

Hindas Schuh

hinda stellvertretend für die vielen, von denen nicht einmal ein foto geblieben ist. der lederschuh gehörte der zweijährigen hinda. sie wurde am 18. januar 1942 im ghetto kaunas geboren. ihre eltern hießen zipora und dow kagan. ende 1943 wurden die kagans und andere ghettoinsassen nach aleksota verschleppt, um dort an entkräftung gestorbene sowjetische kriegsgefangene beim … Hindas Schuh weiterlesen

General Langnase

羅生特 / 罗生特 „general luó“, spitzname da-bidze („langnase“), am 11. januar 1903 als jakob rosenfeld in lemberg geboren. langnase studierte medizin in wien, arbeitete im krankenhaus rudolfstiftung und eröffnete dann in der wiener neustadt eine gutgehende praxis für urologie und gynäkologie. sofort nach dem „anschluss“ 1938 wurde er in dachau und dann buchenwald inhaftiert und ein jahr später … General Langnase weiterlesen

Die erste „Fackel“

16.1.1969. erinnerung an jan palach, der sich aus protest gegen den warschauer-pakt-einmarsch und die niederschlagung des prager frühlings auf dem wenzelsplatz selbst angezündet hat. in dem brief, den er bei sich trug, hieß es:  “da unser land davor steht, der hoffnungslosigkeit zu erliegen, haben wir uns dazu entschlossen, unserem protest auf diese weise ausdruck zu … Die erste „Fackel“ weiterlesen

Berliner Panzerknacker

disconto-gesellschaft kleiststraße 23, ecke wittenbergplatz. tatort des spektakulärsten banküberfalls der vorkriegszeit, ausgeführt von den sass-brüdern. franz (*1904) und erich (*1906) sass wuchsen mit zwei weiteren geschwistern bei ihren eltern (der vater schneider, die mutter wäscherin) in einer 1-zimmer-hinterhaus-wohnung in der lübecker/ecke birkenstraße in moabit auf. mitte der 20er jahre begann ihre karriere. zur tarnung betrieben … Berliner Panzerknacker weiterlesen