Chinesenaktion

die schmuckstraße in st. pauli war das zentrum der kleinen chinesischen kolonie in hamburg – bis am 13. mai 1944 die gestapo kam… seit ende des 19. jahrhunderts beschäftigten reedereien wie die hapag und der norddeutsche lloyd billige asiatische arbeitskräfte als heizer und kohlenschipper.  solange ihre schiffe im hafen lagen, war die schmuckstraße mit ihren … Chinesenaktion weiterlesen

Verbrennt mich!

Da seine Bücher nicht der Bücherverbrennung zum Opfer gefallen waren und von den Nazis sogar empfohlen wurden, fordert Oskar Maria Graf am 12. Mai 1933 in der Wiener Arbeiter-Zeitung: Verbrennt mich!Wie fast alle links gerichteten, entschieden sozialistischen Geistigen in Deutschland, habe auch ich etliche Segnungen des neuen Regimes zu spüren bekommen:Während meiner zufälligen Abwesenheit aus … Verbrennt mich! weiterlesen

Wirf deine Angst in die Luft

Rose Ausländer   11.Mai 1901 – 3. Januar 1988 Sei mir gewogen Fremdlingich liebe dichden ich nicht kenneDu bist die Stimmedie mich betörtIch hab dich gehört  ruhend auf grünem Samtdu Moosatemdu Glocke des Glücks  und der unsterblichen Trauer_____ Liebe VWir werden uns wiederfindenim Seedu als Wasserich als LotusblumeDu wirst mich tragen  ich werde dich trinkenWir werden … Wirf deine Angst in die Luft weiterlesen

10.5.1933: „Ich übergebe alles Undeutsche dem Feuer!…“ 

Auf der (ersten) Liste der „Undeutschen“:  • Asch, Nathan • Asch, Schalom • Babel, Isaac• Barbusse, Henri• Barthel, Max• Becher, Johannes R.• Beer-Hofmann, Richard• Birkenfeld, Günther• Bley, Fritz• Bobinskaja, Elena• Bogdanow, Nikolai• Braune, Rudolf• Brecht, Bertolt• Breitbach, Joseph• Brod, Max• Brück, Christa Anita• Carr, Robert• Doeblin, Alfred• Dos Passos, John• Ebermayer, Erich• Edschmid, Kasimir• Ehrenburg, … 10.5.1933: „Ich übergebe alles Undeutsche dem Feuer!…“  weiterlesen

Purimspiel 

Kadja Molodowsky *10. Mai 1884 קדיה מולודובסקי Purimspiel Wenn niemand mich ruftMeine Mutter ruft mich nicht beim Namen - denn meine Mutter ist tot.Mein Vater ruft mich nicht beim Namen - denn mein Vater ist fern.Und Gott ruft mich auch nicht beim Namen - denn Gott spielt ein Purimspiel,er hat sich als Hund verkleidet,und jammert in … Purimspiel  weiterlesen

„Deshalb hoffte ich, im Frühling zu sterben“

Frauen in der Roten Armee. _Als „vertierte Flintenweiber“ hat sie die NS-Propaganda denunziert, als „Feldmatratzen“ wurden sie von den eigenen Landsleuten verhöhnt – weibliche Angehörige der sowjetischen Armee. Bis zu einer Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gedient. Obwohl die Rotarmistinnen ihrer Anzahl wie Tätigkeit nach historisch etwas völlig Neues waren, … „Deshalb hoffte ich, im Frühling zu sterben“ weiterlesen

„Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“

Marianne Grunthal 31.1.1896 – 2.5.1945 „gott sei dank, dann gibt es frieden!“ – für diesen leisen seufzer musste sie am 2. mai 1945 sterben, eine stunde vor ankunft der amerikanischen truppen in schwerinmarianne grunthal war eine unpolitische frau, die tochter eines metzgers aus zehdenick, die im ersten weltkrieg in berlin pädagogik studiert und an der … „Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“ weiterlesen

Die falsche Gräfin

Im Frühjahr 1943 betritt Gräfin Janina Suchodolska das deutsche Hauptquartier in Lublin und fragt an, ob sie ihre im nahegelegenen Lager Majdanek inhaftierten Landsleute mit Essen versorgen dürfe. Obwohl die Bitte eine Unverschämtheit ist und der Lagerkommandant sie später anblafft: „Wissen Sie nicht, dass das ein Konzentrationslager ist?“, bekommt die adlige Dame die Erlaubnis und … Die falsche Gräfin weiterlesen

Apitz unter Wölfen

bruno apitz *28. april 1900 – der schriftsteller, schauspieler und kommunist saß buchstäblich die gesamte ns-zeit in konzentrationslagerm, von 1933 an, davon die letzten acht jahre in buchenwald. 1958 erschien sein roman „nackt unter wölfen“ und 1963 der gleichnamige defa-film über die rettung eines kleinen jungen durch antifaschistische buchenwald-häftlinge in der endphase des krieges, angelehnt … Apitz unter Wölfen weiterlesen

Ehrenmann

20. April 1933: der deutsche Geiger und Komponist Adolf Busch sagt seine Mitwirkung an der bevorstehenden Brahms-Jahrfeier in Hamburg ab, weil das neu installierte NS-Regime dem Pianisten Rudolf Serkin wegen seiner jüdischen Herkunft die Teilnahme verweigert hatte. Busch lebte zu der Zeit in Basel, wo er Lehrer u.a. von Yehudi Menuhin war. Busch trat von da … Ehrenmann weiterlesen