bettie page *22. april 1923. die ikone der pin-up-, fetisch-, bondage- und burlesk-fotografie wandte sich nach ihrem rückzug aus der branche mit mitte 30 der evangelikalen erweckungsbewegung zu, besuchte ein bibelinstitut, wollte als missionarin nach angola (abgelehnt, weil geschieden) und arbeitete für den hardcore-baptistenprediger billy graham und diverse christliche vereine (also im grunde weiter für … Betties Wandlung weiterlesen
Kategorie: Künstler:innen
„Anleitung zum Verbrechen“
am 21. april 1933 wird „das testament des dr. mabuse“ in budapest uraufgeführt; die ns-prüfstelle hatte fritz langs in berlin und umgebung gedrehten krimi unmittelbar nach seiner fertigstellung wegen „gefährdung der öffentlichen ordnung und sicherheit“ (d.h. den deutlichen politischen anspielungen darin) auf anweisung des herrn propagandaminister verboten; tagebuch goebbels: „sehr aufregend. aber kann nicht freigegeben … „Anleitung zum Verbrechen“ weiterlesen
Kleiner bitterer Bär
arshile gorky, eigentlich vosdanig manoug adoian Ոստանիկ Մանուկ Ատոյեան *15.4.1904 dem talentierten armenischen bauernsohn, der den genozid an seinem volk überlebte und dem es mit 16 jahren gelang, sich bis in die usa durchzuschlagen, war auch in seinem späteren leben nicht viel glück beschieden. ein großteil seiner bilder und bücher wurde 1946 bei einem brand zerstört, er hatte mit … Kleiner bitterer Bär weiterlesen
Das Baby Grünbaum
fritz grünbaum, einer der begnadetesten, sprachbegabtesten kabarettisten überhaupt („für mich ist denkmal ein lebenslanger imperativ, der aus zwei wörtern besteht“) – geboren am 7. april 1880 in brünn, elendig verreckt am 14. januar 1941 im kz dachau DAS BABY GRÜNBAUM Ein autobiographischer Essai Achtzehnhundertachtzig, am sieb'ten April,Montag, wenn man's genau wissen will,Hab' ich, vom Schöpfer … Das Baby Grünbaum weiterlesen
Strange fruit
eleanora fagan aka billie holiday 🎂 7.4.1915 strange fruit https://youtu.be/Web007rzSOI billie holiday hat den song, der höhe- und schlusspunkt all ihrer auftritte werden sollte, 1939 zum ersten mal gesungen. „strange fruit“ geschrieben hat abel meeropol (aka lewis allen) 1937 unter dem eindruck der rassistischen lynchmorde an thomas shipp und abram smith. abel meeropol war ein russischstämmiger jude, lehrer … Strange fruit weiterlesen
Prinz im Exil
am 6. april 1943 erschien die erste ausgabe des „kleinen prinzen“ bei „reynal & hitchcock“ in new york, wo antoine de saint-exupéry im exil lebte und die geschichte geschrieben und gezeichnet hatte. die meisten der späteren ausgaben in über 350 sprachen und dialekten orientieren sich an der version, die 1945 posthum in paris gedruckt wurde, … Prinz im Exil weiterlesen
Mr. Spock
mordko niemaj *26.3.1931. seine eltern stammten aus isaslaw in der westukraine, sind aber jeder für sich in die usa gekommen. mordko niemaj war schon 1913 allein zu fuss über die polnische grenze gegangen und verwandten nach amerika gefolgt, wo er sich max nimoy nannte. dora spinner und ihre mutter sarah ließen sich 1921 versteckt unter … Mr. Spock weiterlesen
Die Prinzipalin
friederike caroline neuber *9.3.1697 - schauspielerin, autorin, prinzipalin, theaterreformerin „kennen sie den geschmack der frau neuberin? man müßte sehr unbillig sein, wenn man dieser berühmten schauspielerin eine vollkommne kenntnis ihrer kunst absprechen wollte. sie hat männliche einsichten; nur in einem artikel verrät sie ihr geschlecht. sie tändelt ungemein gerne auf dem theater. alle schauspiele von … Die Prinzipalin weiterlesen
The Divine
sarah bernhardt, am 22.oktober 1844 als rosine bernard und uneheliche tochter der jüdischen niederländerin julie bernardt in paris geboren. „the divine“, stilikone ihrer zeit, rothaarig, klein, zierlich, laut zeitgenossen nicht sonderlich schön, aber mit einer umwerfenden aura versehen, egal ob in komödien, tragödien oder in hosenrollen von pelleas bis hamlet (foto). sie inspirierte ihre zahlreichen … The Divine weiterlesen
Liz, jew by choice
am 27.märz 1959 trat „cleopatra“ im temple israel in hollywood zum judentum über, nach ihrer ehe mit mike todd (avrom hirsch goldbogen) und vor der mit eddie fisher. warum? ihre biografin zitiert elisabeth (nun „elisheba rachel“) taylor mit den worten: “i felt terribly sorry for the suffering of the jews during the war. i was … Liz, jew by choice weiterlesen
