houdini wurde am 24.märz 1874 in budapest als erik weisz und sohn von mayer weisz und seiner zweiten frau cecilia steiner geboren. die deutsche wikipedia gibt den beruf seines vaters als „seifenmacher“ an. dr. mayer samuel weisz (1829–92) war aber rabbiner. 1878 emigrierten die weisz’ in die usa (laut familienlegende, weil dr. weisz einen ungarischen … Erik Weisz aka Houdini weiterlesen
Kategorie: Künstler:innen
Bloch in Shanghai
david ludwig bloch *25. märz 1910, besuchte eine gehörlosenschule in münchen, wurde porzellanmaler, studierte malerei und holzschnitt, wurde als jude von der kunstakademie verwiesen und in dachau in „schutzhaft“ genommen, konnte nach shanghai fliehen, zeichnete den alltag von chinesen und bewohnern des jüdischen ghettos, heiratete die ebenfalls taube chinesin lilly cheng disiu, emigrierte mit ihr … Bloch in Shanghai weiterlesen
Peggy Stone
Das weibliche Pendant zu Eddie Rosner: die Jazzpianistin und Diseuse Peggy Stone - eigentlich Peggy Hönigsberg, geborene Rosa Goldstein, geschiedene Mittmann, quasi geschiedene Tschemadanow, geschiedene Silberblatt. Ihre Eltern stammen aus Riga und Białystok an der Grenze des »jüdischen Ansiedlungsrayons« und fliehen vor den Pogromen nach Berlin. Rosa Goldstein wird am 19. März 1907 geboren, Pfalzburger … Peggy Stone weiterlesen
Ende einer Zirkusdynastie
die zwölf geschwister blumenfeld – auf dem ersten bild sehen wir alex, alfons und arthur – entstammten einer berühmten deutsch-jüdischen wanderzirkusdynastie, deren existenz mit der ermordung von 30 familienmitgliedern in der schoa endete. angefangen hatte alles im rheinland, wo die familie als seiltanz- und turngruppe schon im 17. jh. unterwegs war. der eigentliche gründer des … Ende einer Zirkusdynastie weiterlesen
Sitzredakteur
„der verantwortliche redakteur einer periodischen druckschrift wird nach §20 des reichspreßgesetzes auch ohne den besondern beweis seiner schuld als täter bestraft, sofern nicht durch besondere umstände die annahme seiner täterschaft ausgeschlossen wird. eine umgehung des gesetzes kann freilich insofern bewirkt werden, als nicht der wirkliche redakteur, sondern ein strohmann (sitzredakteur) auf den druckexemplaren als verantwortlicher … Sitzredakteur weiterlesen
Jedermann sein eigner Fussball
am 15. februar 1919 erschien die erste ausgabe der (dada)zeitschrift „jedermann sein eigner fussball“ von wieland herzfelde und seinem bruder helmut (john heartfield). es war auch die letzte. sie wurde wegen dieses gedichts von walter mehring verboten: Dunga, Kaká, Dida, Didi, Dedê,und der Coitus im Dreimäderlhaus (Mein neuestes Gedicht mit einer Einlage: Die neue Nationalhymne) … Jedermann sein eigner Fussball weiterlesen
Menjous „Pravda“
adolphe menjou, *18.2.1890. held zahlloser gentlemen-verführer-filme und namensgeber des "menjou-bärtchens“. der betont schmale bürstenbart auf der oberlippe galt in den 1920/30ern als der renner bei den herren, wird heute aber nur noch von 2% aller bärtigen getragen (behauptet zumindest eine diss, die ich quergelesen habe). während des kalten krieges war das menjou-bärtchen in der ost-propaganda … Menjous „Pravda“ weiterlesen
Yolla Niclas
yolla niclas hat nicht mal einen eigenen wikipedia-eintrag (stand 2019). wenn überhaupt, ist sie allenfalls als geliebte und muse alfred döblins bekannt. doch niclas war eine wunderbare fotografin, auch wenn man lange graben muss, um heute noch bilder von ihr zu finden.charlotte niclas wird am 24. februar 1900 in einer liberalen jüdischen kaufmannsfamilie am berliner … Yolla Niclas weiterlesen
Kekse von Mengele
dinah gottliebová-babbitt (1923–2009) überlebte auschwitz, weil sie zeichnen konnte und josef mengele ihre bilder gefielen. dinah studierte malerei und bildhauerei in brno und wurde mit 19 jahren mit ihrer mutter von prag aus erst nach theresienstadt, dann nach auschwitz verschleppt. hier traf sie ihren vater und dessen neue familie wieder, alle wurden vergast. und hier … Kekse von Mengele weiterlesen
Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig
erwin blumenfeld, am 26. januar 1897 in berlin geboren (papa betrieb die regenschirm- und spazierstockfirma „jordan & blumenfeld), gilt als einer der großen fotografen des 20. jahrhunderts, wenn auch im gering geachteten bereich der modefotografie. besonders lieb sind mir seine weniger bekannten, frühen, zwischen 1916 und 1933 entstandenen (dada-)montagen. in dieser zeit nutzte er den … Blumenfeld: bild- wie sprachgewaltig weiterlesen

