Henri Bergson *18. Oktober 1859, Philosoph und Literaturnobelpreisträger um seine philosopie fb-tauglich zu erklären, bin ich zu blöd, aber für ein paar sätze zu seinem familiären backround und leben reicht‘s: „bergson“ ist eigentlich „berekson“, also der „sohn von ber(ek)“. denn „ber“ bzw. „berek“ hieß henri bergsons urgroßvater väterlicherseits. dessen vater wiederum, szmul jakubowicz, genannt „zbytkower“, … Bergsons Wurzeln weiterlesen
Kategorie: Literaten & Philosophen
Ich brauche Menschen …
Lisa Baumfeld (1877–1897). Die lyrisch begabte einzige Tochter des Wwiener Bankdirektors Isidor Baumfeld und seiner Frau Paula wurde nur 19 Jahre alt. Ein Band mit ihren Gedichten erschien posthum. In Schönheit... Doch aus dem Spiegel trat - beklemmend naheMein eig'nes Bild.Ich hab‹ so oft geträumtVon blonder, stiller, märchenheller Schönheit,Daraus sich meine Seele weben sollt‹,Die ätherleichte, … Ich brauche Menschen … weiterlesen
Büchner an seine Braut
Geburtstag Georg Büchner *17.10.1813 Der 20(!)-jährige Georg Büchner an seine Braut Minna:„Hier [in Gießen] ist kein Berg, wo die Aussicht frei sei. Hügel hinter Hügel und breite Täler, eine hohle Mittelmäßigkeit in Allem; ich kann mich nicht an diese Natur gewöhnen, und die Stadt ist abscheulich. Bei uns ist Frühling, ich kann deinen Veilchenstrauß immer … Büchner an seine Braut weiterlesen
Theorie des „Café Central«
Geburtstag Alfred Polgar (Polak) * 17. Oktober 1873 Wien Theorie des „Café Central" Das Café Central ist nämlich kein Caféhaus wie andere Caféhäuser, sondern eine Weltanschauung, und zwar eine, deren innerster Inhalt es ist, die Welt nicht anzuschauen. Was sieht man schon? Doch davon später. So viel steht erfahrungsgemäß fest, daß keiner im Central ist, … Theorie des „Café Central« weiterlesen
„Fack ju Göhte“
„Du kennst das Volk, das man die Juden nennt, Das außer seinem Gott nie einen Herrn erkennt.Du gabst ihm Raum und Ruh, sich weit und breit zu mehrenUnd sich nach seiner Art in deinem Land zu nähren; Du wurdest selbst ihr Gott, als ihrer sie verstießUnd Stadt- und Tempelspracht in Flammen schwinden ließ: (…)Laß sie … „Fack ju Göhte“ weiterlesen
Julians Lokomotive
julian tuwim 1894–1953, polnisch-jüdischer lyriker mit feinem humor. ein gedicht für kinder: LokomotiveDie große Lok ist heiß.Ihr Öl tropft auf das Gleis.Und Öl ist, wie man weiß, Lokomotivenschweiß. Der Heizer, der füllt ihr mit Kohle den Bauch. Drum keucht sie und jammert und stöhnt unterm Rauch:UCH, ist das heiß!HUH, so viel Schweiß!PUH, welche Glut!DAS tut … Julians Lokomotive weiterlesen
Izchak Katzenelson – in memoriam
izchak katzenelson, geboren 1.7.1886 in kareliczi, vergast 1.5.1944 in auschwitz Ich hatte einen Traum Ich hatte einen schrecklichen Traum. Meine Leute sind nicht mehr, meine Leute sind weg. Ich sprang mit einem Schrei auf: Ah! Ah! Was ich geträumt habe, ist mir passiert! Gott in den Höhen! Ich rufe zitternd an: Im Namen dessen, was und warum mein Volk gestorben ist? Im Namen dessen, was ist er … Izchak Katzenelson – in memoriam weiterlesen
Kafkas Augen
Franz Kafkas Augenfarbe in 15 Aussagen oder warum man nachkolorierten Schwarz-Weiß-Fotos misstrauen sollte: _ „…der Blick seiner dunklen Augen“ (Felix Weltsch)_„…mit seinen stahlblauen Augen“ (Dora Geritt)_„…sah mich aus seinen dunklen Augen (…) an“ (Anna Lichtenstein) _ „…die Augen kühn, blitzend grau“ (Max Brod) _„…braune, schüchterne Augen“ (Dora Diamant)_„…sein dunkler Blick“ (Michal Mareš) _„…tiefblaue Augen“ (Tile … Kafkas Augen weiterlesen
Brief an einen Unbekannten
lion feuchtwangers „offener brief“ an einen unbekannten, „pariser tageblatt“, 3/1935: „An den Bewohner meines Hauses Mahlerstrasse 8 in Berlin Ich weiss nicht, wie Sie heissen, mein Herr, und auf welche Art Sie in den Besitz meines Hauses gelangt sind. Ich weiss nur, dass vor zwei Jahren die Polizei des Dritten Reichs mein gesamtes bewegliches und … Brief an einen Unbekannten weiterlesen
Einem Epigramm lässt sich nicht widersprechen
Edgar Allan Poe *19.Januar 1809 Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt. Wenn ich herausfinden will, wie klug oder wie dumm, wie gut oder wie böse einer ist oder was er im Augenblicke denkt, so ahme ich genau seinen Gesichtsausdruck nach und warte ab, was für … Einem Epigramm lässt sich nicht widersprechen weiterlesen










