Sie ist die wichtigste Kinderbuchautorin der Weimarer Zeit, ihre Bücher verkaufen sich in sieben Millionen Exemplaren, ihre „Nesthäkchen“-Bände stehen in jedem deutschen Mädchenzimmer. Umgebracht wird sie trotzdem … johanna else ury (*1.11.1877) ist eines von vier kindern des jüdischen berliner tabakfabrikanten emil ury und seiner frau franziska schlesinger. die urys wohnen zunächst am alex, 1905 … „Nesthäkchen“ Else Ury weiterlesen
Kategorie: Literaten & Philosophen
Andrej Bely
hat geburtstag: andrej bely (boris nikolajevich bugajev) *26. oktober 1880 – der vermutlich wichtigste prosadichter und programmatiker des russischen symbolismus, antroposoph, rudolf-steiner-groupie, alexander-blok-freund (und -feind)...wer spaß an verworrenen, psychodelischen geschichten hat, lese sein literarisches hauptwerk von 1913, den roman „petersburg“ über den senator apollon apollonowitsch ableuchow, den nabokow neben „ulysses« und kafkas „verwandlung« zu den … Andrej Bely weiterlesen
Todestag Arno Holz
Arno Holz 26. April 1863–26. Oktober 1929 • SelbstporträtNur wenigen bin ich sympathisch, denn ach, mein Blut rollt demokratisch, und meine Flagge wallt und weht: Ich bin nur ein Tendenzpoet!Auf Reime bin ich wie versessen, drum lob ich plötzlich die Tscherkessen, und wüst durch mein Gehirn scherwenzen verrückt gewordene Sentenzen.Mein Blut rollt schwarz, mein Herz schlägt … Todestag Arno Holz weiterlesen
Bergsons Wurzeln
Henri Bergson *18. Oktober 1859, Philosoph und Literaturnobelpreisträger um seine philosopie fb-tauglich zu erklären, bin ich zu blöd, aber für ein paar sätze zu seinem familiären backround und leben reicht‘s: „bergson“ ist eigentlich „berekson“, also der „sohn von ber(ek)“. denn „ber“ bzw. „berek“ hieß henri bergsons urgroßvater väterlicherseits. dessen vater wiederum, szmul jakubowicz, genannt „zbytkower“, … Bergsons Wurzeln weiterlesen
Ich brauche Menschen …
Lisa Baumfeld (1877–1897). Die lyrisch begabte einzige Tochter des Wwiener Bankdirektors Isidor Baumfeld und seiner Frau Paula wurde nur 19 Jahre alt. Ein Band mit ihren Gedichten erschien posthum. In Schönheit... Doch aus dem Spiegel trat - beklemmend naheMein eig'nes Bild.Ich hab‹ so oft geträumtVon blonder, stiller, märchenheller Schönheit,Daraus sich meine Seele weben sollt‹,Die ätherleichte, … Ich brauche Menschen … weiterlesen
Büchner an seine Braut
Geburtstag Georg Büchner *17.10.1813 Der 20(!)-jährige Georg Büchner an seine Braut Minna:„Hier [in Gießen] ist kein Berg, wo die Aussicht frei sei. Hügel hinter Hügel und breite Täler, eine hohle Mittelmäßigkeit in Allem; ich kann mich nicht an diese Natur gewöhnen, und die Stadt ist abscheulich. Bei uns ist Frühling, ich kann deinen Veilchenstrauß immer … Büchner an seine Braut weiterlesen
Theorie des „Café Central«
Geburtstag Alfred Polgar (Polak) * 17. Oktober 1873 Wien Theorie des „Café Central" Das Café Central ist nämlich kein Caféhaus wie andere Caféhäuser, sondern eine Weltanschauung, und zwar eine, deren innerster Inhalt es ist, die Welt nicht anzuschauen. Was sieht man schon? Doch davon später. So viel steht erfahrungsgemäß fest, daß keiner im Central ist, … Theorie des „Café Central« weiterlesen
„Fack ju Göhte“
„Du kennst das Volk, das man die Juden nennt, Das außer seinem Gott nie einen Herrn erkennt.Du gabst ihm Raum und Ruh, sich weit und breit zu mehrenUnd sich nach seiner Art in deinem Land zu nähren; Du wurdest selbst ihr Gott, als ihrer sie verstießUnd Stadt- und Tempelspracht in Flammen schwinden ließ: (…)Laß sie … „Fack ju Göhte“ weiterlesen
Julians Lokomotive
julian tuwim 1894–1953, polnisch-jüdischer lyriker mit feinem humor. ein gedicht für kinder: LokomotiveDie große Lok ist heiß.Ihr Öl tropft auf das Gleis.Und Öl ist, wie man weiß, Lokomotivenschweiß. Der Heizer, der füllt ihr mit Kohle den Bauch. Drum keucht sie und jammert und stöhnt unterm Rauch:UCH, ist das heiß!HUH, so viel Schweiß!PUH, welche Glut!DAS tut … Julians Lokomotive weiterlesen
Izchak Katzenelson – in memoriam
izchak katzenelson, geboren 1.7.1886 in kareliczi, vergast 1.5.1944 in auschwitz Ich hatte einen Traum Ich hatte einen schrecklichen Traum. Meine Leute sind nicht mehr, meine Leute sind weg. Ich sprang mit einem Schrei auf: Ah! Ah! Was ich geträumt habe, ist mir passiert! Gott in den Höhen! Ich rufe zitternd an: Im Namen dessen, was und warum mein Volk gestorben ist? Im Namen dessen, was ist er … Izchak Katzenelson – in memoriam weiterlesen










