Samuel Agnon (Czaczkes), 8.8.1887–17.2.1970, Literaturnobelpreis 1966, zusammen mit Nelly Sachs„Sie wollen von mir (…) ein Wort über unseren Freund Agnon hören. Nicht viele, sondern eines. Hier ist es: Agnon hat die Weihe zu den Dingen des jüdischen Lebens. Es gibt andere, die wie er um diese Dinge wissen, aber ihr Wissen ist dürr. Es gibt … Buber über Agnon weiterlesen
Kategorie: Literaten & Philosophen
Lieblingsnase
Joachim Ringelnatz (Hans Boetticher) *7.8.1883 Bist du schon auf der Sonne gewesen?Nein? – Dann brich dir aus einem BesenEin kleines Stück Spazierstock herausUnd schleiche dich heimlich aus dem HausUnd wandere langsam in aller RuhImmer direkt auf die Sonne zu. So lange, bis es ganz dunkel geworden.Dann öffne leise dein Taschenmesser,Damit dich keine Mörder ermorden.Und wenn … Lieblingsnase weiterlesen
An unsere Märtyrer
Ricarda Huch (18.7.1864 – 17.11.1947)An unsere MärtyrerSchmerzen, unsägliche, litt der griechische Heros, bevor erSterben durfte und die erlösende Flamme noch schmerzte.Meine Helden, geliebte, ihr littet schwerer als jene,Schmachvoll gemartert, verhöhnt, von keinem Freunde getröstet.Ihr, die das Leben gabt für des Volkes Freiheit und Ehre,Nicht erhob sich das Volk, euch Freiheit und Leben zu retten.Ach, wo … An unsere Märtyrer weiterlesen
Der letzte Bohemien
In memoriam JOHN HÖXTER (2.1.1884 – 15.11.1938) Dass über John Höxter, den »dunkelsten aller Morphinisten«, den »Dante« und »Ahasver«, der im »Romanischen Café« als »Pumpgenie« von Tisch zu Tisch wanderte wie der Ewige Jude von Land zu Land und dessen Freunde heute zur ersten Garde des literarischen Expressionismus zählen, so viele Anekdoten und Gerüchte und so wenig »harte Fakten« zu finden … Der letzte Bohemien weiterlesen
Bierbaum-Selbstbetrachtung
Otto Julius Bierbaum (28.6.1865 – 1.2.1910) „Otto Julius Bierbaum erblickte das Licht dieser Welt am 28. Juni 1865 zu Grünberg in Niederschlesien als der Sohn eines eingebornen Konditors und einer sächsischen Bergmannstochter. In der väterlichen Familie waren zwei Berufszweige erblich: Ein süßer: die Zuckerbäckerei, und ein saurer: die protestantische Theologie. Otto Julius hatte aber wohl einen … Bierbaum-Selbstbetrachtung weiterlesen
Pasternaks Muse
Olga Iwinskaja *16.Juni 1912 – Boris Pasternaks Muse, Geliebte, Freundin und Vorbild der Lara in „Dr. Schiwago“ saß für die Liebe zu ihm Jahre im Gulag … Sie begegneten sich im Oktober 1946 zum ersten Mal, in der Redaktion des Literaturmagazins „Novy Mir“, ihrer Arbeitsstelle. Sie war Lektorin, 34 und Pasternak 22 Jahre älter, er … Pasternaks Muse weiterlesen
An die Nachgeborenen
15. Juni 1939. In der Pariser Exilzeitschrift „Die neue Weltbühne“ erscheint Bertolt Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“ 1.Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte StirnDeutet auf Unempfindlichkeit hin. Der LachendeHat die furchtbare NachrichtNur noch nicht empfangen.Was sind das für Zeiten, wo Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen istWeil es … An die Nachgeborenen weiterlesen
Eine vergessene: Grace Aguilar
grace aguilar *2. juni 1816. auch wenn sie nur 31 jahre alt wurde und uns ihr name heute kaum noch etwas sagt, war grace aguilar zur ihrer zeit eine gefeierte schriftstellerin und dichterin, deren werke im gesamten britischen empire, in europa und in den usa verbreitet und ins französische, deutsche und hebräische übersetzt wurden. sie … Eine vergessene: Grace Aguilar weiterlesen
Dichter, Anarchist, Attentäter
scholem schwarzbard – dichter, anarchist, attentäter - schießt am 25. mai 1926 in der rue racine im pariser quartier latin mit den rufen „das für die pogrome - dies für die massaker - dies für die opfer“ den exil-ukrainer symon petljura nieder und übergibt seine waffe den herbeieilenden polizisten mit den worten: „ich habe einen … Dichter, Anarchist, Attentäter weiterlesen
Tabori-Zettelkasten
george (györgy) tabori 🎂 24. mai 1914 Für mich ist die Heimat, ich habe es mal so formuliert: Bett, Bühne, Bücher. 1969 bin ich nach Deutschland gekommen - fragen Sie mich nicht, wieso. Alles ist autobiografisch - auch eine Einkaufsliste. Ich habe einige Lehrer gehabt. Für mich ist Theatermachen ein Lernprozess. Den Aristoteles finde ich … Tabori-Zettelkasten weiterlesen










