James Joyce *2. Februar 1882 Ein nur als Fragment erhaltenes Gedicht des 9-jährigen Joyce lässt schon den späteren Sprachmixer ahnen: Et Tu, HealyHis quaint-perched aerie on the crags of TimeWhere the rude din of this centuryCan trouble him no more.[...]My cot alas that dear old shady homeWhere oft in youthful sport I playedUpon thy verdant … James Joyce, 9 Jahre weiterlesen
Kategorie: Literaten & Philosophen
Berliner Appell 1982
25. januar 1982: nach dem „krefelder appell“ der westdeutschen friedensbewegung richten robert havemann und rainer eppelmann auch in der ddr einen „berliner appell – frieden schaffen ohne waffen“ an ihre regierung: 1Es kann in Europa nur noch einen Krieg geben, den Atomkrieg. Die in Ost und West angehäuften Waffen werden uns nicht schützen, sondern vernichten. … Berliner Appell 1982 weiterlesen
„Linksler“ Anton Kuh
Anton Kuh (12.7.1890 Wien – 18.1.1941 New York) – von den Nazis ins Exil getriebener jüdischer Feuilletonist, Satiriker, Kaffeehausoriginal, Bon vivant, Provokateur und selbst ernannter „Linksler“ mit scharfem Verstand und ätzender Zunge Wenn einer Kuh heißt und ernst genommen werden will, muß er so tun, als wäre er ein Stier.Was ist ein Kaffeehausliterat? Ein Mensch, … „Linksler“ Anton Kuh weiterlesen
Ida Dehmel
Ida Dehmel, geb. Coblenz 14.1.1870 – 19.9.1942 suizid Ida und Richard DehmelPsalm zweier Sterblichen DER MANNGöttin Zukunft,mit gefesselten Händen hältst dueine geschlossene Schriftrolle,drin mein Schicksal verzeichnet steht.Langsam, Tag für Tag,ringe ich deinen FingernZoll für Zoll die Urkunde ab,Zeile für Zeile.Bis der Augenblick kommt,wo das entrollte Papier,eh ich das letzte Wort noch las,meinem erschöpften Arm entfällt;und … Ida Dehmel weiterlesen
Die Sprüche der (vielen) Väter
Hat sich Karl Marx den ihm zugeschriebenen berühmten Slogan „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" oder die Redewendung von der Religion als „Opium des Volkes“ ausgedacht? Nicht wirklich. Einen Vorläufer der Proletarier, die sich gefälligst vereinigen sollen, finden wir schon in einem Brief vom 26. August 1846 aus London an Friedrich Engels in Brüssel: „…Wir haben … Die Sprüche der (vielen) Väter weiterlesen
Schlemiel und die Saubohnen
„Wie sich der Chanukaleuchter des Ziegenfellhändlers Cohn in Pinne zum Christbaum des Commerzienrats Conrad in der Tiergartenstraße (Berlin W.) entwickelte.“ Mich hat schon lange geärgert, dass diese großartige Karikatur überall nur angeschnitten zu finden ist. Also habe ich die ganze Zeitschrift „Schlemiel“, in der das Bild 1904 erschienen ist, gesucht und beim Leo Back Institut … Schlemiel und die Saubohnen weiterlesen
Jean Genet
Jean Genet *19. Dezember 1910 Am interessantesten ist die Innenseite der Außenseiter.Als ich das erstemal schrieb, verspürte ich das erstemal den Geschmack der Freiheit.In der moralischen Entrüstung schwingt auch immer die Besorgnis mit, vielleicht etwas versäumt zu haben.Ich möchte, daß die Welt sich nicht verändert, damit ich mir erlauben kann, gegen die Welt zu sein.Wer die … Jean Genet weiterlesen
Der Engel der Geschichte
18. dezember – paul klee hat heute geburtstag mit dem angelus novus bin ich aufgewachsen, meine mutter hatte an jedem unserer wohnorte eine kopie über ihrem zeichentisch zu hängen.walter benjamin hat das original 1921 in münchen gekauft und vorübergehend bei gershom scholem untergebracht, der es ihm nach berlin schickte. als benjamin 33 floh, ließ er es … Der Engel der Geschichte weiterlesen
Ofenröhre wird Katze
Walter Benjamin. Hauptzüge der ersten Haschisch-Impression. Geschrieben 18. Dezember 1927. 3½ Uhr früh:1) Geister schweben (vignettenhaft) hinter der rechten Schulter. Kühle in dieser Schulter. In diesem Zusammenhang: »Ich habe das Gefühl, daß außer mir 4 im Zimmer sind.« (Umgehung der Notwendigkeit sich mitzuzählen.)2) Erläuterung der Potemkinanekdote durch die Erklärung: Suggestion sei: einem die Maske (des … Ofenröhre wird Katze weiterlesen
Selma Mehrbaum, Dichterin
Selma Meerbaum 15.8.1924 Czernowitz – 16.12.1942 Arbeitslager MichailowkaDie Bäume sind von weichem Lichte übergossen,im Winde zitternd glitzert jedes Blatt.Der Himmel, seidig-blau und glatt,ist wie ein Tropfen Tau vom Morgenwind vergossen.Die Tannen sind in sanfte Röte eingeschlossenund beugen sich vor seiner Majestät, dem Wind.Hinter den Pappeln blickt der Mond aufs Kind,das ihm den Gruß schon zugelächelt … Selma Mehrbaum, Dichterin weiterlesen









