5. september 1866: am jüdischen neujahrstag (25. elul 5626) wird die „neue synagoge“ in der oranienburger straße in berlin eingeweiht. ehrengast ist der preußische ministerpräsident otto von bismarck. mit 3200 plätzen ist das orientalisch gehaltene prunkstück des baumeisters eduard knobloch die größte synagoge deutschlands. in der pogromnacht 1938 läßt der couragierte reviervorsteher vom hackenschen markt, … Synagoge Oranienburger Straße weiterlesen
Kategorie: Orte
Planschen in Wilmersdorf
diese schicke xxl-badehose ist mir neulich im stadtmuseum ins auge gesprungen. hab mal nachgeschaut, was es mit dem „seebad wilmersdorf“ auf sich hatte:es gehörte otto schramm. der stammte aus einer landwirtefamilie und war im boomenden berlin in den 1870/80ern durch den verkauf von land zu einem millionenvermögen gekommen. in deutsch-wilmersdorf, damals noch ein ruhiges kaff … Planschen in Wilmersdorf weiterlesen
Brief an einen Unbekannten
lion feuchtwangers „offener brief“ an einen unbekannten, „pariser tageblatt“, 3/1935: „An den Bewohner meines Hauses Mahlerstrasse 8 in Berlin Ich weiss nicht, wie Sie heissen, mein Herr, und auf welche Art Sie in den Besitz meines Hauses gelangt sind. Ich weiss nur, dass vor zwei Jahren die Polizei des Dritten Reichs mein gesamtes bewegliches und … Brief an einen Unbekannten weiterlesen
Über Berliner und Schwaben
Johannes Trithemius (1462–1516):„Die Einwohner sind gut, aber zu rauh und ungelehrt, sie lieben mehr die Schmausereien und den Trunk als die Wissenschaften. Selten findet man einen Mann, der die Bücher liebt, sondern aus Mangel der Erziehung und der Lebensart ziehen sie die Gesellschaften, den Müßiggang und die Pokale vor. Die Ausschweifung im Trinken wirdvon ihnen … Über Berliner und Schwaben weiterlesen
Der beste Liebesmarkt der Stadt
am 2. mai 1869 eröffnet das pariser varieté „folies bergère (anfangs als „folies trévise“, bis der duc de trévise gegen die verwendung seines namens für einen amüsierschuppen protestierte). wie man an den schönen plakaten sieht, gab es hier neben der hauptsparte – erotik und leicht bekleidete tänzerinnen – anfangs auch kuntschützen, „lebende bilder“, boxende kängurus, … Der beste Liebesmarkt der Stadt weiterlesen
Hoheit Amanullerich
Weimarer Republik, 22. Februar 1928: Der afghanische König Amanullah besucht als erstes Staatsoberhaupt nach dem Ersten Weltkrieg die deutsche Hauptstadt. Der Lehrter Bahnhof ist mit Fahnen, Tannengrün und roten Teppichen geschmückt, die Reichswehrkapelle intoniert „Preußens Gloria“, Reichspräsident Paul Hindenburg begrüßt den König und seine Gattin Suraya, die Berliner (die ihn „Amanullerich“ oder „Ullemulle“ nennnen) jubeln … Hoheit Amanullerich weiterlesen
Liebeserklärung an die Frau Jerusalem
Der Londoner Historiker Simon Sebag Montefiore, Nachfahre des Stifters der fotogenen Jerusalemer Windmühle und spätestens seit seiner Stalin-Biographie im Olymp der Geschichtsbestseller-Autoren angelandet, hat ein neues Objekt der Begierde: die Stadt der Städte – Jerusalem. Welch ein Glück, denn Montefiore ist ein begnadeter Rechercheur, mit der Fähigkeit, sich im Labyrinth der Jerusalemer Geschichte nicht zu … Liebeserklärung an die Frau Jerusalem weiterlesen
Die erste Tram
26.11.1832. die erste straßenbahn der welt, die „new york and harlem rail road“, geht in betrieb, auf schienen, gezogen von pferden... in deutschland startet der straßenbahnverkehr erst sehr viel später. schneller geht’s in frankreich (1839), österreich (1840), kuba (1858), chile (1858), brasilien (1859), england (1860), australien (1861), schweiz (1862) und sogar in ägypten (1860) und südafrika (1863). … Die erste Tram weiterlesen
Großberlin
am 1. oktober 1920 wurde unser gemütliches berlin zu groß-berlin und war plötzlich mit 3,8 millionen einwohnern (mehr als heute) nach london und new york die bevölkerungsreichste stadt der welt...die bildung eines neuen großgebietes sollte die stadtplanung verbessern (verkehr, siedlungsbau u.a.) und finanzielle und soziale ungleichgewichte zwischen kernstadt und umland ausgleichen (stichwort steuerzahlungen, geringere sozialkosten … Großberlin weiterlesen
Clärchens Ballhaus
die schäferstochter clara „clärchen“ mixdorf war die frau von fritz bühler, der im september 1913 im hinterhaus der auguststraße 24/25 in mitte „bühlers ballhaus“ eröffnete. dann kam der erste weltkrieg und das vorläufige ende von amüsements. nach dem krieg sollen sich oben im spiegelsaal studenten zum mensurgechten getroffen und unten im tanzsaal die kriegerwitwen beim … Clärchens Ballhaus weiterlesen










