Offenbacher Haggada

die „offenbacher haggada“, 1927 für siegfried guggenheim gestaltet und in 300 exemplaren in seinem privatverlag gedrucktder aus worms stammende kunstmäzen siegfried guggenheim - weltkriegsteilnehmer, promovierter jurist und lange jahre vorsitzender der jüdischen gemeinde offenbachs – wollte eigentlich seine kinder motivieren, sich für die jüdischen feiertage zu interessieren. er sammelte legenden, gleichnisse, sprüche und lieder, die … Offenbacher Haggada weiterlesen

Ein Steckbrief von 1895

Ich mag alte Zeitungsanzeigen. Den Steckbrief hab ich auf Pinterest entdeckt, kurz gedacht: Ojwej, Giftmörder und nach Amerika abgehauen … ob sie die wohl noch gekriegt haben? Und weitergeblättert.Aber die beiden haben mich dann doch neugierig gemacht. Und manchmal ist es erstaunlich: Weil, googelt man z. B. einen alten Schulfreund, findet man auch mit „Engelsgeduld“ … Ein Steckbrief von 1895 weiterlesen

Rrrrrrussisch Brot

diese „russische“ spezialität kennt heute zumindest kein mensch in russland (außer er hat vielleicht in der ddr studiert). ihre erfindung liegt tatsächlich etwas im dunklen.  nach der gängigsten version hat der dresdener bäckergeselle ferdinand wilhelm hanke die rezeptur für die „bukwy“ („buchstaben“) 1844 in sankt petersburg kennengelernt, wo er auf der walz gewesen sein und … Rrrrrrussisch Brot weiterlesen

Th.Th. Heine

thomas theodor heine *28. februar 1867 – geboren als david heine und sohn eines jüdischen gummiwarenfabrikaten, ist berühmt für seine beißenden karikaturen gegen spießer, kirche und bürokraten im „simplicissimus (und für seine süßen möpse). 1933 musste er aus deutschland fliehen.  den roman „ich warte auf wunder“, den er 1944 im schwedischen exil beendet hat, kann … Th.Th. Heine weiterlesen

Als die „Cheljuskin“ sank

„cheljuskin“ (der name eines polarforschers) wurde ein unvergessliches zauberwort für mich, nachdem mir mein alter herr aus seinen bibliophilen beständen ein 1936 in london gedrucktes kinderbuch überlassen hatte, das die geschichte von fünf jungs aus prag erzählt, die von zuhause ausreißen, um bei der rettung von schiffbrüchigen zu helfen; denn am 13. februar 1934 war … Als die „Cheljuskin“ sank weiterlesen

Knappe Buchtitel:)

Rituale nupturientium, oder: Beschreibung der Hochzeit-Gebräuche welche unter den bekantesten Völckern, Christen, Juden und Heyden, in allen Theilen der Welt, von alters her beobachtet worden, auch zum Theil noch üblich sind. Nebst beygefügter kurtzen Betrachtung von dem Ehestande und dessen Wirckungen; imgleichen von dem Laster des Ehebruchs, und wie derselbe von vielen Nationen wunderlich, jedoch meistens … Knappe Buchtitel:) weiterlesen

„N*ger Familie“ und Sklavenhandel 1792

Neulich ist mir ein kleiner Lederband in die Hände gefallen, 1791 bei Johann Friedrich Unger in Berlin gedruckt: „Physiognomischer Almanach für das Jahr 1792“, herausgegeben von einem Schweizer Arzt namens Christoph Girtanner. Es enthält alle möglichen Episoden und Weisheiten, die in eine umständliche Rahmenhandlung verpackt sind, und am Ende zwölf Kupfertafeln nach Daniel Chodowiecki, unter … „N*ger Familie“ und Sklavenhandel 1792 weiterlesen

Der Ba‘al Schem von Michelstadt 

Das Grab des Seckel Löb Wormser (1768–1847) in Michelstadt im Odenwald ist ein Wallfahrtsort für orthodoxe Juden aus aller Welt. Zur Jahrzeit des Ba’al Schem reisen sie an, um hier zu beten… auch wenn der originale Grabstein in der Nazizeit zerstört wurde.Karl Erich Grözinger, emeritierter Professor für Religionswissenschaften und Jüdische Studien, hat ein Buch über … Der Ba‘al Schem von Michelstadt  weiterlesen