Albert Eckhouts bunte Vögel

albert eckhout (1607–1665) tat das gleiche, wofür alexander von humboldt berühmt wurde, nur 150 jahre früher! der niederländer bereiste mit einer expedition acht jahre lang südamerika, vor allem brasilien, erforschte die natur und zeichnete detailliert, was er sah: die einheimischen ethnien, die tropischen früchte, pflanzen und vögel. es entstanden mehr als tausend wunderschöne skizzen, zeichnungen und … Albert Eckhouts bunte Vögel weiterlesen

Mignons

ein wunderschönes porträt: drei „favoriten“ des französischen königs henri IIIder chronist pierre de l’estoile 1576 über die „mignons“ (französisch für „lieblinge“ oder „zierliche“) genannten, in der mehrzahl bi- oder homosexuellen günstlinge des sohnes von caterina de’ medici (der kurz könig von polen war, bevor er den französischen thron bestieg): „der name mignons begann sich zu … Mignons weiterlesen

Das Narrenschiff

1. juni 1497: die moralsatire „das narrenschiff“ des humanisten sebastian brant erscheint in lateinischer übersetzung. sie macht das werk zum erfolgreichsten buch des mittelalters und den narren zu dessen beliebtester figur.  die illustrationen stammen aus dem drei jahre zuvor erschienen deutschen original, in dem der holzschnitzer, möglicherweise der junge albrecht dürer, brants themen – wie … Das Narrenschiff weiterlesen

Rembrandt wohnt einer Obduktion bei

16. januar 1632: rembrandt van reijn wohnt einer obduktion bei und malt anschließend die „anatomie des dr. tulp“ anatomische demonstrationen fanden im 17. jahrhundert nur im winter statt, wenn die kälte die verwesung etwas verzögerte und sich der geruch mit kräutern und weihrauch noch gut überdecken ließ. die vorführungen waren große spektakel, bei denen gegessen, … Rembrandt wohnt einer Obduktion bei weiterlesen

Eulen-Mythen

obwohl eulen (verglichen mit krähen oder papageien) doch ziemlich blöd sind, gelten sie gemeinhin als inbegriff von klugheit und weisheit. mit ihrem flächigen gesicht, den augenbauen, den runden augen und ihrem stoisch, abgeklärt oder beobachtend wirkenden blick sind sie menschen ja tatsächlich etwas ähnlich. kein wunder also, dass den eulen (manchmal vermeintlich) menschliche eigenschaften wie … Eulen-Mythen weiterlesen

Als die „Cheljuskin“ sank

„cheljuskin“ (der name eines polarforschers) wurde ein unvergessliches zauberwort für mich, nachdem mir mein alter herr aus seinen bibliophilen beständen ein 1936 in london gedrucktes kinderbuch überlassen hatte, das die geschichte von fünf jungs aus prag erzählt, die von zuhause ausreißen, um bei der rettung von schiffbrüchigen zu helfen; denn am 13. februar 1934 war … Als die „Cheljuskin“ sank weiterlesen

Die Erfindung des Blitzableiters

„Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Misstrauensvotum gegen den lieben Gott.“ (Karl Kraus)Blitzeinschläge haben Jahrtausende lang große Schäden angerichtet. In der Antike galten Blitz und Donner als „Wink“ der zürnenden, aber auch rettenden Gottheit. Die griechische Mythologie ordnete das Gewitter dem Göttervater Zeus zu, den man ja häufig auch mit einem Bündel … Die Erfindung des Blitzableiters weiterlesen

Langweil im Mittelalter?

menschen kritzeln anscheinend schon immer herum – aus langeweile, um schreibgeräte auszuprobieren oder aus freude am zeichnen. der niederländische buchhistoriker erik kwakkel hat gezielt nach den anfängen dieser kritzeleien gesucht und ist fündig geworden - in büchern aus dem mittelalter, mit denen kindern moral beigebracht werden sollte und in manuskripten, die klosterschreiber zu kopieren hatten … Langweil im Mittelalter? weiterlesen