„cheljuskin“ (der name eines polarforschers) wurde ein unvergessliches zauberwort für mich, nachdem mir mein alter herr aus seinen bibliophilen beständen ein 1936 in london gedrucktes kinderbuch überlassen hatte, das die geschichte von fünf jungs aus prag erzählt, die von zuhause ausreißen, um bei der rettung von schiffbrüchigen zu helfen; denn am 13. februar 1934 war … Als die „Cheljuskin“ sank weiterlesen
Kategorie: Wunderkammer
Die Erfindung des Blitzableiters
„Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Misstrauensvotum gegen den lieben Gott.“ (Karl Kraus)Blitzeinschläge haben Jahrtausende lang große Schäden angerichtet. In der Antike galten Blitz und Donner als „Wink“ der zürnenden, aber auch rettenden Gottheit. Die griechische Mythologie ordnete das Gewitter dem Göttervater Zeus zu, den man ja häufig auch mit einem Bündel … Die Erfindung des Blitzableiters weiterlesen
Langweil im Mittelalter?
menschen kritzeln anscheinend schon immer herum – aus langeweile, um schreibgeräte auszuprobieren oder aus freude am zeichnen. der niederländische buchhistoriker erik kwakkel hat gezielt nach den anfängen dieser kritzeleien gesucht und ist fündig geworden - in büchern aus dem mittelalter, mit denen kindern moral beigebracht werden sollte und in manuskripten, die klosterschreiber zu kopieren hatten … Langweil im Mittelalter? weiterlesen
Dämonen-Lehre
Klassifizierung der Dämonen, Kabbalistische Symbole und magische Künste zum Beschwören böser Geister (hier hauptsächlich zum Zwecke des Schatzgrabens), in: „Compendium rarissimum totius artis magicae sistematisatae per celeberrimos artis hujus magistro“. deutsch/latein, ca. 1775übrigens: „Die Meinung der ältesten Rabiner ist, von bösen Geistern: Das als Adam sah, das Kain seinen Bruder Abel ermordet hat, er darüber … Dämonen-Lehre weiterlesen
Die vielleicht bedeutendste Feministin des 20. Jahrhunderts …
… von der man noch nie etwas gehört hat.als ich das erste mal von beate sirota (1923–2012) las, konnte ich jedenfalls kaum glauben, dass eine 22jährige wiener jüdin 1946 die neue japanische verfassung mit geschrieben und in ihr frauen- und gleichheitsrechte installiert haben sollte – fast eine revolution, wenn man bedenkt, wie konservativ und frauenfeindlich … Die vielleicht bedeutendste Feministin des 20. Jahrhunderts … weiterlesen
Liebeserklärung an die Frau Jerusalem
Der Londoner Historiker Simon Sebag Montefiore, Nachfahre des Stifters der fotogenen Jerusalemer Windmühle und spätestens seit seiner Stalin-Biographie im Olymp der Geschichtsbestseller-Autoren angelandet, hat ein neues Objekt der Begierde: die Stadt der Städte – Jerusalem. Welch ein Glück, denn Montefiore ist ein begnadeter Rechercheur, mit der Fähigkeit, sich im Labyrinth der Jerusalemer Geschichte nicht zu … Liebeserklärung an die Frau Jerusalem weiterlesen
Emil Translate
emil krebs, der das war, was googletranslate nie sein wird… am 15.11.1867 in der schlesischen provinz geboren, bekam klein-emil in der dorfschule sein erstes französisch-wörterbuch in die finger – und war nicht mehr zu halten… erst die klassiker: latein, hebräisch, griechisch, dann arabisch, polnisch... zum abitur konnte er schon zwölf sprachen. am ende sollten es 68 sein, die … Emil Translate weiterlesen
Theoretisch relativ kühl
am 11.11.1930 wurde albert einstein und leó szilárd das us-patent 1.781.541 auf einen kühlschrank erteilt.die beide hatten sich 1920 in berlin kennengelernt. einstein war schon weltberühmt, der 19 Jahre jüngere szilard stand kurz vor der promotion. als er die in der tasche hatte, riet ihm einstein, sich beim patentamt zu bewerben, um ein regelmäßiges einkommen zu … Theoretisch relativ kühl weiterlesen
Tycho Blase, Brahes Nase
als kind hat mich meine mama mal zum denkmal von tycho brahe geschleppt und mir erzählt, der arme sei gestorben, weil er sich bei einem bankett am königshof nicht getraut hatte, vom tisch aufzustehen, obwohl er dringend pinkeln musste und dass ihm deswegen die blase geplatzt sei. und er außerdem eine goldene nase hatte. was … Tycho Blase, Brahes Nase weiterlesen
Bayrische „Bräuche“
am 12. oktober 1435 ließ bayernherzog ernst die 25jährige agnes bernauer bei straubing in der donau ertränken. der wittelsbacher hatte sich das unstandesgemäße techtel seines sohns albrecht III. mit der augsburger baderstochter schließlich lange genug angesehen. man nimmt an, dass albrecht sie schon seit 1428 kannte, als er an einem turnier in augsburg teilgenommen hatte. vielleicht … Bayrische „Bräuche“ weiterlesen










