Büstenhalter History

als erfinderin des büstenhalters gilt gemeinhin die amerikanerin mary phelps jacob, die ihren 1914 patentieren ließ (er bestand aus zwei tüchern und bändern). doch gab es schon vorher patente auf das gute stück. hugo schindler aus böhmen meldete bereits 1893 einen büstenhalter zum kaiserlichen patent nr. 62641 an (zwei an einem gürtel befestigte kappen); 1899 … Büstenhalter History weiterlesen

Chewing gum

„do not kiss her until you know that she uses listerated pepsin gum.“ kaugummi gekaut wurde schon in der steinzeit. in nordeuropa hat man bis zu 9000 jahre alte, in süddeutschland bis zu 6000 jahre alte birkenharz- und teerreste mit zahnabdrücken gefunden. in ägypten kauten frauen eine mischung aus myrrhe, weihrauch und melonen, im alten … Chewing gum weiterlesen

Giftgrüße

„es küsst dich recht oft auf’s nasenspitzerl dein karli-bub“ steht auf einer postkarte, die weniger interessant ist, weil „karli-bub“ 1899 offenbar heftig in „spatzerl“ verknallt war, sondern weil er seinen liebesgruß neben eine karikatur gequetscht hat, die einen juden zeigt, der vor einem kläffenden köter und jubelnden kindern flüchtet, die ihn mit schneebällen bewerfen. karten, … Giftgrüße weiterlesen

„Bordellkerzen“

… oder „was es so alles gibt“  diese schächtelchen mit den porträts teilweise leicht bekleideter junger damen dienten französischen prostituierten als art stoppuhr. sie enthielten jeweils 22 wachskerzen, hatten an der stirnseite eine zündfläche wie eine streichholzschachtel und ein metallumrandetes loch als halterung für die kerzen, die zwischen sieben und zehn minuten brannten. waren sie … „Bordellkerzen“ weiterlesen

Zahn putzen

da fällt mir ein: gut, dass mona lisa beim lächeln den mund zu hat. um 1500 war’s mit der zahnpflege ja noch nicht so optimal. zwar wurden schon 5000 v.u.z. in ägypten die zweige und wurzeln des arak-baums, auch zahnbürstenbaum genannt, gekaut („miswak“) und als bürsten verwendet (der baum enthält natürliches fluorid) und im alten … Zahn putzen weiterlesen

Le club des Hashischins

wegen des hübschen namens: „le club des hashischins“. 1844 von jacques-joseph moreau gegründet, der haschisch auf orientreisen kennengelernt hatte, am pariser hôpital de la salpêtrière damit experimentierte und einer der ersten psychiater überhaupt war, der pflanzliche pharmakologie zur behandlung psychisch erkrankter einsetzte. den „klub der haschischesser“ unterhielt er, weil er sich von seinen gebildeten freunden … Le club des Hashischins weiterlesen

Reclam…

alptraum meiner schulzeit: vollgeschmierte reclam-bändchen und die aufforderung des lehrers: interpretiere xy, 3. aufzug, 2. szene… . die verlagsgeschichte ist trotzdem interessant: mit der neuordnung des urheberrechts endet 1867 endgültig, 30 jahre nach ihrem tod, die schutzfrist für die werke der deutschen autoren. anton philipp reclam ist schnell und bringt am 1. november 1867 seine neue … Reclam… weiterlesen

Moka Efti

weil mir der name und die lokalität in „babylon berlin“ so gut gefiel, hab ich nochmal nachgegraben: das echte „moka efti“ gehörte zwar nicht zu den verruchtesten schuppen (1930 waren 899 lokale mit tanzkonzession in berlin registriert), spektakulär war es aber auch: ein kaffeehaus auf 2800 m² – zur leipziger straße hin lag ein tanzsaal … Moka Efti weiterlesen

Nacktarsch…

wenn man sich ein foto nicht erklären kann, hilft meist wikipedia: Nacktarsch ist eine nur 320 ha umfassende Großlage im Bereich Bernkastel des deutschen Weinbaugebiets Mosel auf dem Gebiet der Gemeinde Kröv. Der Plural „Nacktärsche" bezeichnet Einzelflaschen von Weinen dieser Lage. Beim Namen handelt es sich wohl um eine Verballhornung des lateinischen „Nectarius“, bzw. des keltischen … Nacktarsch… weiterlesen