Zaren-Sterben

am 23. märz 1801 wird zar paul I. in st. petersburg in der als hochsicherheitsgebäude eingerichteten (heutigen) michaelsburg, die er nach sechs jahren bauzeit kurz vorher erst bezogen hatte, von adligen offizieren in seinem eigenen schlafzimmer mit seiner eigenen schärpe erdrosselt. am nächsten tag steigt sein sohn alexander auf den thron, der in das mordkomplott … Zaren-Sterben weiterlesen

Emmy Noether, Mutter der modernen Algebra

Emmy Noether, geboren am 23. März 1882, war die Tochter des Erlanger Mathematik-Professors Max Noether und seiner Frau Ida Kaufmann aus Köln und die Schwester des Mathematikers Fritz Noether (der floh 1934 als Jude und Linker in die Sowjetunion und lehrte in Tomsk, bis er wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Propaganda verurteilt und 1941 in … Emmy Noether, Mutter der modernen Algebra weiterlesen

Non omnis moriar

Das letzte Gedicht der als Sara Polina Gincburg am 22. März 1917 in Kyiv geborenen Ausnahme-Lyrikerin Zuzanna Ginczanka, die vor den Deutschen aus Warschau nach Lemberg floh, von ihren Nachbarn verraten wieder fliehen musste, nach erneuter Denunziation von der Gestapo verhaftet, gefoltert und 1944 erschossen wurde. „Non omnis moriar“ (Nicht alles von mir wird sterben … Non omnis moriar weiterlesen

Ovid und der Liebeskummer

publius ovidius naso, *20. märz 43 v.u.z., hat „wehret den anfängen!“ verkündet, nur nicht als politische bedenkformel, sondern als guten rat bei liebeskummer. bei beziehungen im anfangsstadium emphielt der römische dichter allen verschmähten, ihre gefühle „im keim zu ersticken“, eben: „principiis obsta!“ - „wehret den anfängen!“. um von fortgeschrittenen beziehungen loszukommen, solle man/frau sich am anderen übersättigen … Ovid und der Liebeskummer weiterlesen

Hälfte des Lebens

Friedrich Hölderlin *20. März 1770 Hälfte des LebensMit gelben Birnen hängetUnd voll mit wilden RosenDas Land in den See,Ihr holden Schwäne,Und trunken von KüssenTunkt ihr das HauptIns heilignüchterne Wasser.Weh mir, wo nehm ich, wennEs Winter ist, die Blumen, und woDen Sonnenschein,Und Schatten der Erde?Die Mauern stehnSprachlos und kalt, im WindeKlirren die Fahnen.

Vater der Sozialmedizin: Johann Peter Frank 

Johann Peter Frank (19.3.1745–1821) würde sich angesichts einer weltweiten Pandemie, die alle Bevölkerungsschichten ergreift, ganz sicher bestätigt wissen. Der Pfälzer hat vor über 200 Jahren als erster verstanden und propagiert, dass der Staat und auch die Gesundheit Gesetze und klare Regeln braucht, um das körperliche Wohl seiner Bürger*innen zu erhalten. Hineingeboren in eine Zeit, in der … Vater der Sozialmedizin: Johann Peter Frank  weiterlesen

Emilie Kempin-Spyri

biografien, die einen sauer machen können: emilie kempin-spyri *18.3.1853  die züricher pfarrerstochter emilie spyri legte ihr abitur als externe in einem knabengymnasium ab und heiratete 1877 den pfarrer walter kempin. 1883, sie war bereits 30 und mutter dreier kinder, immatrikulierte emilie kempin an der universität zürich, und blieb dort während des gesamten studiums die einzige … Emilie Kempin-Spyri weiterlesen

1848, Berlin, jüdisch

Bei den Berliner Revolten am 18./19. März 1848 sollen drei bis vier tausend zivile Barrikadenkämpfer 20000 Mann Militär gegenüber gestanden haben. Namentlich erfasst wurden u.a. 87 Arbeiter und drei Arbeiterinnen, 60 Gesellen, 50 Handwerksmeister, neun Lehrlinge und zwei Dienstmädchen. Schon damals schwankten die Angaben über die umgekommenen jüdischen Beteiligten, da in den Listen mit den … 1848, Berlin, jüdisch weiterlesen

Der letzte Tango in Treblinka

Artur Gold war 1939 auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Geboren am 17. März 1897 in Warschau als Sohn von Michał Gold, dem Ersten Flötisten der Warschauer Oper (der während einer Aufführung hinter seinem Notenständer starb, als Artur fünf war) und von Helena Melodist, die aus einer Dynastie berühmten Klezmer-Musiker stammte, gehörte Artur Gold in der Zwischenkriegszeit zu … Der letzte Tango in Treblinka weiterlesen