Gebratenes Sphinxfleisch

salomo friedlaender alias mynona, *4. mai 1871, „chaplin der philosophie“ und autor u.a. bissiger groteskenGebratenes Sphinxfleisch Nein, nein, da war nichts mehr zu machen. Tagelang, wissen Sie, Sand und Himmel. Man rühmt zwar die Schönheit des Wüstenhorizontes, aber man rühmt sie gewiß mit sattem Magen. Gehen Sie mir doch! Was nützt mich die illustre blaue … Gebratenes Sphinxfleisch weiterlesen

Goethe und die junge Kindsmörderin

Am 17. Januar 1772 Jahren wird Susanna Margaretha Brandt am Frankfurter Rossmarkt von Scharfrichter Johann Hoffmann „unter beständigem Zurufen der Herren Geistlichen durch einen Streich der Kopf glücklich abgesetzt.“ Sie, die aus Angst vor der Zukunft ihr Kind getötet hatte, ist das Vorbild für das „Gretchen“ in Goethes „Faust“. susanna margaretha brandt, geboren am 8. … Goethe und die junge Kindsmörderin weiterlesen

Concerning The Jews

Mark Twain, Harper's Magazine, March, 1898: Some months ago I published a magazine article descriptive of a remarkable scene in the Imperial Parliament in Vienna. Since then I have received from Jews in America several letters of inquiry. They were difficult letters to answer, for they were not very definite. But at last I have … Concerning The Jews weiterlesen

Geschmort, gebraten, gebacken oder gekocht

Achtung. Flgender Text von Jonathan Swift ist kein Aufruf zum Kinderverkaufen/fressen, sondern eine bitterböse Satire des Autors von „Gullivers Reisen“ auf die katastrophale soziale Lage der meisten Iren seiner Zeit und das eiskalte Kalkulieren englischer Ökonomen mit dem „Faktor“ Mensch als Rohstoff und Ressource, geschrieben 1729. Ein bescheidener Vorschlag im Sinne von Nationalökonomen, wie Kinder … Geschmort, gebraten, gebacken oder gekocht weiterlesen

„Sie müssen Bicycle fahren lernen!“ 

Arthur-Schnitzler-Aphorismen:Alles, was die Seele durcheinander rüttelt, ist Glück.Auch der ehrlichste Denker wird es ohne Humor niemals zum Philosophen, sondern immer nur zum Pedanten bringen.Alles verstehen heißt alles verzeihen – das wäre sehr edel gedacht und gesagt. Nur schade, daß das Verstehen neunundneunzig Mal unter hundert aus Bequemlichkeit und höchstens einmal aus Güte geschieht.Auch denen, die … „Sie müssen Bicycle fahren lernen!“  weiterlesen

„Lampenfest“ bei Heine

In der Denkschrift über seinen Intimfeind Ludwig Börne erwähnt Heinrich Heine 1827 (vermutlich zum einzigen mal) das Lampenfest, also Chanukka, in Frankfurt:»Als wir denselben Abend wieder durch die Judengasse gingen und das Gespräch über die Insassen derselben wieder anknüpften, sprudelte die Quelle des Börne'schen Geistes um so heiterer, da auch jene Straße, die am Tage einen … „Lampenfest“ bei Heine weiterlesen

»Hier war es, mit Ausnahme der Juden, sehr schön.« 

Bauchgrummeln bei Theo F. 1855, Theodor Fontane, Rezension zu Gustav Freytag: »Der Verfasser mag uns glauben, wir zählen nicht zu den Judenfreunden, aber trotz alledem würden wir Anstand nehmen, in dieser Einseitigkeit unsere Abneigung zu betätigen. Wohin soll das führen? Die Juden sind mal da und bilden einen nicht unwesentlichen Teil unserer Gesellschaft, unseres Staates. Zugegeben, … »Hier war es, mit Ausnahme der Juden, sehr schön.«  weiterlesen

Philosophischer Partisanenroman

Aharon Appelfelds (1932-2018) Roman »Auf der Lichtung« Edmund ist 17, als er sich der jüdischen Partisanengruppe im karpatischen Sumpf anschließt, ein Gymnasiast, frisch verliebt in eine ukrainische Schönheit, der Deportation entronnen, weil seine Eltern ihn anflehten aus dem Ghetto zu fliehen, bevor sie selbst abgeholt wurden...Aharon Appelfeld, 85, ist wie sein Protagonist in Czernowitz geboren, … Philosophischer Partisanenroman weiterlesen