Hermann Meyer (*12. Januar 1846), der posthume Namensgeber des Berliner Mottos „keine Feier ohne Meyer“ Meyer war als junger Mann aus Posen nach Berlin gekommen und handelte hier mit Getreide, bis er 1890 auf dem Hof der Oranienburger Straße 23 zusammen mit seinem Schwager Max Warschauer die Firma „Hermann Meyer & Co. KG“ samt Spiritusbrennerei … Keine Feier ohne Meyer weiterlesen
Hoheit Amanullerich
Weimarer Republik, 22. Februar 1928: Der afghanische König Amanullah besucht als erstes Staatsoberhaupt nach dem Ersten Weltkrieg die deutsche Hauptstadt. Der Lehrter Bahnhof ist mit Fahnen, Tannengrün und roten Teppichen geschmückt, die Reichswehrkapelle intoniert „Preußens Gloria“, Reichspräsident Paul Hindenburg begrüßt den König und seine Gattin Suraya, die Berliner (die ihn „Amanullerich“ oder „Ullemulle“ nennnen) jubeln … Hoheit Amanullerich weiterlesen
The Father of Science Fiction
Hugo Gernsback *16. August 1884 Der in Luxemburg geborene Sohn des aus Deutschland stammenden jüdischen Ehepaares Berta Durlacher und Moritz Gernsbacher (der Vater war Weinproduzent) wanderte 1904 in die USA aus. Erst importierte er Radioteile aus Europa und trug dazu bei, „wireless“ (Radio) in den USA bekannt zu machen. 1908 gründete er „Modern Electrics“, das … The Father of Science Fiction weiterlesen
Die vielleicht bedeutendste Feministin des 20. Jahrhunderts …
… von der man noch nie etwas gehört hat.als ich das erste mal von beate sirota (1923–2012) las, konnte ich jedenfalls kaum glauben, dass eine 22jährige wiener jüdin 1946 die neue japanische verfassung mit geschrieben und in ihr frauen- und gleichheitsrechte installiert haben sollte – fast eine revolution, wenn man bedenkt, wie konservativ und frauenfeindlich … Die vielleicht bedeutendste Feministin des 20. Jahrhunderts … weiterlesen
Die Jamal Twins
Als Berta und Helena Albert, Töchter von Fischel Alpert aus Czernowitz, hätten sie womöglich keine große Karriere gemacht. Als die „Jamal Twins“ Leila und Lamia waren sie die umjubeltsten ägyptischen Bauchtänzerinnen der 50/60er Jahre …Dass die Stars vom Nil keine Zwillinge, keine Jamals und nicht einmal Araberinnen waren, sondern osteuropäische Jüdinnen namens Alpert, erfuhr die … Die Jamal Twins weiterlesen
Der jüdische Anwalt und Politiker Ludwig Marum
„Ich werde mir aber die Freiheit nicht erbetteln, und ich will auch nicht, daß Ihr oder andere um meine Freiheit bettelt. Meine Freiheit können sie mir nehmen, aber nicht meine Würde und meinen Stolz.“ (am 27.4.1933 aus dem Gefängnis an seine Frau) Ludwig Marum wird am 5. November 1882 im pfälzischen Frankenthal geboren. Die Marums … Der jüdische Anwalt und Politiker Ludwig Marum weiterlesen
Liebeserklärung an die Frau Jerusalem
Der Londoner Historiker Simon Sebag Montefiore, Nachfahre des Stifters der fotogenen Jerusalemer Windmühle und spätestens seit seiner Stalin-Biographie im Olymp der Geschichtsbestseller-Autoren angelandet, hat ein neues Objekt der Begierde: die Stadt der Städte – Jerusalem. Welch ein Glück, denn Montefiore ist ein begnadeter Rechercheur, mit der Fähigkeit, sich im Labyrinth der Jerusalemer Geschichte nicht zu … Liebeserklärung an die Frau Jerusalem weiterlesen
»Hier war es, mit Ausnahme der Juden, sehr schön.«
Bauchgrummeln bei Theo F. 1855, Theodor Fontane, Rezension zu Gustav Freytag: »Der Verfasser mag uns glauben, wir zählen nicht zu den Judenfreunden, aber trotz alledem würden wir Anstand nehmen, in dieser Einseitigkeit unsere Abneigung zu betätigen. Wohin soll das führen? Die Juden sind mal da und bilden einen nicht unwesentlichen Teil unserer Gesellschaft, unseres Staates. Zugegeben, … »Hier war es, mit Ausnahme der Juden, sehr schön.« weiterlesen
»Und ich nahm noch einen Keks…«
Die meisten, die den Berliner Rabbiner Walter Rothschild kennen, halten ihn für (sehr) intelligent und (ein klein wenig) meschugge, und natürlich für einen gnadenlos kalauernden Witzbold. Dass hinter all dem auch ein Stück »schejne Neschume« steckt, kann man ahnen, wenn man sein Buch liest, das anders als der – wahlweise nichts oder alles sagende – … »Und ich nahm noch einen Keks…« weiterlesen
Rolf, seine Keule und die Lumpensammlerin
In Erinnerung an die Brüder Rolf und Alfred Joseph und ihre Retterin Marie Burde Die Josephs sind am Moritzplatz und im Wedding aufgewachsen – das hört man bis heute, wenn der 90-jährige Rolf über sich und seine „kleene Keule“, den ein Jahr jüngeren Bruder Alfred spricht. Schon ihre Eltern und ein Teil der Großeltern waren … Rolf, seine Keule und die Lumpensammlerin weiterlesen









